Es war eine schwere Entscheidung, die die Mannschaftsführer der Schachvereine Landau-Dingolfing und Adlkofen am Wochenende treffen mussten. Am Sonntag standen die Mannschaftskämpfe in der Niederbayernliga gegen den Tabellenzweiten SC Schaibing  und in der Bezirksliga West gegen den SC Ergoldsbach an.  Aber bereits am Freitag zeichnete sich ab, dass in beiden Mannschaften etliche Stammspieler krankheits- und berufsbedingt ausfallen würden. Man entschloss sich, die besten Spieler in der 1. Mannschaft zusammen zu fassen und in der Bezirksliga West lediglich mit einer Rumpfmannschaft anzutreten.

 



Florian Huber musste in der Bezirksliga als Mannschaftsführer aushelfenIm Auswärtsspiel gegen den Schachklub Schaibing ging diese Rechnung auch durchaus auf.  An Brett vier überrollte Helmut Fuchsgruber, der sich schon seit Wochen in Top-Form befindet, mit der Aljechin-Eröffnung seinen Gegner förmlich. Nach Bauern- und Figurenverlust im Mittelspiel warf der Schaibinger bereits nach zwei Stunden frustriert das Handtuch. An den hinteren Brettern ließen die Ersatzmänner Gottlieb Kutschera und Dr. Christoph Schultes nichts anbrennen, wehrten alle Angriffe der  Kontrahenten im  Sizilianer und im Slawen ab und steuerten dem sicheren Remishafen entgegen. An den Brettern zwei bis sechs errangen die Schachfreunde der Spielgemeinschaft Landau-Dingolfing / Adlkofen immer mehr die Oberhand. Martin Christlmaier startete im Königsinder eine energische Attacke auf den Königsflügel seines Gegenüber. Letzterer wehrte sich zwar zunächst verbissen, musste sich aber bald von einer Leichtfigur trennen und gab wenige Züge später auf. Hans Theiß nahm in der Holländischen Verteidigung das Staunton-Gambit des Schaibingers an, verteidigte diesen Materialvorteil erfolgreich bis ins Mittelspiel und zerstörte die gegnerische Stellung Schritt für Schritt im Endspiel. Auch Kurt Hähnlein und Rudolf Senff eroberten in der Pirc Verteidigung durch sehr schöne Kombinationen je einen Bauern und kompensierten dieses Plus bis zum Partieende. Lediglich Spitzenspieler Alfred Wimmer musste sich trotz zähen Widerstandes an Brett eins dem besten Mann der Schaibinger, Martin Heyne, im Königsindischen Angriff geschlagen geben. Am Ende hieß es nun sechs zu zwei für die Spielgemeinschaft.

Für diesen Erfolg musste die zweite Mannschaft in der Bezirksliga West einen hohen Preis bezahlen. Selbst durch Ausfälle geschwächt, hatte sie schließlich auch noch Spieler für die erste Mannschaft abstellen müssen. So waren die acht Mannen um Mannschaftsführer Florian Huber gegen den SC Ergoldsbach chancenlos. Mit zwei zu sechs unterlagen Dietmar Weidlich, Albert Jahrstorfer, Karl-Heinz Krause, Gerhard Eschlbeck, Niklas Rohne, Florian Huber, Hermann Stadler und Erich Tumpach in der Goldbachhalle. Es gab aber durchaus Lichtblicke bei diesem trostlosen Ergebnis. So besiegte Dietmar Weidlich einen deutlich DWZ-stärkeren Gegner und auch Florian Huber konnte im Wolga-Gambit ein sicheres Remis einfahren. Das die Spielgemeinschaft überhaupt mit einer zweiten Mannschaft antreten konnte, war insbesondere dem engagierten Einsatz der Landauer Schachjugend zu verdanken, die sich nun, da die Bezirksliga-Saison bereits beendet ist, auf die anstehenden Einzelturniere konzentrieren darf.

 

Foto: Florian Huber musste in der Bezirksliga als Mannschaftsführer aushelfen.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 02.03.2011


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