Helmut Fuchsgruber siegte an Brett sechs.
4:4 lauteten die Ergebnisse der beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing zum Saisonauftakt am letzten Sonntag. Vor allem in der Niederbayernliga sorgte dies bei den Kämpfern des Klubs für sehr zufriedene Mienen, denn die Gastgeber vom SC Rottal waren parktisch in Bestaufstellung mit ihren österreichischen Spielern anmarschiert und an jedem Brett fast 100 DWZ-Punkte überlegen. Dennoch schlug man sich äußerst wacker.
 
Das erste Ergebnis vermeldete Martin Christlmaier an Brett 3. Bereits nach wenigen Zügen im Alapin-Sizilianer erhielt er ein verlockendes Remisangebot, dem er nicht widerstehen konnte. Damit war ein halber Punkt gesichert. Die nächste Punkteteilung  erfolgte nun am Spitzenbrett und sorgte bei allen Dingolfingern für Erleichterung: Mannschaftsführer Hans Theiß hatte sich mit den weißen Steinen in einer seltenen Variante des angenommenen Wolgagambits heillos vergaloppiert und stand bereits mit dem Rücken zur der Wand. Irgendwie schätzte dann jedoch der Rottaler seine eigene Stellung viel zu pessimistisch ein und schlug ein Remis vor. Diese Offerte nahm Theiß ohne zu zögern an.
Nun drehte der Klub richtig auf. Helmut Kurz hatte es sich am siebten Brett in seiner Lieblingseröffnung, dem Londoner System, gemütlich eingerichtet und baute langsam aber stetig Druck auf die feindliche Position auf. Seinem Kontrahenten unterlief schließlich ein ärgerlicher Fehler, den Kurz sofort zum Durchbruch nutzte. Es war der erste Sieg des Schachvereins in dieser Saison. Allerdings währte die Freude nicht lange. Gottlieb Kutschera behandelte am letzten Brett die Reti-Stellung nicht richtig und ließ einen starken Angriff auf seinen Königflügel zu. Diese Initiative nutze der Rottaler zum Partiegewinn.  Ganz ähnlich erging es Alexander Hirtreiter an Brett vier.  Im Wolgagambit mit vertauschten Farben verspeiste er einen Bauern zu viel und war anschließend nicht mehr in der Lage sich aus der tödlichen Umklammerung durch die feindlichen Figuren zu lösen.
 
Besser machte es da schon Kurt Hähnlein. An Brett fünf agierte er umsichtig und wehrte absolut souverän alle Angriffe seines Opponenten ab. Beide neutralisierten sich derart, dass auch hier bald die Friedenspfeife geraucht wurde.  Sehr interessant verlief das Spiel am zweiten Brett. Dr. Christoph Schultes wählte die beschleunigte Drachenvariante. Als sein Gegner am Königsflügel heftig attackierte, ging Schultes nicht in den Verteidigungsmodus, sondern startete einen Gegenangriff im Zentrum.  Dieses Vorgehen glich die Stellung tatsächlich aus. Als sich der Pulverdampf verzog, war für beide Seiten nichts mehr zu holen und so endete auch diese Partie unentschieden.
 
Für das erfreuliche Endergebnis sorgte schließlich Helmut Fuchsgruber. Im Fianchetto der Englischen Eröffnung riskierte er an Brett sechs mit den schwarzen Figuren einen rückständigen Bauern, um Raumgewinn im Zentrum zu erlangen. Ein übersehenes Zwischenschach kostete seinem Gegenüber im Mittelspiel eine Leichtfigur und bald darauf die gesamte Partie.        
 
Die zweite Mannschaft war auswärts gegen den TSV Ergoldsbach angetreten. Auch hier wurde hart gekämpft. Albert Schmol, Krystian Ofierzynski und Karl-Heinz Krause gewannen, Felix Durmaier und Florian Huber trugen je ein unentschieden zum Gesamtstand bei.
Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 21. Oktober 2014

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