Manuel Albrecht gehört zu den erfolgreichen Jugendlichen des KlubsDie diesjährige Saison scheint für den Schachklub Landau-Dingolfing ein stetiges Auf und Ab in der Niederbayernliga zu werden. Nachdem man vor zwei Wochen noch recht unglücklich gegen den TSV Aidenbach verloren hatte, gelang am letzten Sonntag ein 5:3-Erfolg gegen die Gäste aus Grafenau. Dabei hätten Schachtheoretiker eine wahre Freude an dieser Begegnung gehabt: An den ersten vier Brettern kam es ausschließlich zu Sizilianischen Partien, aber in den unterschiedlichsten Variationen. Und in allen vier Spielen scheiterte diese Verteidigungsstrategie an den weißen Angriffen. Am ersten Brett versuchte Mannschaftsführer Hans Theiß im beschleunigten Sizilianischen Drachen seinen Gegner mit einem frühen Springerausflug zu überrumpeln. Der Grafenauer war jedoch gut vorbereitet, parierte den Ausfall mit leichter Hand und eroberte im Zuge eines heftigen Königsangriffs die Qualität für zwei Leichtfiguren. Diesen Vorteil setzte er im Endspiel auch sicher um. Am zweiten Brett konterte Martin Christlmaier den ihm vorgesetzten Sizilianer mit der Alapin-Eröffnung. Aus einem ruhigen Mittelspiel entstand ein Damenendspiel, wobei der Landauer am Damenflügel über die Bauernmajorität verfügte. Dieses kleine Plus setzte Christlmaier schnell genug um, noch bevor sein Kontrahent seine Zentrumsbauern in Bewegung setzen konnte. Diese Partie endete zu Gunsten des Klubs. Dr. Christoph Schultes optierte ebenfalls für den beschleunigten Sizilianischen Drachen. Zwei ungenaue Züge ließen den Jugoslawischen Gegenangriff des Grafenauers aber immer stärker werden und schließlich war Dr. Schultes nicht mehr in der Lage, die weiße Bauernumwandlung am Damenflügel zu verhindern. Alexander Hirtreiter packte an Brett vier den Sizilianischen Stier mit Hilfe der komplizierten Grand-Prix-Attacke bei den Hörnern. Nach einem schönen Bauerngewinn leitete er in ein gewonnenes Turmendspiel über.

Verkehrte Welt beim Schachklub Landau-Dingolfing: Während die vermeintlich stärkere erste Mannschaft schwächelt, brennt die zweite Mannschaft ein kleines Erfolgsfeuerwerk ab.

Mit Dietmar Weidlich, Gottlieb Kutschera, Florian Huber, Manuel Albrecht, Niklas Rohne, Felix Durmaier, Karl-Heinz Krause und Krystian Ofierzynski traten letztere fast in Bestaufstellung gegen den SC Straubing an. Zudem startete der Klub schon mit einem kleinen Vorteil: Die Straubinger kamen mit einem Mann weniger – ob dieser noch nachkommen würde, war ungewiss. In einem solchen Fall greift dann die Karenzzeit; während die FIDE – der Dachverband des deutschen Schachbundes – den sofortigen Verlust der Partie vorschreibt, darf ein Spieler sich in Niederbayern eine Stunde verspäten. Letztlich gewann Huber aber doch kampflos. Etwas später fiel auch auf den Brettern sieben und acht die Entscheidung: Krause nahm in einer geschlossenen Stellung ein Remisangebot seines Gegners an und Ofierzynski konnte – zum dritten Mal in dieser Saison – einen schnellen Sieg verzeichnen. Der Neuzugang bleibt damit der erfolgreichste Spieler der Saison. Rohne gab auch Remis – etwas enttäuschend, hätte er doch seinen Gegner in einigen Zügen Matt setzen können. Zwischenzeitlich gerieten die Siegesambitionen der Landauer ins Stocken:

Nach dem sehr mäßigem Start in die Saison vor drei Wochen mussten sich die Mannen des Schachklubs Landau-Dingolfing an diesem Wochenende zwei weiteren Angstgegnern stellen. Die erste Mannschaft trat beim TV Geiselhöring an, die die zweite Mannschaft war zu Gast bei der JVA Straubing. Gegen beide Kontrahenten hatte man im letzten Jahr noch böse Niederlagen einstecken müssen. Zur großen Freude aller sollte es dieses Mal aber anders kommen.

Hans Theiß war mit sich und seiner Mannschaft zufrieden.


