Foto: Helmut Kurz spielte Remis am siebten Brett.In der letzten Runde vor Weihnachten musste die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing in Landshut eine heftige 2,5:5,5-Niederlage gegen den Nachbarverein einstecken.  Wirkliche Gewinnchancen hatten die Dingolfinger zu keiner Zeit des Aufeinandertreffens. Die Gastgeber erwiesen sich einfach als überlegen.

Dietmar Weidlich und Helmut Kurz mühten sich auf den beiden letzten Brettern im Londoner System tapfer aber letztendlich erfolglos ab. Ihre Gegner wehrten sich energisch und erreichten im Mittelspiel schließlich ausgeglichene Stellungen, beide Partien endeten daher mit einem Remis.

Wesentlich schärfer ging es dagegen bei Dr. Christoph Schultes an Brett drei zur Sache. Die eigentlich ruhige Katalanische Eröffnung entwickelte sich ungewohnt scharf und es entstand eine äußerst komplizierte Figurenposition. Die Kontrahenten verbrauchten viel zu viel Bedenkzeit und so kam es zu einem wilden und schnellem Schlusskampf, der dann aber doch in ein unentschiedenes Läufer-Springer-Endspiel mündete.

Krystian Ofierzynski hatte einen gelungenen Einstand.Das erste Heimspiel in dieser Saison endete mit einer unglücklichen 3,5:4,5-Niederlage des Schachklubs Landau-Dingolfing gegen den SC Bayerwald/Regen. Zwar gehören die Bayerwälder zu den Titelfavoriten in der Niederbayernliga, dennoch hatten sich die Dingolfinger schon etwas mehr ausgerechnet.

Nach einem schnellen Friedensschluss von Dr. Christoph Schultes an Brett 3 folgte jedoch eine bittere Niederlage von Gottlieb Kutschera am siebten Brett. Kutscheras Vorgehen auf der c-Linie im Londoner System scheiterte und kosteten ihm eine ganze Qualität. Sein Kontrahent kompensierte diesen Vorteil bis zum Ende der Partie und vermeldete schließlich den vollen Punktgewinn. An Platz sechs entschied sich Helmut Kurz ebenfalls für dieses Eröffnungssystem, ging aber deutlich bedächtiger vor. Es entstand eine völlig verschachtelte Bauernstellung, in der für beide Seiten kein Durchkommen war, was schließlich zum Remis führte.

Hans Theiß zeigte eine hervorragende Leistung.

Für die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing stand am letzten Sonntag in der Niederbayernliga das Auswärtsspiel gegen den SV Röhrnbach auf dem Programm. Dagegen musste die zweite Mannschaft beim SK Passau antreten. Schon im Vorfeld kam es zu erheblichen Problemen. Krankheitsbedingt und aus privaten Gründen waren fünf Spieler ausgefallen und so musste der Klub ersatzgeschwächt die Fahrt in den Bayerischen Wald antreten. Die Röhrnbacher boten dagegen beinahe ihre Bestbesetzung auf und ihre Überlegenheit zeigte sich schon recht bald.
Bereits nach zwei Stunden stand es 3:1 für die Gastgeber. Niklas Rohne machte in der Englischen Eröffnung kaum Fortschritte. Sein erfahrener Gegner opferte kurzfristig die Qualität für eine deutliche Initiative. Rohnes Stellung war diesem Druck bald nicht mehr gewachsen. Ganz ähnlich erging es Kurt Hähnlein. Er vernachlässigte mit den weißen Steinen die Entwicklung zu sehr, was sein Kontrahent ziemlich schnell bestrafte. Nach unvermeidlichem Materialverlust erfolgte die Kapitulation des Dingolfingers.
Helmut Kurz konnte von Glück reden, dass er gerade noch so den Remishafen erreichte. Sein Skandinavier funktionierte alles andere als gut.Der Röhrnbacher attackierte dann aber etwas zu forsch und die Partie endete im Dauerschach. Lediglich Dr. Christoph Schultes zeigte mit seiner Katalanischen Eröffnung eine halbwegs solide Leistung. Nach beiderseitiger Bauernverdoppelung im Zentrum war allerdings nicht mehr viel zu holen. Auch dieses Brett endete Unentschieden.

Die obligatorische Hauptversammlung des Schachklubs Landau-Dingolfing fand, wie die letzten Jahre auch, in der Dreifachsporthalle in Landau statt. Vorsitzender Josef Reidl eröffnete die Sitzung mit seinem Rechenschaftsbericht. Die Mitgliederzahl des Klubs sei trotz einiger Austritte passiver Schachfreunde nach wie vor stabil, unter anderem auch auf Grund der hervorragenden Jugendarbeit von Gottlieb Kutschera, dem es immer wieder gelinge, weitere Jugendliche dem Verein hinzu zuführen. Besonderen Dank sprach Reidl auch den beiden Mannschaftsführern Hans Theiß und Florian Huber aus. Während es der ersten Mannschaft um Hans Theiß gelungen sei, erneut den Klassenerhalt in der Niederbayernliga zu sichern, hätte die zweite Mannschaft nach mehreren Anläufen ihr lang ersehntes Ziel erreicht: den Aufstieg von der Bezirksliga West in die Niederbayernliga. Florian Huber ist damit der erste Mannschaftskapitän in der Geschichte des Vereins, der eine zweite Mannschaft in der Niederbayernliga anführen darf.
 (v.l.n.r.) Josef Reidl, Vereinsmeister Martin Christlmaier, Dr. Christoph Schultes und Alexander Hirtreiter.

