Hans Theiß zeigte eine hervorragende Leistung.

Für die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing stand am letzten Sonntag in der Niederbayernliga das Auswärtsspiel gegen den SV Röhrnbach auf dem Programm. Dagegen musste die zweite Mannschaft beim SK Passau antreten. Schon im Vorfeld kam es zu erheblichen Problemen. Krankheitsbedingt und aus privaten Gründen waren fünf Spieler ausgefallen und so musste der Klub ersatzgeschwächt die Fahrt in den Bayerischen Wald antreten. Die Röhrnbacher boten dagegen beinahe ihre Bestbesetzung auf und ihre Überlegenheit zeigte sich schon recht bald.
Bereits nach zwei Stunden stand es 3:1 für die Gastgeber. Niklas Rohne machte in der Englischen Eröffnung kaum Fortschritte. Sein erfahrener Gegner opferte kurzfristig die Qualität für eine deutliche Initiative. Rohnes Stellung war diesem Druck bald nicht mehr gewachsen. Ganz ähnlich erging es Kurt Hähnlein. Er vernachlässigte mit den weißen Steinen die Entwicklung zu sehr, was sein Kontrahent ziemlich schnell bestrafte. Nach unvermeidlichem Materialverlust erfolgte die Kapitulation des Dingolfingers.
Helmut Kurz konnte von Glück reden, dass er gerade noch so den Remishafen erreichte. Sein Skandinavier funktionierte alles andere als gut.Der Röhrnbacher attackierte dann aber etwas zu forsch und die Partie endete im Dauerschach. Lediglich Dr. Christoph Schultes zeigte mit seiner Katalanischen Eröffnung eine halbwegs solide Leistung. Nach beiderseitiger Bauernverdoppelung im Zentrum war allerdings nicht mehr viel zu holen. Auch dieses Brett endete Unentschieden.


Gegen Mittag wendete sich dann aber überraschenderweise das Blatt. Felix Durmaier hatte sich bereits stundenlang ohne greifbare Resultate im Fianchetto-Slawen abgemüht. Anstatt das Remis zu akzeptieren, biss er sich immer weiter an der ausgeglichenen Stellung fest und seine Hartnäckigkeit wurde belohnt. Wie aus heiterem Himmel ergab sich die Möglichkeit, einen Springer für zwei Bauern zu gewinnen. Diesen Materialvorteil ließ sich Durmaier nicht mehr nehmen und triumphierte schließlich im Endspiel. Alexander Hirtreiter hatte sich mit seinem Gegner in einer messerscharfen Position von Anfang an bis auf die Zähne duelliert. In leichter Zeitnot unterlief dem Röhrnbacher ein fataler „Fingerfehler“. Ein zu schnell ausgeführter Zug kostete Material und im Ergebnis die ganze Partie.
So erfreulich ging es auch munter weiter: Mannschaftsführer Hans Theiß zeigte im Alapin-Sizilianer eine bärenstarke Leistung. Bereits im Mittelspiel hatte er nach dem Damentausch das Heft des Handelns an sich gerissen und rannte energisch gegen die feindliche Bastion an. Sein weit vorgerückter Zentrumsbauer entschied den Kampf zu seinen Gunsten. Das Pech klebte den Röhrnbachern nun buchstäblich an den Füßen. Am letzten noch offenen Brett kämpfte der Landauer Martin Christlmaier in einem fast aussichtslosen Turmendspiel nämlich ums nackte Überleben. Sein Opponent agierte jedoch etwas zögerlich und übersah dann völlig eine dreifache Stellungswiederholung, die Christlmaier sofort zur Remisreklamation nutzte. Mit diesem etwas schmeichelhaften 4,5 zu 3,5- Erfolg fuhren die Dingolfinger nach Hause.
Die zweite Mannschaft hatte dagegen gegen den SK Passau keine Chance. Als Leidtragender der ganzen Ausfälle war man bloß zu viert angereist und ging zwar mit wehenden Fahnen, aber doch deutlich mit 8:0 unter.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 29.10.2015


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