Verbleib in der Niederbayernliga ist gewährleistet

 

Mannschaftsführer Hans Theiß war mit der Saisonleistung zufrieden.Es ist geschafft! Am Ende einer unglaublich engen und spannenden Saison konnte der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag in seinem Heimspiel gegen den SK Passau 2 durch ein 4:4 -Unentschieden den Verbleib in der Niederbayernliga perfekt machen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Schachfreunde aus dem Landkreis acht Zähler auf dem Konto stehen und es war nicht sicher, ob das ausreichen würde, zumal bis zum Schluss unklar blieb, wie viele Mannschaften aus der Regionalliga in die Niederbayernliga absteigen werden und wie viele Vereine deshalb die Niederbayernliga verlassen müssen. Die Mannen um Mannschaftsführer Hans Theiß hatten eine sehr wechselhafte Saison hinter sich: Großartige Siege gegen favorisierte Mannschaften wie den SV Schaibing und den FC Ergolding standen unglückliche, aber auch selbstverschuldete Niederlagen gegen etwas schwächere Vereine, wie den SC Bayerwald, gegenüber.

Am letzten Spieltag war nur soviel klar: Ein Unentschieden würde den Klassenerhalt aus eigener Kraft sichern, bei einem vollen Punktverlust hätte man nur noch auf „passende“ Ergebnisse aus der Regionalliga hoffen können. Besonders bitter war der Umstand, dass ausgerechnet am letzten Spieltag Mannschaftsführer Hans Theiß, sowie Alexander Hirtreiter und Gottlieb Kutschera aus beruflichen bzw. familiären Gründen aussetzten mussten und man - zum ersten Mal in der Saison - ernsthaft ersatzgeschwächt aufmarschierte. Was nun folgte, war eine beeindruckende kämpferische Leistung.

 

Martin Christlmaier lieferte sich an Brett eins eine vogelwilde Partie mit seinem Passauer Kontrahenten. Dieser bot Christlmaier einen Bauern an, in der Absicht, sich das Läuferpaar zu erhalten und dem Landauer die Rochademöglichkeit zu nehmen. Zum Erstaunen aller Mitspieler nahm Christlmaier dieses Bauernopfer tatsächlich an, verteidigte sich bis ins Endspiel verbissen und rettete seinen Materialvorteil bis ins Ziel. An Brett zwei kam es zwischen Dr. Christoph Schultes und seinem Gegner zu einem taktisch versierten Kampf. Die Katalanische Eröffnung bot beiden Seiten Chancen. Dann aber griff der Passauer etwas voreilig zu und verspeiste zu viele Bauern, so dass dadurch einer seiner Türme ins Abseits geriet und Schultes einen erfolgreichen Angriff auf den feindlichen König starten konnte. Dagegen hatte Helmut Fuchsgruber mit seiner Französischen Verteidigung weniger Erfolg: Sein Gegenüber zerstörte durch die Aufgabe der Qualität den Königsflügel des Dingolfingers, der bald darauf kapitulierte.

Dietmar Weidlich musste sich ebenfalls mit dem Franzosen auseinander setzten, allerdings mit den weißen Figuren. Und auch an diesem Brett ging diese Variante sang- und klanglos unter - nur dieses Mal zu Gunsten des Schachklubs! Am letzten Platz spielte Bernhard Feicht die Moderne Eröffnung solide und ohne jedes Risiko. Die einvernehmliche Punkteteilung war demnach die logische Konsequenz. Es fehlte jetzt noch ein halber Punkt zum rettenden Mannschaftsunentschieden. Den lieferte der mehrfache niederbayerische Seniorenmeister Kurt Hähnlein an Brett vier. Sowohl die Königsindische Verteidigung als auch die Spielstärke seines Gegners brachten ihn nicht aus der Ruhe und als schließlich ein Turmendspiel mit gleicher Bauernzahl entstand, musste der Passauer ins Remis einwilligen. Dass Helmut Kurz und Rudi Senff die Holländische Verteidigung und die Pirc-Eröffnung nicht korrekt behandelten und von den Passauern überspielt wurden, trübte die Stimmung der Schachfreunde nur wenig. Es darf also die vierte Saison in Folge in Niederbayerns höchster Liga gespielt werden.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 18.04.2012, S. 17


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