Dr. Christoph Schultes gewann an Brett zwei..Es war eine dramatische Zitterpartie, die die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing in der Niederbayernliga am letzten Sonntag gegen den SC Straubing ablieferte.  Dabei schien die Aufgabe im Heimspiel einfach lösbar zu sein. Da die Straubinger wie so oft an den hinteren Brettern etwas geschwächt antraten, lautete ursprünglich die Devise: vorne wird auf Remis gespielt, an den letzten vier Brettern dagegen auf Gewinn.
Zum Entsetzen der Dingolfinger scheiterte diese Strategie bereits nach gut einer Stunde. Alexander Hirtreiter hatte an Brett vier den Skandinavier zunächst gut behandelt. Dann jedoch lockte er seinen Gegner zu einem Einschlag im Damenflügel, in der Hoffnung, so zu besserem Spiel im Zentrum zu gelangen. Der Straubinger ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und trieb Hirtreiters König geschickt ins Freie und dann in ein tödliches Mattnetz. Ganz ähnlich erging es Kurt Hähnlein. In der Italienischen Partie konterte er seinen Opponenten am Königsflügel geschickt aus. Anstatt sich einen schönen gedeckten Freibauern zu verschaffen, spielte Hähnlein jedoch etwas zu ehrgeizig auf Gewinn und lies den Straubinger zum Gegenschlag kommen. Nachdem zwei Bauern flöten gegangen waren, gab Hähnlein auf.
Niklas Rohne war im Engländer an Brett acht ebenfalls nicht mit Glück gesegnet. Obwohl er sich einen schönen Angriff erspielte, wehrte sich sein Opponent geschickt. Nachdem Rohne einen möglichen Bauerngewinn im 22. Zug ausließ, verflachte das Spiel zusehends und das erste Remis des Tages stand fest.  Auch Dietmar Weidlich konnte an Brett sieben in einer unregelmäßigen Eröffnung keine Vorteile erzielen. Es entstand ein interessantes Endspiel mit einem Läufer gegen drei Bauern, das aber nicht mehr gewonnen werden konnte.  Es kam letztendlich auch hier zur Punkteteilung.
Nun war guter Rat teuer. Mannschaftsführer Hans Theiß ordnete kurzentschlossen an, dass ab jetzt alle auf Gewinn zu spielen hätten. Diese Ansage kam zur richtigen Zeit. Dr. Christoph Schultes, der bisherige Remiskönig, stürmte im Slawen mit seiner Dame weit nach vorne, um den gegnerischen König an der Rochade zu hindern. Sein Kontrahent ließ sich dadurch tatsächlich verunsichern, tauschte ein paar Figuren unvorteilhaft ab und übersah dann einen starken Läuferausfall, der die Partie zu Gunsten des Dingolfingers entschied. Martin Christlmaier stand im Colle-Zukertort an Brett drei nicht wirklich besser. Durch schnelle und komplizierte Züge brachte er seinen Gegner jedoch in eine gefährliche Zeitnot. Im 40. Zug, kurz vor der Zeitkontrolle, unterlief dem Straubinger dann der entscheidende Fehler. Nach dem Abtausch seiner Dame gegen zwei Türme brachen sein Zentrum hoffnungslos zusammen. Wenig später musste er kapitulieren.
Hans Theiß zeigte im Holländer am Spitzenbrett eine souveräne Leistung. Das Staunton-Gambit bescherte ihm ein schönes Läuferpaar und die Initiative am Damenflügel. Diese brachte schließ den entscheidenden Mehrbauern ein. Jetzt war der anfängliche Rückstand aufgeholt. Helmut Fuchsgruber musste an Brett sechs nur noch ein Unentschieden beisteuern. Und das schaffte er auch nach einigen Problemen im Turm-Springer-Endspiel.  Das Endresultat von 4,5:3,5 katapultiert den Schachklub ein ganzes Stück weit weg von den Abstiegsrängen.
 
Vom Aufstieg träumt nach wie vor die zweite Mannschaft des Schachklubs. Mit einem 5,5:2,5- Sieg gegen den SC Simbach bleiben die Dingolfinger in der Bezirksliga West weiterhin auf Platz eins der Tabelle.
 
Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 04.02.2015

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