Foto: Karl-Heinz Krause erstritt einen vollen Punkt.Dass an manchen Tagen alles schief laufen kann, das mussten die beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Wochenende erfahren. Geradezu reihenweise fiel Stammpersonal aus. Dabei spielten sowohl berufliche als auch private Gründe und Krankheiten eine Rolle. Die Lage war so ernst, dass die zweite Mannschaft am Samstag sogar nur mit sieben Mann gegen die Schachgruppe der JVA Straubing antreten musste. Dabei entschieden sich die Vereinsspieler, das Spitzenbrett frei zu lassen und somit diesen Punkt kampflos aufzugeben.

Diesen anfänglichen Rückstand konnte, der wie gewohnt zuverlässige, Krystian Ofierzynski schnell ausgleichen. Nach seiner recht passiven Tschigorin-Verteidigung lenkte er in ein kompliziertes Mittelspiel und eroberte durch eine schöne Kombination das Läuferpaar für einen Turm. Als dann auch noch der letzte gegnerische Freibauer erobert wurde, war der erste Sieg des Klubs perfekt.

Manuel Albrecht agierte im Paulsen-Kann-Sizilianer anfangs auf Grund eines überhasteten Springertausches recht unglücklich, erzwang dann aber recht geschickt ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, das für seinen Kontrahenten nicht mehr zu gewinnen war und man einigte sich daher auf ein gerechtes Remis. Dann jedoch gerieten die Schachfreunde aus dem Landkreis wieder in Rückstand, als Albert Schmol - ebenfalls im Sizilianer - am Damenflügel zu heftig attackierte und im 25. Zug eine Figur und wenig später die Partie verlor. Ganz ähnlich erging es Helmut Stadler im Damengambit. Ein simpler Rechenfehler ruinierte sein gesamtes Spiel.

 

Gott sei Dank war zumindest am sechsten Brett dem Klub das Glück hold. Karl-Heinz Krause hatte sich bereits in eine schwierige Stellung manövriert, die seinen Opponenten aber ebenfalls leicht überforderte. Der Vertreter der JVA griff im entscheidenden Moment daneben und ließ eine Leichtfigur stehen. Dieses Geschenk nahm Krause gerne an und verwertete seinen Vorteil zu einem vollen Punkt.

Bemerkenswert souverän agierte Niklas Rohne an Brett vier in der Englischen Variante. Keine Lücken in seiner Position lassend, wehrte er völlig ruhig einen Angriff auf seinen Königsflügel ab und konterte seinen Gegner in der Brettmitte aus, so dass dieser im 55. Zug entnervt aufgab.

Josef Reidl hätte an diesem Tag alles zum Guten wenden können. Am siebten Brett hatte er seinen Gegenüber im Sizilianer mit vertauschen Farben schon überspielt und die Qualität gewonnen. Danach fand Reidl jedoch eine ganze Weile keinen Weg durch die feindliche Festung und willigte schließlich etwas verunsichert in ein Remis ein. Damit sicherte er zumindest das Gesamtergebnis von 4:4 ab.

Der ersten Mannschaft erging es am Sonntag gegen die deutlich stärkeren Mannen des SK Gräfelfing viel schlechter. Mit 2:6 setzte es für Martin Christlmaier, Dr. Christoph Schultes, Alexander Hirtreiter, Helmut Fuchsgruber, Helmut Kurz, Gottlieb Kutschera, Rudi Senff und Felix Durmaier eine heftige Niederlage. Lediglich Helmut Kurz zeigte eine hervorragende Leistung. Obwohl ihn und seinen Gegner fast 300 DWZ-Punkte trennten, spielte er im Pillsbury-Angriff locker auf und im anschließenden Endspiel nutzte er einen Flüchtigkeitsfehler des Gräfelfingers aus und eroberte einen Bauern. Trotz verschiedenfarbiger Läufer schob er seinen Mehrbauern bis auf die vorletzte Reihe und als die Umwandlung nicht mehr zu stoppen war, gab sein Gegner auf.

 

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 13.11.2013


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