Florian Huber (von links), Vereinsvorsitzender Josef Reidl, Vereinsmeister Dr. Christoph Schultes und Felix Durmaier.

Am vergangenen Freitag fand die alljährliche Hauptversammlung des Schachklubs statt. Vereinsvorsitzender Josef Reidl begrüßte die 15 anwesenden Mitglieder und begann mit seinem Rechenschaftsbericht. Besonders erfreulich im letzten Jahr war der Klassenerhalt der ersten Mannschaft in der Niederbayernliga und dass es in der vergangenen Spielsaison an keinem Brett Ausfälle gegeben hatte. Der Einsatz der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga West verlief nicht ganz nach Wunsch. Anstatt um den Aufstieg mitzukämpfen, landete man schließlich auf Platz 4. In den beiden Ligen wird der Klub auch im nächsten Jahr mit je einer Mannschaft antreten. Die Mannschaftsführer Johann Theiß und Florian Huber wurden im Amt bestätigt.

Helmut Fuchsgruber gewann an Brett fünf.

Am letzten Sonntag durfte der SK Landau-Dingolfing in der Niederbayernliga den SV Deggendorf zum Heimspiel empfangen. Beide Mannschaften hatten den Klassenerhalt in der vorhergehenden Runde bereits gesichert, dennoch wurde mit einem spannenden Spiel gerechnet. Die Dingolfinger mussten wegen krankheitsbedingter Ausfälle zwei Stammspieler einsetzen. Da die zweite Mannschaft des Klubs ihre Spiele in der Bezirksliga West bereits absolviert hatte, konnte der Klub jedoch genügend starke Ersatzspieler aufbieten.
Zur freudigen Überraschung des Schachklubs traten auch die Gäste nicht ganz in Bestaufstellung an, so dass an allen acht Brettern Spieler mit einer ausgeglichenen Spielstärke aufeinander trafen. Das Auffällige an dem Schlagabtausch war, dass sich die Kontrahenten an den Brettern zwei bis acht zwar heftige, aber auch recht kurze Duelle lieferten. Schon nach knapp drei Stunden stand es 3,5:3,5.
Dr. Christoph Schultes, der es mit der Halbslawischen Verteidigung zu tun bekam, war als erster fertig. Nachdem sein Minoritätsangriff nicht wirklich erfolgsversprechend aussah, nahm er ein Remisangebot seines Gegners an. Rudi Senff tat es ihm gleich. Das Sämischsystem im Königsinder bereitete ihm zwar keine allzu großen Kopfzerbrechen, richtige Siegchancen konnte aber auch er nicht erkennen.

Felix Durmaier holte einen halben PunktDer Schachklub Landau-Dingolfing hat am Sonntag trotz mäßiger Leistung den Klassenerhalt in der Niederbayernliga gesichert. Die deftige 1,5:6,5 – Klatsche am letzten Sonntag gegen den SK Passau 2 wirkte sich nicht weiter negativ aus, da die beiden anderen Abstiegskandidaten, der TV 1862 Geiselhöring und der DJK SV Schaibing ebenfalls keine Siege einfahren und so nicht zu den Dingolfingern aufschließen konnten. Bei noch zwei ausstehenden Runden ist das Punktepolster des Schachklubs nun groß genug.

Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Leistung des Klubs gegen die Donaustädter ziemlich indiskutabel war. Sowohl Helmut Kurz als auch Kurt Hähnlein kamen im Londoner-System überhaupt nicht zurecht und gerieten nach heftigen Angriffen der Passauer schnell unter die Räder. Dr. Christoph Schultes griff nach der beschleunigten Dracheneröffnung im Mittelspiel etwas daneben und lies einen gegnerischen Freibauern am Damenflügel zu, der unaufhaltsam bis auf das Umwandlungsfeld durchmarschierte.

Mannschaftsführer Hans Theiß war zufrieden.Mit 5,5:2,5 hat der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag einen weiteren Abstiegskandidaten aus der Niederbayernliga geschlagen. Der TV 1862 Geiselhöring hatte an diesem Tag gegen den heimischen Schachklub gar kein Glück. So konnte Dietmar Weidlich, als sein Gegner einen Figurengewinn nicht erkannte, den Kopf gerade noch aus der Schlinge ziehen und seine Partie ins Remis retten. Im Remishafen waren zu diesem Zeitpunkt auch bereits Mannschaftsführer Hans Theiß und sein Kontrahent angelangt. Die Drachenvariante im Anzug schmecke weder ihm noch dem Geiselhöringer, so dass sich beide früh auf die Punkteteilung einigten.

Alexander Hirtreiter sicherte den Sieg.

