Die Preisträger der Blitzschachmeisterschaft. Am letzten Sonntag gaben sich im großen Saal des Dingolfinger Kolpinghauses die niederbayerischen Schacheliten die Klinke in die Hand. Zum ersten Mal in seiner Geschichte fungierte der Schachklub Landau-Dingolfing nämlich als Gastgeber für die Niederbayerische Blitzschacheinzelmeisterschaft. Diese Spielweise zeichnet sich dadurch aus, dass pro Spieler und Partie eine Bedenkzeit von lediglich drei Minuten plus zwei Sekunden pro Zug zur Verfügung steht. Es muss also in der Tat „blitzschnell“ gespielt werden.

Der Schachklub hatte sich anlässlich seines 70jährigen Bestehens dazu entschlossen, dieses Jahr das Turnier auszurichten. Die Teilnehmerzahl übertraf die Erwartungen deutlich. 35 Spieler fanden sich im Spiellokal ein, darunter vier FIDE-Meister und fünf weitere Spieler mit einer DWZ-Zahl über 2000. Vereinsvorsitzender Josef Reidl begrüßte gleich zu Anfang die Gäste und stellte erfreut fest, dass auch zwölf Kämpfer des Schachklubs unter den Teilnehmern waren. Auch die Schachvereine aus Straubing und Rottal-Inn waren stark vertreten.

 

Dann ging es gleich richtig zur Sache. Da Blitzpartien wegen der knappen Bedenkzeit nicht sehr lange dauern, konnten ganze 17 Runden absolviert werden. Von Anfang an wurde vor allem die Lokalität von den Gästen gelobt: der Kolpinghaus-Saal war von der Größe her für das breite Teilnehmerfeld ideal und bot hervorragende Lichtverhältnisse für das Schachspiel. Im Turnierverlauf zeichneten sich schnell zwei Favoriten ab: die FIDE-Meister Dominic Wisnet und Dietmar Hiermann eilten von Sieg zu Sieg und bissen sich an der Spitze des Feldes fest.

Nach der Mittagspause setzten sie ihre Siegesserie fort, gefolgt von einem sehr breiten, etwa gleich starken Mittelfeld. Dominic Wisnet gelang es schließlich, sich einen leichten Vorsprung zu erarbeiten. Diesen gab er bis zum Schluss nicht mehr ab, obwohl es der Dingolfinger Alexander Hirtreiter in der drittletzten Runde schaffte, dem FIDE-Meister ein Unentschieden abzutrotzen. Am Ende stand Dominic Wisnet mit 15,5 Punkten als Sieger fest, gefolgt von Dietmar Hiermann mit 14,5 und Roland Knechtel mit 13,5 Punkten.

Die Mitglieder des heimischen Schachklubs fanden sich am Ende zumeist im mittleren Drittel der Schlusstabelle wieder. Zwei Leistungen stachen jedoch besonders hervor. Felix Durmaier mischte mit seiner soliden Spielweise die ganze Zeit vorne mit und ergatterte schließlich mit 8,5 Punkten den Pokal des besten Spielers mit einer DWZ-Zahl von unter 1800. Ebenso erfreulich war das Ergebnis von Giacomo Barone. Nach etwas ruhigerem Start rollte er das Feld Schritt für Schritt von hinten auf und verbuchte schließlich beachtliche 7,5 Zähler auf seinem Konto, die ihm den Pokal des besten Jugendlichen einbrachten. Weitere Trophäen gab es noch für den punktstärksten Senior und den besten Teilnehmer unter 1500 DWZ.

Nach der Siegerehrung bedankte sich der Turnierleiter bei den Gästen für deren zahlreiches Erscheinen und beim Schachklub Landau-Dingolfing für die reibungslose Organisation des Wettkampfes. Alles in allem war es für den Schachverein eine gelungene Premiere. Der voll besetzte Turniersaal.

Quelle: 2. Bild + Text Dingolfinger Anzeiger, 07.03.2018

 


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