Hans Theiß gewann souverän.

Der Schachklub Landau-Dingolfing zeichnet sich in dieser Saison durch eine ärgerliche Heimschwäche und eine bemerkenswerte Auswärtsstärke aus. Folgerichtig ging letzten Sonntag das Duell beim FC Ergolding II mit 6:2 zu Gunsten des Klubs aus. Allerdings waren die Dingolfinger als Favoriten angereist und an allen Brettern hinsichtlich der DWZ-Zahl deutlich überlegen, obwohl zwei Stammspieler kurzfristig ausgefallen waren.

Dieser Ausfall wirkte sich auf die Kampfstärke des Schachklubs jedoch nicht aus, im Gegenteil. Die Ersatzspieler Dietmar Weidlich an Brett sieben und Albert Schmol an Brett achten legten sich richtig ins Zeug und meldeten schon früh volle Punktgewinne! Schmol hatte sich auf die messerscharfe Drachenvariante eingelassen und schaffte es bald, in ein ausgeglichenes Turmendspiel zu gelangen. Damit gab er sich aber nicht zufrieden und attackierte weiter, bis seinem Gegner tatsächlich ein leichter Fehler unterlief, der dem Ergoldinger einen Bauern und dann letztendlich die ganze Partie kostete. Weidlich opferte schon früh Material, um eine etwas bessere Stellung zu erhalten. Diesen Einsatz gewann er wie erhofft bald wieder zurück und lenkte, wie Schmol, in ein gewonnenes Turmendspiel ein.

Danach ging es etwas zäher weiter. Dr. Christoph Schultes und Felix Durmaier sahen an den Brettern eins und sechs den Wald vor lauter Bäumen nicht, obwohl sie sich im Königsinder und im Halbslawen bereits schöne Stellungen erspielt hatten. Durmaier willigte schließlich im Mittelspiel in das Remis ein, während Dr. Schultes wenig später, auch wegen aufkommender Zeitnot, das Unentschieden durch dreimalige Zugwiederholung erzwang.

Wenig später kamen die Dingolfinger Schachfreunde wieder in die Spur: Helmut Fuchsgruber wagte im eigentlich eintönigen Abtauschfranzosen einen riskanten Angriff und riskierte sogar einen feindlichen Läufereinschlag in seine Königsstellung. Dieser Einschlag erwies sich aber als nicht tödlich, vielmehr führte Fuchsgrubers Angriff glorreich zum Sieg. Hans Theiß gab an Brett drei im Fianchetto-Königsinder einen Turm für zwei Leichtfiguren her und drang mit einem Bauern immer mehr in die Spielhälfte seines Kontrahenten ein. Als der Ergoldinger schließlich seine Dame zur Eroberung dieses Bauerns zurückbeorderte, rannte er direkt in den Mattangriff, den Theiß sorgsam vorbereite hatte.

Alexander Hirtreiter lieferte sich wie so oft einen vogelwilden Kampf mit seinem Gegner. Im Steinitz-Spanier mit entgegengesetzten Rochaden waren seine Figuren etwas schneller und auch diese Partie ging zu Gunsten der Dingolfinger aus. Lediglich Kurt Hähnlein griff an Brett fünf in der Englischen Eröffnung etwas daneben und musste die Waffen strecken. Mit diesem hohen Sieg bleibt der Schachklub Landau-Dingolfing in der oberen Tabellenhälfte der Niederbayernliga.

Die zweite Mannschaft des Vereins tat sich in der Bezirksliga West gegen die JVA Straubing sehr schwer und erlitt eine bedauerliche 5,5:2,5 – Niederlage. Lediglich Gottlieb Kutschera und Josef Reidl gewannen ihre Partien, Niklas Rohne steuerte einen halben Punkt bei.
Quelle: Dingolfinger Anzeiger, 26.01.2018

Schach in Landau

Am Freitag (21.09) findet der Schachabend wegen der Umbaumaßnahmen in der Landauer Dreifachsporthalle wieder im Kolpinghaus in Dingolfing (Obere Stadt 72) statt.

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Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.