Mit einem überraschend klaren 7:1 – Auswärtssieg gegen den SV Schaibing hat sich der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag die Chance auf den Verbleib in der Niederbayernliga gewahrt. Was auf Grund des deutlichen Ergebnisses wie ein einfacher Spaziergang aussah, war in Wirklichkeit ein hart erkämpfter Erfolg. Den Grundstein hierfür legte Mannschaftsführer Hans Theiß am Spitzenbrett, als er nach der Bogoljubow-Indischen Verteidigung dem spielstärksten Schaibinger früh ein Remis abtrotzen konnte.
Die übrigen Duelle waren lange Zeit in der Schwebe. Dr. Christoph Schultes versuchte mit dem abgelehnten Damengambit den weißen Eröffnungsvorteil zu minimieren, während Alexander Hirtreiter und Helmut Fuchsgruber eine Skandinavische Verteidigung vorgesetzt bekamen und im Mittelspiel leichten Raumvorteil erlangten. Felix Durmaier geriet mit seiner Caro-Kann-Spielweise sogar leicht unter Druck und hatte Mühe, die Kontrolle am Brett zu behalten.

Florian Huber konnte mit seiner Leistung zufrieden sein.

Mit 4,5:3,5 gelang der zweiten Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Sonntag ein wichtiger Sieg über den TSV Ergoldsbach. Im Vorfeld hatten die Dingolfinger diesem Duell durchaus mit Spannung entgegengefiebert, zumal die Goldbachtaler als absolut ebenbürtige Gegner eingeschätzt wurden. Zum Glück für Mannschaftsführer Florian Huber waren dieses Mal neben Manuel Albrecht, Niklas Rohne, Karl-Heinz Krause, Gottlieb Kutschera und Dietmar Weidlich auch die beiden Topscorer Krystian Ofierzynski und Albert Schmol wieder an Bord. Man trat also weitgehend in Bestbesetzung an.
Es entwickelte sich dann auch prompt der erwartete heftige Kampf. Florian Huber entschied sich am Spitzenbrett gegen einen starken Kontrahenten im Spanier für das seltene Jänisch-Gambit und trennte sich früh vom Läuferpaar. Es entstand eine relativ ruhige Stellung, die keiner der beiden Streithähne ohne Risiko aufbrechen konnte.

Die beiden Sieger: Martin Christlmaier und Giacomo Barone. Die traditionellen Weihnachtsturniere des Schachklubs Landau-Dingolfing waren auch dieses Jahr ein voller Erfolg. Am letzten Freitag fanden sich 15 Schachfreunde im Spiellokal des Klubs ein und es entwickelte sich ein spannendes und ereignisreiches Match.  Gespielt wurde mit fünf Minuten Bedenkzeit pro Spieler und Partie. Bei einem solchen „Blitzschachmodus“ zählen neben taktischem und rechnerischem Können vor allem Risikobereitschaft und schnelle Entscheidungskraft.  Diese beiden Eigenschaften weist im Schachklub insbesondere Blitzschachspezialist Martin Christlmaier auf, wenngleich er sich dieses Mal in der ersten Halbzeit etwas schwerer tat. Durch eine unerwartete Niederlage gegen Helmut Fuchsgruber und ein mühsames Remis gegen Alexander Hirtreiter fiel  Christlmaier zunächst etwas zurück.  In der zweiten Turnierhälfte lies der Dingolfinger aber nichts mehr anbrennen und heimste Sieg um Sieg ein. Mit 12,5 von 14 möglichen Punkten stand er, wie schon in den letzten Jahren, schließlich als Gesamtsieger fest. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Dr. Christoph Schultes und Alexander Hirtreiter.

Karl-Heinz Krause siegte nach hartem Kampf

Der Schachklub Landau-Dingolfing findet weiter nicht in die Erfolgsspur zurück. Am letzten Sonntag ging erneut ein wichtiges Heimspiel gegen den FC Ergolding mit fünf zu drei verloren. Kurt Hähnlein schaffte am vierten Brett zwar ein relativ sicheres Remis, Alexander Hirtreiter dagegen ging an Brett drei im Mittelspiel etwas zu aggressiv zu Werke und ließ sich zu einem inkorrekten Angriff hinreißen, den sein Gegner souverän konterte. Am Ende stand Hirtreiter mit einem Bauern und einer Qualität weniger da und musste die weiße Flagge hissen. Dr. Christoph Schultes sah sich an Brett zwei mit der Holländischen Verteidigung konfrontiert und konnte aus der Eröffnung heraus leichte Materialvorteile erringen. Dabei verbrauchte er jedoch viel zu viel Bedenkzeit und übersah daher, dass sein Springeropfer im Endspiel nicht erfolgversprechend war.

Schach in Landau

Am Freitag (16.11) findet der Schachabend wegen der Umbaumaßnahmen in der Landauer Dreifachsporthalle im Kolpinghaus in Dingolfing (Obere Stadt 72) statt.

Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.