Albert Schmol siegte souveränEin etwas enttäuschendes 4:4-Unentschieden beim SC Straubing II war das einzige greifbare Ergebnis, das die beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing an diesem Sonntag einfahren konnten. In der Regionalliga Süd-Ost gerieten die Mannen um Hans Theiß wie erwartet mit 2:6 beim TSV Trostberg unter die Räder. Für den Ehrentreffer sorgte Alexander Hirtreiter mit einer schönen Kombination am Königsflügel. Die Regionalliga erwies sich wieder einmal als zu stark für den heimischen Klub.
Die zweite Mannschaft machte es nur ein wenig besser. Durch den Gleichstand in Straubing büßte sie die Tabellenführung in der Bezirksliga West ein und muss in der letzten Runde nun auf Schützenhilfe im Fernduell gegen die Truppe der Justizvollzugsanstalt hoffen. Dabei kamen die Kämpfer um Florian Huber durchaus als Favoriten in die Donaustadt. Die Straubinger hatten jedoch eine spielstarke Formation aufgeboten und wehrten sich erfolgreich gegen die drohende Niederlage. Zuerst traf es Felix Durmaier. Seine passive Eröffnung führte zu einer gedrückten Stellung, in der er schließlich einen Bauern hergeben musste. Der Straubinger baute seinen Vorteil weiter aus und zwang den Dingolfinger im Läufer-Springer-Endspiel schließlich in die Knie. Diesen Rückstand holte zum Glück Albert Schmol wieder auf. Der Neuzugang des Klubs wurde im Königsgambit mit sehr ruhigen Verteidigungszügen seines Kontrahenten konfrontiert. Ein schöner Damenausfall brachten Schmol zwei gesunde Mehrbauern ein. Als einer von diesen die siebte Reihe erreichte, kapituliert der Straubinger.
Als dann auch noch Niklas Rohne nach einer unregelmäßigen Eröffnung seiner Gegnerin einen schönen Druck auf den c4-Bauern ausüben und diesen sogar gewinnen konnte, schien sich das Blatt zu Gunsten des Schachvereins zu wenden. Rohne vermeldete schließlich den vollen Punktgewinn und der Mannschaftssieg schien zum Greifen nah. Dann aber sahen Karl-Heinz Krause und Florian Huber den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, obwohl sie aus dem Sizilianer ziemlich gut herausgekommen und bereits auf dem richtigen Weg waren. Zwei unbefriedigende Remisen waren die Folge. Manuel Albrecht reagierte im Schotten etwas ambitionslos und strebte nach dem Damentausch eine verschachtelte Stellung an, in der keine Seite einen Durchbruch erhoffen durfte. Die Punkteteilung war die logische Folge. In eine solche willigte bald darauf auch Krystian Ofierzynski. Allerdings durfte er um das Unentschieden froh sein: sein Isolani erwies sich im Mittelspiel als ziemlich anfällig und er konnte sich durchaus glücklich schätzen, dass sein Opponent die entscheidenden Angriffspunkte nicht erkannte.
Nun hing alles von Dietmar Weidlich ab. Die Pric-Eröffnung schreckte Weidlich nicht, im Gegenteil. Ein zweischneidiges Bauernopfer seines Gegners nahm Weidlich mutig an und ließ sich auf eine sehr komplizierte aber durchaus spielbare Stellung ein. Die Berechnung dieser Stellung kostete aber derart viel Zeit, dass Weidlich im 39. Zug seine Bedenkzeit aufbrauchte und somit ziemlich unverdient seine Partie verloren geben musste.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 12.02.2014


Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.