Im Vereinslokal des TV Geiselhöring kam es zu zum Teil heftigen Gefechten an den Brettern. Lediglich an Brett zwei zeigten sich Martin Christlmaier und sein Gegenüber recht friedfertig. Nachdem sich in der Englischen Partie bald ein Damentausch abzeichnete, einigten sich die zwei auf ein Unentschieden. Helmut Fuchsgruber erspielte sich an Brett sechs mit Hilfe der Tarrasch-Verteidigung einen schönen Eröffnungsvorteil, überspannte dann aber den Bogen und verspeiste im Mittelspiel zu viele ungesunde Bauern, was den Verlust eines Springers nach sich zog. Wenig später kapitulierte der Dingolfinger. Diesen Nachteil glich anschließend aber der amtierende niederbayerische Seniorenmeister Kurt Hähnlein wieder aus. Im Orthodoxen Damengambit postierte er seine Schwerfiguren so druckvoll, dass schon ein kleiner Fehler des Geiselhöringers dem Dingolfinger zum Erfolg verhalf. Rudi Senff war dagegen am vorletzten Brett mit seinem Königsindischen Angriff nicht so erfolgreich. Sein Gegner wehrte alle Ausbrüche ab. Als alle Leichtfiguren getauscht waren, musste Senff in das Remis einwilligen; das entstandene Turmendspiel war nicht mehr zu gewinnen. Nun erfolgte am Spitzenbrett ein Paukenschlag:

Helmut Fuchgruber punktete an Brett 6.

Die neue Saison begann für den Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag so, wie die letztjährige: eher mau. Bereits im Vorfeld waren in der ersten Mannschaft mit Mirsad Adrovic, Rudi Senff und Dietmar Weidlich drei wichtige Stammspieler aus unterschiedlichen Gründen ausgefallen. Sie mussten durch Spieler aus der zweiten Mannschaft ersetzt werden, die nun ihrerseits entsprechend geschwächt an den Start ging. Gespielt wurde erstmals im Dingolfinger Kolpinghaus in der Oberen Stadt, dem neuen Spiellokal.

Gegen die Mannen des Schachvereins Schaibing, die beinahe in Bestbesetzung antraten, setzte es eine kräftige 5-zu-3 -Klatsche. Alexander Hirtreiter ließ sich im Königsgambit zu einem scharfen Figurenopfer hinreißen. Dadurch gewann er zwar deutlichen Entwicklungsvorsprung, sein Kontrahent verteidigte sich aber anschließend geschickt und konnte seinen König in Sicherheit bringen. Am Ende musste Hirtreiter mit einer Minusfigur die Segel streichen. Ganz ähnlich erging es Ersatzspieler Manuel Albrecht. In der Spanischen Abtauschvariante überschätzte er seine Möglichkeiten deutlich, wurde schon in der Eröffnung überspielt und kapitulierte bald darauf. Gottlieb Kutschera wählte die Sizilianische Verteidigung. Sein Gegner wich jedoch allen Finten aus und strebte ein ruhiges Mittelspiel an, das Kutschera schließlich Remis gab. Kurt Hähnlein tat es ihm wenig später gleich: Aus einer ruhigen Eröffnung heraus war ein völlig ausgeglichenes Endspiel geworden, das keine Seite mehr gewinnen konnte. Besser machte es dagegen Helmut Fuchsgruber. Der Dingolfinger, der keine sehr gute letzte Saison gespielt hatte, war dieses Mal in Topform: Im Colle-System ließ er dem Schaibinger keine Chance und klaute im Mittelspiel gleich mehrere Bauern. Das Läuferendspiel war klar schließlich gewonnen.

 

Vorstand Josef Reidl und die  Vereinsmeister  Dr. Christoph Schultes und  Martin Christlmaier (v.L.n.R)   Wie jedes Jahr fand die Hauptversammlung des Schachklubs Landau-Dingolfing in der Dreifachsporthalle Landau statt. Vereinsvorstand Josef Reidl begrüßte die anwesenden Mitglieder und berichtete anschließend über die vergangene Saison. Besonderen Raum nahmen dabei das Abschneiden der beiden Mannschaften in den niederbayerischen Ligen und der geplante Umzug des Spiellokals in das Kolpinghaus Dingolfing ein. Schatzmeister Alexander Hirtreiter stellte die Finanzen des Klubs dar, die sich auch in diesem Jahr erfreulich positiv entwickelt hatten.

 

Verbleib in der Niederbayernliga ist gewährleistet

 

Mannschaftsführer Hans Theiß war mit der Saisonleistung zufrieden.Es ist geschafft! Am Ende einer unglaublich engen und spannenden Saison konnte der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag in seinem Heimspiel gegen den SK Passau 2 durch ein 4:4 -Unentschieden den Verbleib in der Niederbayernliga perfekt machen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Schachfreunde aus dem Landkreis acht Zähler auf dem Konto stehen und es war nicht sicher, ob das ausreichen würde, zumal bis zum Schluss unklar blieb, wie viele Mannschaften aus der Regionalliga in die Niederbayernliga absteigen werden und wie viele Vereine deshalb die Niederbayernliga verlassen müssen. Die Mannen um Mannschaftsführer Hans Theiß hatten eine sehr wechselhafte Saison hinter sich: Großartige Siege gegen favorisierte Mannschaften wie den SV Schaibing und den FC Ergolding standen unglückliche, aber auch selbstverschuldete Niederlagen gegen etwas schwächere Vereine, wie den SC Bayerwald, gegenüber.

