Felix Durmaier gewann an Brett 2.In der Bezirksliga West empfing der Schachverein Landau-Dingolfing als Gastgeber den SC Simbach. Stark geschwächt, da es viele Ausfälle gab und einige Stammspieler nicht antreten konnten, ging man mit einem mulmigen Gefühl an die Bretter.

Als alle Simbacher eingetroffen waren, konnte es nach einer kurzen Ansage der Mannschaftsführer auch schon losgehen.

Recht unangenehm sah es bei Gottlieb Kutschera am Spitzenbrett und bei Florian Huber an Brett 3 aus, da die beiden Landauer nicht allzu gut aus der Eröffnung kamen. Auch Karl-Heinz Krause hatte offensichtlich Schwierigkeiten, unbeschadet ins Mittelspiel zu gelangen. Alle anderen Spieler des Schachklubs ließen es hingegen langsamer angehen. Jedoch dauerte es nicht lange, bis Florian Huber die Oberhand gewann. Sein Kontrahent hatte sich nach einem Springerausfall des Landauers verrechnet und verlor ohne jede Kompensation einen Läufer und dann die Partie.

Allerdings geriet stattdessen der sonst so zuverlässige Punktelieferant Gottlieb Kutschera an Brett 1 immer mehr in Probleme. Auf Grund seiner passiven Eröffnung musste er einen Bauern opfern, um wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit für seine Figuren zu schaffen. Sein Opponent ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und verwertete den Vorteil bis zum vollen Punktgewinn.

Felix Durmaier erwischte zunächst ebenfalls einen sehr schlechten Start. Auf Grund einiger Zeitprobleme gingen im Londoner System gleich zwei Bauern flöten. Es sah also nicht wirklich gut aus, zumal nun Karl-Heinz Krause die weiße Flagge hissen musste. Einige ungenaue Züge hatten seinen Gegner die Oberhand gewinnen und ein schönes Mattnetz knüpfen lassen. Es stand 2:1 für die Simbacher.

Dann jedoch sorgte Albert Schmol für einen Lichtblick im Geschehen, indem er seine Partie an Brett 5 souverän gewann. Von Anfang an hatte er den Druck auf die feindliche Königsstellung aufgebaut und gelangte schließlich erfolgreich zum Durchbruch. Als nächster vermeldete Fabian Reidl an Brett 6 einen Sieg. Er verleitete im Endspiel seinen Kontrahenten zu einem unkorrekten Leichtfigurenopfer. Dies brachte dem Simbacher zwar einen weit vorgerückten Freibauern ein,  Reidl war jedoch in der Lage, diesen Freibauern mit seinem Springer gerade noch rechtzeitig zu stoppen. Damit entschied er die Partie zu seinen Gunsten.

Manfred Pöschl ließ an Brett 8  mit 3 Mehrbauern im Turmendspiel nichts anbrennen und holte den wichtigen vierten Punkt, mit dem ein Unentschieden schon einmal sicher war. Daraufhin willigte Hermann Stadler trotz seiner hart erkämpften Mehrfigur an Brett 7 in das angebotene Remis ein. Der Sieg des Schachklubs stand damit fest.  

An Brett 2 kam es daraufhin zu einer Überraschung. Felix Durmaier konnte sich durch nüchterne und abgeklärte Spielweise aus seiner verheerenden Stellung Schritt für Schritt befreien. Der Simbach, der durch diese Entwicklung wohl etwas genervt war, versuchte nun, die Partie durch einen wilden Angriff zu gewinnen, was Durmaier aber so geschickt konterte, dass nun sogar die Position seines  Gegenüber nicht mehr zu retten war. Somit lautete das Endergebnis 5,5:2,5 für die Landauer.

Damit führt der Schachklub die Bezirksliga West weiterhin mit einem Punkt Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz an.

Quelle: Landauer Zeitung vom 06.02


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