Helmut Fuchsgruber punktete an Brett 6.Auch in der letzten Runde der Regionalliga Süd-Ost gab es für den Schachklub Landau-Dingolfing keinen Blumentopf zu gewinnen. Mit 5,5:2,5 unterlagen die heimischen Schachfreunde gegen den SF Starnberger See. Wirkliche Chancen auf den Tagessieg hatte man nie, auch wenn es durchaus recht erfreuliche Einzelleistungen gab. So ergatterte beispielsweise Mannschaftsführer Hans Theiß gegen einen starken Kontrahenten im Leningrader-Holländer ein beachtliches Remis. Gleich in der Eröffnung opferte er eine Qualität, um so einen Angriff auf den feindlichen Königsflügel zu ermöglichen. Die Rechnung ging fast auf. Der Starnberger musste seine ganze Kunst aufbieten, um die Attacke abzuwehren. In ziemlicher Zeitnot übersah Theiß den entscheidenden Siegeszug und willigte in die Punkteteilung ein.

Martin Christlmaier und Alexander Hirtreiter lieferten sich mit ihren nach DWZ-Zahl überlegenen Gegnern ebenfalls wilde Gefechte in der Tartakower-Variante des abgelehnten Damengambits und im Läuferspiel. Christlmaier erreichte ein nicht mehr zu gewinnendes Damenendspiel, während Hirtreiters Opponent sich nach einem missglücken Figurenopfer ins Dauerschach flüchtete. Beide Partien endeten remis.

Am erfolgreichsten war dieses Mal Helmut Fuchsgruber, für den die ganze Saison bis zu diesem Zeitpunkt alles andere als gut gelaufen war. Das Doppelfianchetto im Königinder beherrschte er ausgezeichnet und nachdem sein Turm auf die vorletzte feindliche Linie vorgedrungen war, brach die Abwehr des Starnbergers zusammen.


Dietmar Weidlichs Königgambit und die Pirc-Verteidung von Rudi Senff funktionierten dagegen weniger gut. Senff unterschätze das Angriffspotenzial der gegnerischen langen Rochade und musste schon im Mittelspiel die weiße Fahne hissen. Weidlich hatte für die Initiative etwas zu viele Bauern geopfert. Diesen Rückstand konnte er im Endspiel nicht mehr wettmachen.

Dr. Christoph Schultes behandelte das Wolgagambit alles andere als korrekt. Von Anfang an unter Druck kam er nie zu wirklichem Gegenspiel. Im 34. Zug war seine Stellung aufgabereif. Kurt Hähnlein entschied sich für das orthodoxe Damengambit und wagte einen etwas riskanten Vorstoß im Zentrum. Dadurch konnte der Starnberger einen Gegenschlag mit Springer und Läufer durchführen, der ihm schließlich den Sieg einbrachte.

Trotz des insgesamt schlechten Abschneidens war die Saison in der Regionalliga Süd-Ost eine einzigartige und seltene Erfahrung für den Schachklub Landau-Dingolfing. Nun darf man wieder in die Niederbayernliga zurückkehren und auf etwas „spielbarere“ Konkurrenten hoffen. Besonderer Dank gebührt, wie schon in der letzten Saison, der Kolpingfamilie und deren Gastfreundschaft. Der Klub profitierte schon zum zweiten Jahr in Folge von den Räumlichkeiten des Kolpinghauses, die sich ganz ausgezeichnet als Spiellokal eigneten.

 

Quelle: Dingolfinger Anzeiger, 09.04.2014

 


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