Florian Huber spielte unentschieden.Am letzten Sonntag erlitt der Schachklub Landau-Dingolfing im Auswärtsspiel gegen den SC Rottal eine schwere 5:3-Niederlage. Die Schwierigkeiten hatten bereits im Vorfeld begonnen. Gleich reihenweise fielen ansonsten zuverlässige Stammspieler wegen Grippeerkrankung aus, so dass man nur mit Mühe acht Spieler zusammen bekam. Die Mannschaft, die schließlich antrat, glich auch mehr einem Lazarett als einer kampfeslustigen Truppe.

Zu diesen unglücklichen Umständen gesellte sich dann auch noch spielerisches Pech. Zwar war das Endergebnis nicht unverdient, aber über weite Strecken war der Klub den Rottalern ebenbürtig, so dass auch ein Gesamtunentschieden in Ordnung gewesen wäre. Aber es kam anders. Karl-Heinz Krause steckte gleich zu Beginn nach einer nimzowitschähnlichen Eröffnung etwas zu viel Bauern ins Geschäft. Seine Angriffsbemühungen verliefen im Sande und er musste bald die weiße Flagge hissen.

 

Auch Rudi Senff erwischte einen rabenschwarzen Tag. Seine sonst total solide Fianchetto-Aufstellung erwies sich dieses Mal gegen das Londoner System als unhaltbar. Bereits in der Eröffnung büßte er einen Bauern und das Rochaderecht ein. Für seinen routinierten Rottaler Gegner war der Rest nur noch reine Formsache. Immerhin erzielte Alexander Hirtreiter bald darauf den Anschlusstreffer. In einer Englischen Partie okkupierte er zügig das Zentrum und opferte im Mittelspiel geschickt eine Leichtfigur in die feindliche Königsstellung. Die nachfolgende Attacke konnte sein Kontrahent nicht mehr aufhalten. Florian Huber und Manuel Albrecht mühten sich in der Caro-Kann-Abtauschvariante und im abgelehnten Damengambit vergeblich um einen dauerhaften Vorteil. Bereits unter Zeitdruck geraten, akzeptierten sie schließlich beide die Punkteteilung.

Hans Theiß erspielte sich im Nimzoinder eine schöne Position, schätzte dann jedoch den Gegenangriff seines Opponenten falsch ein und kapitulierte schließlich. Dr. Christoph Schultes schaffte es, im Katalanen einen weit vorgerückten Freibauern zu bilden und seinen Gegner in dessen Bretthälfte zurückzudrängen. So unter Druck geraten, unterlief dem Rottaler ein verhängnisvoller Fehler, eine Läuferfesselung zwang ihn zur Aufgabe.

Felix Durmaier hatte ein ausgeglichenes Läuferendspiel auf dem Brett. Da der Spielstand jedoch schon drei zu vier zu Gunsten der Gastgeber lautete, lehnte er alle Remisgebote ab und versuchte tapfer alles, um doch noch irgendwie einen Sieg zu erringen. Dieser Mut wurde aber leider nicht belohnt. Sein Läufer verirrte sich bei einem Bauerraub zu weit an den Brettrand und sein Gegenüber schaffte am anderen Flügel den entscheidenden Durchbruch. In der Niederbayernliga nimmt der Schachklub nach dieser Pleite einen Platz im Mittelfeld ein.

 

Quelle: Dingolfinger Anzeiger, 28.02.2018


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