Hans Theiß war mit der Mannschaftsleistung zufrieden. Beim Auswärtsspiel gegen den SV Deggendorf konnte der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag einen knappen und zugegebenermaßen auch etwas glücklichen 4,5-zu-3,5-Sieg einfahren. Beide Teams waren ungefähr gleich stark aufgestellt und es entwickelten sich an fast allen Brettern spannende und heiß umkämpfte Partien. Lediglich an Position sechs glich sich nach einem Damenbauernspiel die Stellung schnell aus und so vereinbarte Kurt Hähnlein mit seinem Gegner zügig ein Remis.

Mannschaftsführer Hans Theiß bekam es an Brett drei mit dem DWZ-stärksten Deggendorfer zu tun und musste sehr vorsichtig agieren, um nicht unter die Räder zu kommen. Es gelang ihm aber recht gut, alle aufziehenden Gefahren unter Kontrolle zu bekommen und er erreichte schließlich doch den Remishafen. In diesen segelte bald darauf auch Alexander Hirtreiter ein. Am zweiten Brett hatte er ein undurchsichtiges Mittelspiel zu bestehen. Da es sein Kontrahent aber auch nicht auf einen riskanten Schlagabtausch ankommen lassen wollte, erfolgte auch hier der Friedensschluss.

Dann schien sich die Waage zu Gunsten der Dingolfinger zu neigen. Helmut Fuchsgruber wurde an Position vier mit einer ruhigen Variante der Französischen Verteidigung konfrontiert und erarbeitete sich langsam Stellungsvorteile. Seine Entscheidung, die Dame für zwei Türme zu tauschen, erwies sich als goldrichtig. Er war dadurch in der Lage, so viel Druck auf die feindliche Stellung aufzubauen, dass diese schließlich zusammenbrach und er einen vollen Punktgewinn vermeldete.

Fast unmittelbar darauf und von allen unbemerkt schlug am letzten Platz der Angriff von Rudi Senff durch. Seine Fianchettovariante wickelte er dieses Mal mit einem seltenen Damenflügelausfall ab, der nach einigen Ungenauigkeiten seines Gegenübers schlussendlich zum Partieerfolg führte.

Dann aber ging es steil bergab. Dr. Christoph Schultes, Michael Gahr und Manuel Albrecht kamen an den Brettern eins, fünf und sechs mit der souveränen Spielweise ihrer Gegner nicht zu Recht. Schultes verzettelte sich im Modernen Benoni völlig, geriet in Zeitnot und musste bald die weiße Flagge hissen. Gahr unterschätze die königsinidischen Fähigkeiten seines Gegenübers, der sich als Meister dieser Eröffnung erwies und schnell zwei Bauern eroberte und diesen Materialvorteil bis zum Ende nicht mehr abgab.

Albrecht stand in einem hoffnungslosen Endspiel mit Springern und Bauern vor den Trümmern seiner schachlichen Festung und der Klub hatte sich zu diesem Zeitpunkt mit der sicheren Mannschaftsniederlage bereits abgefunden. Aber irgendwie verlor sein Deggendorfer Kontrahent auf einmal den Faden und verfolgte auf Grund eines Rechenfehlers den völlig falschen Plan. Albrecht konnte wie aus dem nichts seinen Springer geschickt opfern und dadurch die gesamte Partie drehen und den entscheidenden Sieg erringen, mit dem bereits niemand mehr gerechnet hatte. Mit diesem etwas glücklichen Erfolg fiel dem Schachklub die Heimreise natürlich leicht.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 15.11.2018


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