Am Ende hat es doch nicht ganz sollen sein, mussten sich die Spieler des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Sonntag schließlich eingestehen.  Im Topspiel der Saison gegen den Tabellenführer SC Rottal II erkämpfte sich der Klub ein sehr achtbares 4:4. Damit bleiben die Schachfreunde aus dem Landkreis auf Rang zwei der Niederbayernliga. Nur mit einem Sieg gegen die Rottaler wäre der Aufstieg in die Regionalliga möglich gewesen. Die Vorzeichen standen gar nicht schlecht: zum ersten Mal überhaupt in diesem Jahr war es Mannschaftführer Hans Theiß gelungen, alle acht Stammspieler an die Bretter zu bekommen. An Motivation und Kampfgeist mangelte es ebenfalls nicht. Allerding wussten auch die Gäste aus Eggenfelden und Pfarrkirchen genau, wie wichtig dieses Spiel werden würde und traten ebenfalls mit ihren österreichischen Gastspielern und damit fast in Bestbesetzung an.

Es entwickelte sich sofort ein heißes Gefecht, nur an Brett drei zeigte sich Dr. Christoph Schultes von seiner friedfertigen Seite und nahm ein frühes Remisgebot an.  Sein beschleunigter Drache hatte ihm zwar Ausgleich, aber keinen Vorteil eingebracht. Martin Christlmaier und Alexander Hirtreiter  kämpften da schon deutlich härter. In der Skandinavischen Verteidigung und in der Englischen Eröffnung mussten sie einige Schwierigkeiten meistern, ehe sie ruhige Mittelspiele erreichten. Diese gaben dann jedoch auch nicht mehr als zwei Unentschieden her.

In Topform präsentierte sich dagegen Kurt Hähnlein. Der amtierende niederbayerische Seniorenmeister hat derzeit einen beachtlichen Lauf. Das abgelehnte Blumenfeld-Gambit stellte ihn nur Anfangs vor gewisse Probleme.

"Erste" siegt 4,5:3,5 - Reserve mit Remis

Kurt Hähnlein hatte dieses Mal gut Lachen.Wenn das Glück ein Schachspieler wäre, dann muss es letzten Sonntag ein Mitglied des Schachklubs Landau-Dingolfing gewesen sein. Anders lässt sich nämlich der 4,5:3,5-Erfolg im Auswärtsspiel gegen die Spielgemeinschaft Regen-Viechtach nicht erklären. Im Vorfeld kam es bereits zu einem  ersten Rückschlag, da Helmut Kurz, ein zuverlässiger Stammspieler, krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel. Dankenswerterweise sprang Reservist Dietmar Weidlich ein und so machte man sich bei Eiseskälte auf den Weg in den Bayerischen Wald. Im Spiellokal zeigte sich bald, dass die Regener eigentlich die etwas stärkere Mannschaft waren. Lediglich Dr. Christoph Schultes und sein Kontrahent einigten sich bereits nach sieben Zügen auf ein Remis; an den anderen Brettern sah die Lage dagegen meist alles andere als rosig aus. Kurt Hähnleins Gegner erspielte sich aus der Königindischen Verteidigung heraus einen wunderschönen Angriff auf die Königsstellung des amtierenden niederbayerischen Seniorenmeisters. Martin Christlmaier lehnte ein Eröffnungsgambit noch korrekt ab,  musste dann aber einen ungewollten Bauernverlust hinnehmen, der ihm im Gegenzug nur eine sehr bescheidene Initiative einbrachte. Dietmar Weidlich opferte seinen Läufer etwas optimistisch in die feindliche Königsstellung.

Mannschaftsführer Florian Huber war mit der Gesamtleistung zufriedenIn der Niederbayernliga scheint der Klassenerhalt fast perfekt zu sein und in der Bezirksliga West bestehen weiter Aufstiegschancen. Solautete das positive Fazit des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Sonntag.  Wieder einmal waren beide Mannschaften im Kolpinghaus Dingolfing zum Doppelheimspiel angetreten und zwar gegen den SC Straubing I und den SV Aham.

Da bekannt war, dass die Straubinger auswärts manchmal an den hinteren Brettern etwas schwächeln, hatte sich der Klub durchaus gewisse Hoffnungen gemacht. Die Devise lautete deshalb: vorne wird versucht, Remis zu halten, die zweite Mannschaftshälfte spielt auf Sieg! Diese Taktik ging auch tatsächlich auf. Helmut Fuchsgruber überrannte seinen Gegner an Brett sechs mit der Colle-Zukertort-Eröffnung förmlich und meldete bereits nach knapp zwei Stunden den Partiegewinn. Fast zeitgleich konnte  Martin Christlmaier am Spitzenbrett ein Remis einheimsen.

Im Vierspringerspiel war er mit den schwarzen Steinen in der Lage, den weißen Anfangsvorteil zu neutralisieren und drohte bereits einen Bauern zu gewinnen, so dass sein Gegenüber trotz deutlicher DWZ-Überlegenheit recht zufrieden mit der Punkteteilung sein durfte. Alles in allem: eine hervorragende Leistung von Christlmaier! Mirsad Adrovic und Alexander Hirtreiter taten es ihm an den Brettern drei und vier nach. Beide erhielten in der Spanischen Partie erstaunlich früh Remisangebote, die sie auch annahmen.

