Niklas Rohne spielte unentschiedenEin 4:4-Unentschieden beim Auswärtskampf in Pfarrkirchen reichte der ersten Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Sonntag, um den Klassenerhalt in der Niederbayernliga zu schaffen. Diese Punkteteilung beim eigentlich etwas stärkeren Nachbarverein kam auch mit ein wenig Glück zu Stande. Aus irgendeinem Grund hatten die Rottaler an den beiden ersten Brettern einen Heidenrespekt vor den Landauern. Bereits nach wenigen Zügen im Drachen- und Alapin-Sizilianer willigten Sie in die Remisangebote ein. Auch Kurt Hähnlein steuerte im Londoner-System schnell eine ausgeglichene Position an und war mit einem Unentschieden zufrieden.

Felix Durmaier hätte am letzten Platz in der Anfangsphase früh einen Bauern gewinnen können. Da sein Gegner dadurch aber etwas Entwicklungsvorsprung bekommen hätte, wagte er den notwendigen Damenausfall nicht und sicherte sich lieber mit der kurzen Rochade seine Stellung. Dadurch erhielt der Rottaler jedoch genügend Zeit, seine Figuren aktiv aufzustellen, so dass auch Durmaier nach 20 Zügen das Remis akzeptieren musste. An den verbliebenen Brettern ging es dagegen energischer zur Sache.

Helmut Fuchsgrubers Wolga-Gambit schlug nicht durch, sein Opponent sicherte sich einen Bauern nach dem anderen, so dass der Dingolfinger bald die weiße Flagge hissen musste. Die Partie von Helmut Kurz entwickelte sich wieder einmal sehr unübersichtlich. An Ende war auch für ihn kein Durchkommen und auch dieses Gefecht endete mit einem Remis. Alexander Hirtreiter griff nach dem Abtausch der beiden Türme zu einem wilden Läuferopfer, das ihm zwei Bauern für eine Leichtfigur einbrachte. Sein Kontrahent ließ sich von Hirtreiters vorrückendem Randbauern etwas irritieren und ihm unterliefen ein paar kleinere, aber entscheidende Fehler, so dass der Dingolfinger seinen Läufer zurückgewinnen und seine Bauernmehrheit zum Sieg führen konnte.

Dr. Christoph Schultes opfere in der Katalanischen Eröffnung einen Bauern und versuchte, am Damenflügel Druck zu machen. Auf Grund der komplizierten Stellung geriet er immer mehr in Zeitnot, übersah einen doppelten Qualitätsgewinn und musste deshalb in ein unentschiedenes Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern abwickeln.

Die zweite Mannschaft hatte beim FC Ergolding leider keine Chance. Mit einer 2:6-Niederlage musste man die Heimreise antreten. Einzige Lichtblicke waren der Sieg von Florian Huber und die Unentschieden von Albert Schmol und Niklas Rohne gegen starke Kontrahenten. Insbesondere Rohnes Caro-Kann-Verteidigung war sehenswert. Nach dem Abtausch aller Springer und Läufer konnte er das Schwerfigurenendspiel im Gleichgewicht halten und so einen halben Zähler sichern.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 15.03.2016


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