Die Aufsteiger (von links): Albert Schmol, Niklas Rohne, Gottlieb Kutschera, Florian Huber, Manuel Albrecht, Hermann Stadler, Karl-Heinz Krause und (vorne sitzend) Felix Durmaier. Im fünften Anlauf hat es dann doch geklappt: die zweite Mannschaft des Schachklubs Landau- Dingolfing eroberte in dieser Saison den Tabellenspitzenplatz in der Bezirksliga West und damit das Aufstiegsrecht in die Niederbayernliga.  Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte werden zwei Mannschaften in Niederbayerns bester Liga vertreten sein.
Die Saison begann etwas holprig.  Auf Grund einiger Ausfälle musste man beim TSV Ergoldsbach ersatzgeschwächt antreten und erreichte mit viel Glück immerhin noch ein 4:4-Unentschieden. Die nicht ganz so stark eingestuften Kämpfer vom SC Straubing und vom FC Ergolding konnten die Dingolfinger dann wie erwartet relativ deutlich bezwingen. Es zeigte sich aber schon hier das latente Problem der Truppe: die Personalnot. Da die erste Vereinsmannschaft krankheits- und berufsbedingt fast nie in der Lage war, ihre Stammspieler vollständig aufzustellen, mussten Schachfreunde aus der zweiten Mannschaft aushelfen, die dann natürlich nicht zugleich in der Bezirksliga West spielen durften.

Der Schachklub Landau-Dingolfing gratuliert seinem Vorsitzenden Josef Reidl zum 60. Geburtstag. Der Landauer leitet nun schon seit vielen Jahren die Geschicke des Vereins und das mit großem Erfolg. Steigende Mitgliederzahlen, eine stabile Kassenlage und ein gutes Vereinsklima kennzeichnen derzeit die Ära Reidl. Dass der Klub seit 2010 mit zwei Mannschaften antreten kann, bereits einmal den Aufstieg in die Regionalliga Süd-Ost schaffte und in der kommenden Saison sogar zweimal in der Niederbayernliga vertreten sein wird, geht ganz maßgeblich auch auf seine vorbildliche Führungsarbeit zurück.  

Wir wünschen unserem Präsidenten viel Gesundheit, Glück und weiterhin Freude am Schachspiel!

Kurt Hähnlein spielte unentschieden.Am letzten Sonntag musste die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing in der Niederbayernliga auswärts gegen den SC Grafenau antreten, während die zweite Vereinsmannschaft spielfrei zu Hause bleiben durfte. Die Dingolfinger Schachfreunde gingen dabei recht optimistisch in den Kampf, hatte man die Grafenauer im Vorfeld schließlich als ungefähr gleichstark eingeschätzt. Aber wie schon in den Wochen zuvor traten dann wieder etliche Schwierigkeiten auf.
Hans Theiß wurde am Spitzenbrett, wie schon in der letzten Runde, ein Gambit vorgesetzt. Erneut griff Theiß erfreut zu, verspeiste den angebotenen Bauern und versuchte, seinen Materialvorteil ins Endspiel zu retten. Anders als noch in der besagten letzten Runde ging diese Taktik nun jedoch gewaltig daneben. Sein Grafenauer Gegner, der in der Liga ohnehin den Ruf eines geschickten Angriffsspielers innehat, engte Theiß´ Stellung immer mehr ein und zerstörte sie schließlich mit einer schönen Kombination.
Kurt Hähnlein war im Colle-Zukertort nicht in der Lage, den Abtausch der Schwerfiguren zu verhindern. Seine Partie endete remis, ebenso wie die von Helmut Kurz. Letzterer hatte im Londoner System eine interessante Abwicklung vorgenommen: er eroberte eine Lichtfigur für drei Bauern. Dann aber sah er aber kein Weiterkommen mehr auf dem Brett und willigte ins Unentschieden ein.

Felix Durmaier gewann an Brett 2.In der Bezirksliga West empfing der Schachverein Landau-Dingolfing als Gastgeber den SC Simbach. Stark geschwächt, da es viele Ausfälle gab und einige Stammspieler nicht antreten konnten, ging man mit einem mulmigen Gefühl an die Bretter.

Als alle Simbacher eingetroffen waren, konnte es nach einer kurzen Ansage der Mannschaftsführer auch schon losgehen.

Recht unangenehm sah es bei Gottlieb Kutschera am Spitzenbrett und bei Florian Huber an Brett 3 aus, da die beiden Landauer nicht allzu gut aus der Eröffnung kamen. Auch Karl-Heinz Krause hatte offensichtlich Schwierigkeiten, unbeschadet ins Mittelspiel zu gelangen. Alle anderen Spieler des Schachklubs ließen es hingegen langsamer angehen. Jedoch dauerte es nicht lange, bis Florian Huber die Oberhand gewann. Sein Kontrahent hatte sich nach einem Springerausfall des Landauers verrechnet und verlor ohne jede Kompensation einen Läufer und dann die Partie.

Allerdings geriet stattdessen der sonst so zuverlässige Punktelieferant Gottlieb Kutschera an Brett 1 immer mehr in Probleme. Auf Grund seiner passiven Eröffnung musste er einen Bauern opfern, um wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit für seine Figuren zu schaffen. Sein Opponent ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und verwertete den Vorteil bis zum vollen Punktgewinn.

Schach in Landau

Am Freitag (16.11) findet der Schachabend wegen der Umbaumaßnahmen in der Landauer Dreifachsporthalle im Kolpinghaus in Dingolfing (Obere Stadt 72) statt.

Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.