Rudi Senff gehörte ebenfalls zu den Siegern        Es war schließlich doch der erhoffte Sieg, den der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag gegen den SC Rottal 3 feiern konnte. Dieses Ergebnis war umso wichtiger, als der Klub sich nach wie vor gefährlich nahe an der Abstiegszone der Niederbayernliga befindet. Allerdings fiel der Triumpf mit 6,5 zu 1,5 Punkten doch etwas zu hoch aus, das Glück war den Dingolfingern im Auswärtskampf dieses Mal doch recht hold gewesen.  Zwei Stunden lang leisteten die Rottaler erbitterten Widerstand, dann aber neigte sich die Waagschale langsam aber sicher zu Gunsten der Gäste. Als erste meldeten Kurt Hähnlein (Brett fünf) und Helmut Kurz (Brett acht) volle Punktgewinne. Hähnleins Gegner hatte das angenommene Damengambit etwas unglücklich behandelt, so dass ihm der amtierende niederbayerische Seniorenmeister die Rochade zerstören und anschließend eine Leichtfigur erobern konnte.  Helmut Kurz dagegen setzte im Staunton-Holländer alles auf eine Karte, verspeiste einen ziemlich vergifteten Bauern und starte anschließend einen verzweifelten Verteidigungskampf.

Martin Christlmaier nahm von Dr. Christoph Schultes den Pokal in Empfang. Die traditionellen Weihnachtsturniere des Schachklubs Landau-Dingolfing waren auch dieses Jahr ein voller Erfolg. Bei den Jugendlichen traten 13 Kämpfer aus dem ganzen Landkreis an. Es handelte sich hierbei nicht nur um Spieler, die direkt Mitglieder des Schachklubs sind, sonder n auch um solche, die von Übungsleiter Gottlieb Kutschera in verschiedenen Schulschachgruppen trainiert werden. Gespielt wurden je 15 Minuten pro Partie und Spieler. In der Gruppe U20 setzte sich Felix Durmaier nach vier Runden mit drei Punkten durch. Es folgten Manuel Albrecht und Niklas Rohne auf den Plätzen zwei und drei. Bei der Gruppe U18 lieferten sich Simon Lichtinger und Manuel Kriegl mit jeweils sechs Punkten aus sieben Runden ein Kopf-an-Kopf- Rennen, das Lichtinger auf Grund der etwas besseren Feinwertung für sich entscheiden konnte. Der dritte Platz auf dem Siegerpodest ging an Stefan Sponbrucker.

Ganz besonders erfreulich war die hohe Teilnehmerzahl im Hauptturnier. 14 Erwachsene hatten sich eingefunden, so viel wie lange nicht mehr. Wie jedes Jahr kam es auf Schnelligkeit und auch ein auf ein wenig Intuition an, denn es wurde im "Blitzmodus" gespielt, das heißt, pro Partie und Spieler standen nur fünf Minuten Bedenkzeit zur Verfügung. Es entwickelten sich spannende und dramatische Partien, die oft erst in allerletzter Sekunde entschieden wurden. Einer schien von der nervenaufreibenden Atmosphäre jedoch völlig unbeeindruckt zu sein: Schnellschachspezialist Martin Christlmaier arbeitete souverän eine Partie nach der anderen ab, war nie wirklich gefährdet und erreichte mit sensationellen 13 Punkten aus 13 Partien den ersten Platz. Dahinter ging es enger zu: Punktgleich erreichten Dr. Christoph Schultes und Christian Schnurr die beiden übrigen Podestplätze. Auch hier musste die Feinwertung herangezogen werden, mit dem besseren Ende für Dr. Schultes.

Die anschließende Siegerehrung nahm Dr. Christoph Schultes stellvertretend für den erkrankten Vereinsvorsitzenden Josef Reidl vor. Dr. Schultes dankte den Schachspielern für ihr zahlreiches Erscheinen und wünschte allen noch einen guten Heimweg.

 

