Beide Mannschaften erlebten Pleiten

Manfred Pöschl erkämpfte für den Klub ein Remis.

So hatten sich die Schacherer aus dem Landkreis den Saisonauftakt nun wirklich nicht vorgestellt: sowohl für die erste als auch für die zweite Mannschaft setzte es in der Niederbayernliga bzw. in der Bezirksliga West je eine ärgerliche 3,5 zu 4,5- Pleite. Das Pech begann jedoch schon im Vorfeld: Mit Martin Christlmaier, Mirko Adrovic, Dietmar Weidlich und Felix Durmaier fielen aus beruflichen oder schulischen Gründen gleich vier Leistungsträger aus. Dennoch wären die beiden Mannschaften ihren Gegner aus Regen und Straubing durchaus gewachsen gewesen, wenn das Unglück nicht auch während des Kampfes mehrfach zugeschlagen hätte. 

In Regen geriet der Klub bereits früh in Rückstand.  Das Klingeln eines Handys  wurde entsprechend den FIDE-Schachregeln mit dem sofortigem Verlust einer Partie bestraft. Helmut Fuchsgruber musste an Brett drei gegen den spielstärksten Regener antreten. Letzterer zerlegte durch ein absolut sehenswertes zweifaches Figurenopfer Fuchsgrubers Orang-Utan Eröffnung und erzwang die Aufgabe des Dingolfingers.  Mit der gleichen Eröffnung bekam es Dr. Christoph Schultes an Brett zwei zu tun. Seine Partie kam einem quälenden Abwehrkampf  gegen seinen ebenfalls wertungsstärkeren Kontrahenten gleich. Immerhin konnte Dr. Schultes zumindest ein Remis einfahren.  Hans Theiß, Alexander Hirtreiter und  Kurt Hähnlein mühten sich nach Kräften ab, waren aber nicht in der Lage, ihre Gegner im  Engländer und beim Damengambit zu überspielen.  Die Regener verteidigten geschickt ihren Vorsprung und hielten diese Partien so lange ausgeglichen, bis sich die Vertreter des Schachklubs mit dem Unentschieden abfinden mussten.  Bernhard Feicht opferte in der Skandinavischen Eröffnung mutig einen Läufer in die feindliche Königsstellung; nach einer guten Parade des Regeners  sprang jedoch bloß ein Dauerschach und damit ebenfalls ein Remis heraus. Lediglich Helmut Kurz fand eine Lücke in der gegnerischen Verteidigung; mit Turm und Dame drängte er die feindlichen Figuren auf die Grundreihe zurück und nutze seinen Raumvorteil zum entscheidenden Materialgewinn. Letztendlich war dieser schöne Sieg aber nur noch Ergebniskosmetik.

Der zweiten Mannschaft erging es ganz ähnlich. Obwohl die Straubinger auch nicht in Bestform angetreten waren, leisteten sich die Dingolfinger an den Brettern eins bis drei Figureneinsteller und Ungenauigkeiten im Turmendspiel. Dies führte jeweils zum Partieverlust.  Mannschaftsführer Florian Huber holte nach druckvollem Figurenspiel zwar einen vollen Punkt und damit etwas auf. Hermann Stadler, Karl-Heinz Krause und Manfred Pöschl taten sich aber überraschend schwer gegen ihre jungen Straubinger Kontrahenten, die hoch motiviert und angriffslustig zu Werke gingen. Alle drei konnten zwar im Endspiel leichte Vorteile herausschlagen, aber keine entscheidenden Gewinnzüge finden. So blieben es durchwegs beim Remis. Eine erfreuliche Überraschung gab es immerhin an Brett acht: Christoph Schmid kam hier zu seinem Ersteinsatz, der noch dazu sehr kurzfristig festgelegt werden musste. Der Landauer zeigte sich von dieser neuen Erfahrung unbeeindruckt, spielte unbekümmert auf und überraschte im Mittelspiel seinen Gegenüber mit einer schönen Kombination, die einen vollen Punkt einbrachte.  Am Schluss stand aber auch die Zweite Mannschaft mit leeren Händen da.

 

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 05.10.2011, Seite 23


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