Helmut Fuchsgruber, Dietmar Weidlich und Alexander Hirtreiter fuhren volle Punktgewinne ein.

Mit einem klaren 5:3-Erfolg gegen den Tabellenletzten, den SC Vilshofen, machte der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag in der Niederbayernliga einen großen Tabellensprung nach vorne. Während in der Bezirksliga West der Kampf der zweiten Mannschaft gegen den SC Rottal witterungsbedingt sogar abgesagt werden musste, arbeitete sich die erste Mannschaft durch dichtes Schneetreiben und auf glatten Fahrbahnen langsam nach Vilshofen vor.

Dort angekommen entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch mit den Gastgebern, bei dem der Klub allerdings von Anfang an die Nase immer etwas weiter vorn hatte. Rudi Senff lies im klassischen Drachen nichts anbrennen und erspielte sich gegen einen starken Gegner früh ein wertvolles Unentschieden. Das erste Ausrufezeichen setzte schon nach gut zwei Stunden Helmut Fuchsgruber. Sein Kontrahent agierte im Tarrasch-Franzosen etwas zu passiv. Er ließ die Figuren des Dingolfingers zu voller Entfaltung kommen, bis diese das gesamte Brett beherrschten und schließlich die Kapitulation des Vilshofeners erzwangen.

Ebenfalls mit einem Franzosen, allerdings in der Warschauer Ausfertigung, bekam es Michael Gahr zu tun. Der Landauer akzeptierte den Abtausch der Leichtfiguren, war dadurch aber in der Lage, eine Lücke in die feindliche Königsstellung zu brechen. Sein Opponent schaffte es mit seinen Schwerfiguren nicht mehr, diese Schwäche zu decken. Ein kombinierter Turm-Dame-Angriff sicherte Gahr den vollen Punktgewinn.

Der Schachklub kam nur kurz ins Straucheln, als den Vilshofenern am letzten Brett der Anschlusstreffer glückte. Helmut Kurz überzog seine Aljechin-Verteidigung ein wenig und brachte seine Figuren nicht schnell genug aufs Brett. Das nutze sein Gegenüber geschickt aus. Wenig später war Kurz´ Stellung sturmreif geschossen, so dass nur die Aufgabe bliebt. Ersatzmann Dietmar Weidlich wetzte diese Scharte aber schnell wieder aus. Seine Zweispringereröffnung ohne Zentrumsbauern überraschte seinen Gegner und erzeugte gehörig Verwirrung im feindlichen Lager. Ein leichter Rechenfehler des Vilshofeners ließ die Partie zu Gunsten Weidlichs kippen, der einen tödlichen Läufervorstoß am Königsflügel ansetzte.

Dr. Christoph Schultes und sein Kontrahent behandelten den Geschlossenen Sizilianer sehr vorsichtig und hielten die Position zunächst völlig ausgeglichen. Erst im Turmendspiel legten beide einen Zahn zu. Sie spielten auf einmal entschlossen auf Gewinn. Zum Erstaunen der Zuschauer verschwanden die Türme vom Brett und es entstand eine Stellung mit verschiedenen Bauernminoritäten an beiden Flügeln, die nun aber tatsächlich von niemandem mehr zu gewinnen war, so dass man sich auf die Punkteteilung einigte.

Für die Entscheidung sorgte Alexander Hirtreiter. Nach anfänglich kompliziertem Ringen im sizilianischen Grand Prix Angriff erkannte sein Gegenüber zu spät einen schönen Turmabzug, der eine ganze Dame kostete. Damit war der Mannschaftssieg unter Dach und Fach. Die Niederlage von Florian Huber in der längsten Partie des Tages konnte daher verschmerzt werden. Nach der Torre-Attacke war der Dingolfinger stark in Zeitnot geraten und hatte im Mittelspiel eine entscheidende Gabel übersehen.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 05.02.2019


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