Manuel Albrecht gehört zu den erfolgreichen Jugendlichen des KlubsDie diesjährige Saison scheint für den Schachklub Landau-Dingolfing ein stetiges Auf und Ab in der Niederbayernliga zu werden. Nachdem man vor zwei Wochen noch recht unglücklich gegen den TSV Aidenbach verloren hatte, gelang am letzten Sonntag ein 5:3-Erfolg gegen die Gäste aus Grafenau. Dabei hätten Schachtheoretiker eine wahre Freude an dieser Begegnung gehabt: An den ersten vier Brettern kam es ausschließlich zu Sizilianischen Partien, aber in den unterschiedlichsten Variationen. Und in allen vier Spielen scheiterte diese Verteidigungsstrategie an den weißen Angriffen. Am ersten Brett versuchte Mannschaftsführer Hans Theiß im beschleunigten Sizilianischen Drachen seinen Gegner mit einem frühen Springerausflug zu überrumpeln. Der Grafenauer war jedoch gut vorbereitet, parierte den Ausfall mit leichter Hand und eroberte im Zuge eines heftigen Königsangriffs die Qualität für zwei Leichtfiguren. Diesen Vorteil setzte er im Endspiel auch sicher um. Am zweiten Brett konterte Martin Christlmaier den ihm vorgesetzten Sizilianer mit der Alapin-Eröffnung. Aus einem ruhigen Mittelspiel entstand ein Damenendspiel, wobei der Landauer am Damenflügel über die Bauernmajorität verfügte. Dieses kleine Plus setzte Christlmaier schnell genug um, noch bevor sein Kontrahent seine Zentrumsbauern in Bewegung setzen konnte. Diese Partie endete zu Gunsten des Klubs. Dr. Christoph Schultes optierte ebenfalls für den beschleunigten Sizilianischen Drachen. Zwei ungenaue Züge ließen den Jugoslawischen Gegenangriff des Grafenauers aber immer stärker werden und schließlich war Dr. Schultes nicht mehr in der Lage, die weiße Bauernumwandlung am Damenflügel zu verhindern. Alexander Hirtreiter packte an Brett vier den Sizilianischen Stier mit Hilfe der komplizierten Grand-Prix-Attacke bei den Hörnern. Nach einem schönen Bauerngewinn leitete er in ein gewonnenes Turmendspiel über.

Verkehrte Welt beim Schachklub Landau-Dingolfing: Während die vermeintlich stärkere erste Mannschaft schwächelt, brennt die zweite Mannschaft ein kleines Erfolgsfeuerwerk ab.

Mit Dietmar Weidlich, Gottlieb Kutschera, Florian Huber, Manuel Albrecht, Niklas Rohne, Felix Durmaier, Karl-Heinz Krause und Krystian Ofierzynski traten letztere fast in Bestaufstellung gegen den SC Straubing an. Zudem startete der Klub schon mit einem kleinen Vorteil: Die Straubinger kamen mit einem Mann weniger – ob dieser noch nachkommen würde, war ungewiss. In einem solchen Fall greift dann die Karenzzeit; während die FIDE – der Dachverband des deutschen Schachbundes – den sofortigen Verlust der Partie vorschreibt, darf ein Spieler sich in Niederbayern eine Stunde verspäten. Letztlich gewann Huber aber doch kampflos. Etwas später fiel auch auf den Brettern sieben und acht die Entscheidung: Krause nahm in einer geschlossenen Stellung ein Remisangebot seines Gegners an und Ofierzynski konnte – zum dritten Mal in dieser Saison – einen schnellen Sieg verzeichnen. Der Neuzugang bleibt damit der erfolgreichste Spieler der Saison. Rohne gab auch Remis – etwas enttäuschend, hätte er doch seinen Gegner in einigen Zügen Matt setzen können. Zwischenzeitlich gerieten die Siegesambitionen der Landauer ins Stocken:

Nach dem sehr mäßigem Start in die Saison vor drei Wochen mussten sich die Mannen des Schachklubs Landau-Dingolfing an diesem Wochenende zwei weiteren Angstgegnern stellen. Die erste Mannschaft trat beim TV Geiselhöring an, die die zweite Mannschaft war zu Gast bei der JVA Straubing. Gegen beide Kontrahenten hatte man im letzten Jahr noch böse Niederlagen einstecken müssen. Zur großen Freude aller sollte es dieses Mal aber anders kommen.

Hans Theiß war mit sich und seiner Mannschaft zufrieden.


Im Vereinslokal des TV Geiselhöring kam es zu zum Teil heftigen Gefechten an den Brettern. Lediglich an Brett zwei zeigten sich Martin Christlmaier und sein Gegenüber recht friedfertig. Nachdem sich in der Englischen Partie bald ein Damentausch abzeichnete, einigten sich die zwei auf ein Unentschieden. Helmut Fuchsgruber erspielte sich an Brett sechs mit Hilfe der Tarrasch-Verteidigung einen schönen Eröffnungsvorteil, überspannte dann aber den Bogen und verspeiste im Mittelspiel zu viele ungesunde Bauern, was den Verlust eines Springers nach sich zog. Wenig später kapitulierte der Dingolfinger. Diesen Nachteil glich anschließend aber der amtierende niederbayerische Seniorenmeister Kurt Hähnlein wieder aus. Im Orthodoxen Damengambit postierte er seine Schwerfiguren so druckvoll, dass schon ein kleiner Fehler des Geiselhöringers dem Dingolfinger zum Erfolg verhalf. Rudi Senff war dagegen am vorletzten Brett mit seinem Königsindischen Angriff nicht so erfolgreich. Sein Gegner wehrte alle Ausbrüche ab. Als alle Leichtfiguren getauscht waren, musste Senff in das Remis einwilligen; das entstandene Turmendspiel war nicht mehr zu gewinnen. Nun erfolgte am Spitzenbrett ein Paukenschlag:

Schach in Landau

Am Freitag (16.11) findet der Schachabend wegen der Umbaumaßnahmen in der Landauer Dreifachsporthalle im Kolpinghaus in Dingolfing (Obere Stadt 72) statt.

Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.