Am letzten Spieltag war nur soviel klar: Ein Unentschieden würde den Klassenerhalt aus eigener Kraft sichern, bei einem vollen Punktverlust hätte man nur noch auf „passende“ Ergebnisse aus der Regionalliga hoffen können. Besonders bitter war der Umstand, dass ausgerechnet am letzten Spieltag Mannschaftsführer Hans Theiß, sowie Alexander Hirtreiter und Gottlieb Kutschera aus beruflichen bzw. familiären Gründen aussetzten mussten und man - zum ersten Mal in der Saison - ernsthaft ersatzgeschwächt aufmarschierte. Was nun folgte, war eine beeindruckende kämpferische Leistung.

Christoph Schultes 4,5: 3,5 zu Gunsten des SV Röhrnbach, so lautete das zwar erwartete, bei genauer Betrachtung dann aber doch enttäuschende Endergebnis, das der Schachklub Landau-Dingolfing im Auswärtsspiel der Niederbayernliga einfuhr. Hans Theiß, Martin Christlmaier, Dr. Christoph Schultes, Helmut Fuchsgruber, Alexander Hirtreiter, Kurt Hähnlein, Rudi Senff und Gottlieb Kutschera hatten sich im Vorfeld wenig Hoffnungen gemacht. Der SV Röhrnbach war als Tabellenführer mit Aufstiegsambitionen doch klarer Favorit.

Zur Überraschung aller konnten die Dingolfinger aber durchaus mithalten. Mannschaftsführer Theiß bekam das tschechische Jugendtalent Jan Havlik vorgesetzt. Letzter spielt seit dieser Saison beim SV Röhrnbach und zählt mit seinen 2350 DWZ-Punkten zu den stärksten Spielern der Liga. Diesen Umstand ignorierend, ging Theiß mit den weißen Steinen aggressiv zu Werke und baute sich Schritt für Schritt die deutlich bessere Bauernstruktur auf.  So eingeengt, blieb dem Röhrnbacher nichts anderes übrig, als die Qualität für das Läuferpaar herzugeben, um sich zumindest etwas Luft zu verschaffen. Dennoch war nach ca. zwei Stunden die kleine Sensation perfekt: Theiß vermeldete einen vollen Punktgewinn.  Die Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten: An Brett zwei widerlegte der neue Niederbayerische Meister Roland Knechtel gekonnt Christlmaiers Tarrasch-Verteidigung. Es gelang ihm, den Landauer an der Rochade zu hindern und dessen König in der Brettmitte festzuhalten. Den wuchtigen Angriffen seines Kontrahenten konnte Christlmaier nichts mehr entgegen setzen und kapitulierte schließlich.

In der 6. Runde der Jugend Niederbayernliga trafen Florian Huber, Manuel Albrecht, Felix Durmaier, Manfred Pöschl auf die Jugendlichen des TSV Geiselhöring. Mit 2,5:1,5 gingen die Landauer als Sieger aus der vorletzten Begegnung hervor.


Auf Brett 1 entwickelte sich aus der Colle-Zuckertort Eröffnung ein ruhiges Spiel. Im 13. Zug konnte Huber allerdings durch einen Läufereinschlag in den gegnerischen Königsflügel einen Bauern gewinnen. Der Angriff verflachte jedoch und man einigte sich auf ein Remis.
Albrecht wurde mit einem ruhigen Engländer in der Symmetrie-Variante konfrontiert. Auch nachdem jeder Spieler im 33. Zug in einer ausgeglichenen Stellung nur noch 5 Bauern besaß, kämpften die Spieler weiter. Der Landauer verrechnete sich einige Züge später dann jedoch unglücklich und ermöglichte seinem Gegner den gewinnbringende Bauerndurchbruch.
An Brett drei entwickelte sich in der Italienische Partie eine wilde Stellung, in der es Pöschl gelang, seiner Gegnerin einen Dreifachbauern zu verpassen und damit ihre Bauernstruktur für das kommende Endspiel entscheidend zu schwächen.
Durmaier spielte als Weißer im Königsinder solide. Seine Gegnerin schlug im 19. Zug einen vergifteten Bauern und der Landauer konnte schließlich in einer sechszügigen Kombination auf der Grundreihe mattsetzen.

Schach in Landau

Der Schachabend am nächsten Freitag (28. Juli) entfällt. Am Freitag darauf (3. August) findet der Schachabend auf Grund der Umbaumaßnahmen in der Dreifachsporthalle Landau in Dingolfinger Kolpinghaus (Obere Stadt 72) statt.

Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.