Siegte souverän: Albert SchmolMit dem SC Straubing und dem SV Aham waren am letzten Sonntag zwei Angstgegner beim Schachklub Landau-Dingolfing zu Gast. In der Niederbayernliga wiederholte sich leider das Szenario der letzten Jahre: gegen den SC Straubing erlitt die erste Mannschaft des Klubs eine knappe 4,5:3,5-Niederlage. Dabei lief so ziemlich alles schief, was schief laufen konnte. Zunächst unterschätzte Helmut Fuchsgruber an Brett vier das Potenzial seiner eigenen Stonewall-Stellung und willigte gegen einen etwas schwächeren Kontrahenten in ein Unentschieden ein. Ähnliches ereignete sich am vorletzten Brett. Ersatzmann Felix Durmaier ließ sich in seiner Caro-Kann-Verteidigung von einem Königsangriff seines Opponenten zu sehr einschüchtern und nahm ebenfalls etwas voreilig ein Remisangebot an.

Michael Gahr überzog seine Position mit einem riskanten Zentrumsbauernvorstoß und erreichte gerade noch rechtzeitig den Remishafen. Dagegen griff Hans Theiß nach einem Rechenfehler im Geschlossenen Sizilianer daneben und büßte eine ganze Qualität ein. Diesen Nachteil konnte er im Endspiel nicht mehr kompensieren, seine Partie ging trotz tapferer Gegenwehr den Bach hinunter. Noch schlimmer erging es Manuel Albrecht. Obwohl er sich aus der Skandinavischen Eröffnung heraus gekonnt eine aussichtsreiche Position erspielt hatte, war er nicht mehr in der Lage, die Früchte seiner guten Arbeit zu ernten. Unter Zeitdruck übersah er einige Siegeschancen und verlor anschließend den Faden und bald darauf die ganze Partie.

Am letzten Platz parierte Rudi Senff das Budapester Gambit zunächst erfolgversprechend. Erheblicher Zeitdruck zwang jedoch auch ihn, seinem Gegenüber Remis anzubieten. Lediglich die beiden vorderen Bretter blieben einigermaßen im Soll. Beide mussten sich mit der Sizilianischen Verteidigung auseinandersetzen. Alexander Hirtreiter trotzte dem spielstärksten Straubinger schon früh ein Unentschieden ab und Dr. Christoph Schultes brachte nach einem Fehler seines Gegners sogar ein gewinnbringendes Damenopfer aufs Tableau. An der Gesamtniederlage änderte dies freilich wenig.

Die zweite Truppe des Vereins machte ihre Sache besser. Nach sechsstündigem Kampf stand ein 5:3-Erfolg gegen den SV Aham zu Buche. Die bemerkenswerteste Partie lieferte dabei Albert Schmol ab. Die Moderne Verteidigung seines Gegenübers beantwortete ganz abgebrüht mit einer gegenläufigen Rochade zum Damenflügel und einem anschließendem gnadenlosen Vormarsch seiner Königsflügelbauern, die die feindlichen Verteidigungsringe förmlich zerschmetterten und eine baldige Kapitulation erzwangen. Ihm gleich taten es die Brüder Moritz und Lukas Stöttner sowie Giacomo Barone, die auch volle Punktgewinne einfuhren. Gottlieb Kutschera und Krystian Ofierzynski steuerten je ein Unentschieden bei.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 23.01.2019


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