Moritz Stöttner siegte für den SchachklubDie Bäume wachsen halt doch nicht in den Himmel. Dies musste am letzten Sonntag auch der Schachklub Landau-Dingolfing erfahren. Nach einer Siegesserie in der ersten Saisonhälfte der Niederbayernliga setzte es gegen den SC Ortenburg eine klare 6:2-Niederlage. Zwar waren die Ortenburger bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls verlustpunktfrei und damit gemeinsam mit den Dingolfingern an der Tabellenspitze; die Mannen um Mannschaftsführer Hans Theiß konnten aber leider nur eine gewisse Zeit Widerstand gegen das Desaster leisten. Nahezu an allen Brettern mussten sie bald mit positionellen oder taktischen Schwierigkeiten kämpfen.

Als erste strichen Rudi Senff und Helmut Fuchsgruber die Segel. Der Leningrader und die Slawische Abtauschvariante brachten ihnen im Mittelspiel kein Glück. Bald darauf kapitulierte Dr. Christoph Schultes am Spitzenbrett. Im Rossolimo-Sizilianer hatte er sich zwar einen schönen Königsflügelangriff erspielt, in Zeitnot übersah er aber die gewinnbringenden Züge. Trotz Qualitätsgewinn war er nicht mehr in der Lage, eine Gegenattacke mit Dame und Springer auf seine schwarze Majestät abzuwehren.

Michael Gahr und Hans Theiß taten es ihnen bald gleich. Auch sie zeigten in der Eröffnung und im Mittelspiel gute Leistungen, im Endspiel unterlagen sie dann aber ihren DWZ-stärkeren Gegnern. Immerhin schafften es Kurt Hähnlein und Manuel Albrecht, ihre Englischen und Schottischen Partien einigermaßen im Gleichgewicht zu halten und schließlich sogar die Punkteteilungen zu erzwingen. Als Einziger errang es Florian Huber an diesem Tag einen Sieg. Seine Torrevariante gegen den Königsindischen Aufbau des Ortenburgers erwies sich dann doch als gewinnbringend.

Traurig ging auch die zweite Mannschaft des Schachklubs mit 2,5:5,5 gegen den SC Grafenau unter. Die beste Leistung zeigte hier Moritz Stöttner, der in einem offenen Sizilianer beherzt die feindlichen Bastionen unter Druck setzt. Trotz ein paar weniger Ungenauigkeiten drängte er seinen Kontrahenten immer weiter Richtung Grundline, bis dem Grafenauer langsam die Luft aus ging. Ein sehenswertes Schein-Damenopfer bescherte ihm schließlich den Sieg.  Die zweite Mannschaft des Klubs befindet sich damit leider deutlich auf dem Abstiegsrang, während ihre Kollegen aus der ersten Truppe sich nach wie vor in der oberen Tabellenhälfte aufhalten.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 21.01.2020


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