Verkehrte Welt beim Schachklub Landau-Dingolfing: Während die vermeintlich stärkere erste Mannschaft schwächelt, brennt die zweite Mannschaft ein kleines Erfolgsfeuerwerk ab.

Mit Dietmar Weidlich, Gottlieb Kutschera, Florian Huber, Manuel Albrecht, Niklas Rohne, Felix Durmaier, Karl-Heinz Krause und Krystian Ofierzynski traten letztere fast in Bestaufstellung gegen den SC Straubing an. Zudem startete der Klub schon mit einem kleinen Vorteil: Die Straubinger kamen mit einem Mann weniger – ob dieser noch nachkommen würde, war ungewiss. In einem solchen Fall greift dann die Karenzzeit; während die FIDE – der Dachverband des deutschen Schachbundes – den sofortigen Verlust der Partie vorschreibt, darf ein Spieler sich in Niederbayern eine Stunde verspäten. Letztlich gewann Huber aber doch kampflos. Etwas später fiel auch auf den Brettern sieben und acht die Entscheidung: Krause nahm in einer geschlossenen Stellung ein Remisangebot seines Gegners an und Ofierzynski konnte – zum dritten Mal in dieser Saison – einen schnellen Sieg verzeichnen. Der Neuzugang bleibt damit der erfolgreichste Spieler der Saison. Rohne gab auch Remis – etwas enttäuschend, hätte er doch seinen Gegner in einigen Zügen Matt setzen können. Zwischenzeitlich gerieten die Siegesambitionen der Landauer ins Stocken:

Weidlich befand sich auf dem Spitzenbrett in einem verzwickten Endspiel, während Kutschera und Albrecht einen Bauern im Rückstand waren. Für einen Sieg waren noch 1,5 Punkte notwendig und auch Durmaier musste in einer ausgeglichenen Stellung ordentlich kämpfen.

Doch die Sorgen stellten sich als unbegründet heraus: Weidlich konnte nach einer Ungenauigkeit seines Kontrahenten locker gewinnen und Durmaier trug mit einem halben Punkt zum Mannschaftssieg bei. Als dann noch Albrecht einen Fehler seines Gegners ausnutze und gewann, einigte sich auch der letzte spielende Straubinger mit Kutschera auf ein Remis.

Mit einem respektablen 6:2-Sieg nach nur drei Stunden Spielzeit setzt die zweite Mannschaft des Schachklubs einen gelungenen Saisonstart fort.

Die erste Mannschaft erwischte im Heimspiel gegen die Aufsteiger aus Aidenbach einen rabenschwarzen Tag. Mannschaftsführer Hans Theiß hatte es gegen den spielstärksten Gegner erwartungsgemäß schwer. In rasender Zeitnot konnte er dann auch seine gute Stellung nicht verwerten und musste schließlich ausgeben. Völlig unerwartet war die Schwäche an den hinteren Brettern. Den ansonsten so zuverlässigen Kämpfern Kurt Hähnlein, Helmut Fuchsgruber und Rudi Senff unterliefen ungewohnte Schnitzer, die allesamt den Partieverlust nach sich zogen. Da Martin Christlmaier ebenfalls nur remis spielte, konnten die Siege von Helmut Kurz, Alexander Hirtreiter und Dr. Christoph Schultes den Tag nicht mehr retten. Die bittere 4,5:3,5-Niederlage kam überraschend; es bleibt zu hoffen, dass es sich um einen einmaligen Ausrutscher handelt.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 28.11.2012, S.19


Schach in Dingolfing

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