Rudi Senff gehörte ebenfalls zu den Siegern        Es war schließlich doch der erhoffte Sieg, den der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag gegen den SC Rottal 3 feiern konnte. Dieses Ergebnis war umso wichtiger, als der Klub sich nach wie vor gefährlich nahe an der Abstiegszone der Niederbayernliga befindet. Allerdings fiel der Triumpf mit 6,5 zu 1,5 Punkten doch etwas zu hoch aus, das Glück war den Dingolfingern im Auswärtskampf dieses Mal doch recht hold gewesen.  Zwei Stunden lang leisteten die Rottaler erbitterten Widerstand, dann aber neigte sich die Waagschale langsam aber sicher zu Gunsten der Gäste. Als erste meldeten Kurt Hähnlein (Brett fünf) und Helmut Kurz (Brett acht) volle Punktgewinne. Hähnleins Gegner hatte das angenommene Damengambit etwas unglücklich behandelt, so dass ihm der amtierende niederbayerische Seniorenmeister die Rochade zerstören und anschließend eine Leichtfigur erobern konnte.  Helmut Kurz dagegen setzte im Staunton-Holländer alles auf eine Karte, verspeiste einen ziemlich vergifteten Bauern und starte anschließend einen verzweifelten Verteidigungskampf.

Sein Kontrahent setzte Gott sei Dank nicht korrekt nach, so dass Kurz tatsächlich am Ende mit dem siegbringen Mehrbauern verblieb.  Die Italienische Partie stellte Martin Christlmaier von Anfang an vor keine allzu großen Probleme. Im Mittelspiel tappte sein Gegenüber in eine Falle und warf bald darauf das Handtuch. Da es nun vier zu Null stand, willigte Helmut Fuchsgruber am sechsten Brett in ein Unentschieden ein, um den Mannschaftserfolg sicher zu stellen. Das wäre gar nicht nötig gewesen, denn auch Rudi Senffs Attacke auf den gegnerischen König verlief an Brett sieben erfolgreich. Der Königsindische Angriff, die Lieblingseröffnung des Dingolfingers, erwies sich wieder einmal als durchschlagend. Auch Dr. Christoph Schultes war nach hartem Kampf in der Lage, an Brett drei einen Erfolg zu erzielen. Die Slawische Eröffnung kostete dem Rottaler im Mittelspiel zwei Bauern. Obwohl sich das Schwerfigurenendspiel als etwas schwierig erwies, war  Dr. Schultes schließlich doch in der Lage, sich einen gedeckten Freibauern zu verschaffen und seinem Kontrahenten vor unlösbare Aufgaben zu stellen. Pech hatte nur Alexander Hirtreiter. Im Franzosen riskierte er, angesichts des bereits feststehenden Gesamtsieges, etwas zu viel, übersah einen gefährlichen Gegenschlag und gab schließlich auf.

Tragische Helden an diesem Tag waren dagegen die Kämpfer der zweiten Mannschaft. Sie mussten in der Bezirksliga West bei ihrem unmittelbaren Auftiegskonkurrenten, dem Schachklub Landshut, antreten. Zuvor hatten sie bereits einen Spieler an die erste Mannschaft abgeben und auf einen weiteren Stammspieler, der krankheitsbedingt ausfiel, verzichten müssen. Angesichts der überlegenen Spielstärke der Landshuter, die bisher die gesamte Liga dominierten, machte man sich daher ohnehin keine allzu großen Hoffnungen. Was aber nun folgte, war ein Musterbeispiel an Entschlossenheit und Kampfesfreude. Gottlieb Kutschera, Felix Durmaier und Karl-Heinz Krause konnten ihre Gegner, die im Schnitt 200 DWZ-Punkte mehr auswiesen, besiegen. Durch die Remis von Manuel Albrecht und Niklas Rohne kam es zu einem überraschenden 4:4-Endstand.  Da die Landshuter vor diesem Treffen in der Liga aber bereits einen Mannschaftspunkt Vorsprung hatten, dürfte ihnen die Meisterschaft wohl trotzdem kaum mehr zu nehmen sein. Natürlich ging nach diesem Waffengang die Diskussion los, was wäre gewesen wenn man nicht ersatzgeschwächt hätte antreten müssen. Diese Gedanken sollten aber nicht in den Hintergrund drängen, wie dieses Ergebnis letztendlich zu Stande kam: durch eine ausgezeichnete Leistung.

 

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 15. Januar 2013, S.17


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