Alexander Hirtreiter gewann an Brett drei. Mit einem klaren 5:3 setzte sich der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag gegen den SK Landshut durch und heimste damit den dritten Sieg in der dritten Runde der Niederbayernliga ein – ein Novum in der Vereinsgeschichte. Man muss aber fairerweise sagen: an diesem Tag war der Klub der klare Favorit. Die Gäste aus Landshut hatten den Ausfall dreier starker Stammspieler zu beklagen und mussten an den hinteren beiden Brettern auf etwas schwächere Reservisten setzen. Die Dingolfinger traten dagegen in fast absoluter Bestbesetzung an. Dennoch taten sich die Gastgeber anfangs etwas schwer. Der größte Druck lastete auf Helmut Fuchsgruber und Felix Durmaier an den Brettern sieben und acht. Schließlich erwarteten alle nichts anderes als zwei Siege gegen die Landshuter Aushilfsspieler und das war alles andere als einfach. An beiden Plätzen entwickelte sich ein Damenbauernspiel. Die Dingolfinger konnten zwar einen leichten Druck aufbauen, die Landshuter wehrten sich aber wirklich tapfer und erst im Turmendspiel heimsten Fuchsgruber und Durmaier jeweils einen Mehrbauern ein, der dann auch zum Sieg ausreichte. In Topform präsentierte sich einmal wieder Mannschaftsführer Hans Theiß. Seine Lieblingseröffnung, das Damengambit, spulte er herunter wie ein Uhrwerk, während sein Gegner immer mehr Bedenkzeit verbrauchte. In Zeitnot unterliefen dem Landshuter schließlich ein paar kleinere Ungenauigkeiten, die Theiß aber schnell zu einem tödlichen Angriff ausnutzte. Beim Stand von 3:0 kam der Schachklub dann aber etwas ins Straucheln.

Dr. Christoph Schultes und Florian Huber erwischten an den Spitzenbrettern einen rabenschwarzen Tag und kamen gegen das Londoner System und gegen die Königsindische Verteidigung böse unter die Räder. Beide Male schätzen sie ihre Stellungen falsch ein und mussten schließlich kapitulieren. Michael Gahr gelang dagegen ein besserer Auftritt. In einer anfangs ausgeglichenen Struktur erspielte er sich kleinere Vorteile, die er im Endspiel in einen vollen Punkt ummünzte. Alexander Hirtreiter machte schließlich den Sack zu. Im Mittelspiel war ihm ein schöner Qualitätsgewinn geglückt, den er bis zum Schluss nicht mehr her gab. Die Niederlage von Manuel Albrecht in einer Italienischen Partie war damit nicht mehr ausschlaggebend. Die zweite Mannschaft hatte gegen den SC Rottal-Inn leider keine Chance und ging mit 2:6 unter. Für ein Ausrufezeichen sorgte hier Kurt Hähnlein an Brett eins. Mit den schwarzen Figuren bekam er es mit einem 200-DWZ-Punkte stärkeren Kontrahenten zu tun. Davon völlig unbeeindruckt spielte Hähnlein seine Partie ruhig und souverän herunter. Früh schon erarbeitete er sich Ausgleich und im Mittelspiel ergatterte er nach einer wunderschönen Kombination die feindliche Dame für einen Turmund einen Bauern. Dieser Materialvorteil reichte zum vollen Punktgewinn.

 

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 27.11.2019


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