Kurt Hähnlein siegte souverän.Mit einem überraschend klaren 5:3-Erfolg gegen den FC Ergolding endete am Sonntag die neunte und letzte Runde der Niederbayernliga für die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing. Die beiden Vereine waren nicht ganz in Bestbesetzung aufmarschiert und zunächst verlief das Aufeinandertreffen recht friedlich. An den beiden ersten Brettern schlossen Martin Christlmaier und Dr. Christoph Schultes mit ihren Gegnern früh Frieden und nahmen jeweils halbe Punkte mit. Im Abtauschspanier und im Modernen Benoni waren schwierige Stellungen entstanden, die offenbar keiner spielen wollte.

Dann wurden die Kämpfe heftiger. Helmut Kurz und Dietmar Weidlich mussten an den Brettern sechs und sieben gegen zwei Ergoldinger Jugendspieler antreten, die ihren ganzen Ehrgeiz in die Partie warfen. Kurz wickelte im Londoner System bald in ein Läuferendspiel ab und gewann kurzeitig sogar einen Bauern. Diesen holte sich sein Opponent jedoch wieder zurück und nun verfügten beide Seiten über zwei verbundene Freibauern. Damit war die Position praktisch tot und die Streithähne mussten sich auf ein Remis verständigen. Dietmar Weidlich griff wieder einmal auf seinen wilden Angriffsstil zurück, der regelmäßig sowohl seine Kontrahenten als auch seine Mannschaftskollegen in Angst und Schrecken versetzt. Selbst ständig kurz vor dem Matt stehend, warf er eine Figur nach der anderen ins Feld und lockte den feindlichen König immer mehr in die Brettmitte und damit urplötzlich in ein undurchdringbares Mattnetz. Mit dieser hervorragenden Leistung sicherte Weidlich den ersten Partiegewinn für die Dingolfinger.

Ganz anders ging der Senior der Gastgeber, Kurt Hähnlein, zu Werke. Völlig ruhig entwickelte er seine hölzernen Steine und nach einem leichten Fehler seines Gegenübers eroberte er einen Läufer für einen Bauern. Zwar wehrte sich der Ergoldinger noch eine ganze Weile, seine Niederlage war jedoch unausweichlich.

Da man nun schon zwei Punkte in Führung lag, riskierten Alexander Hirtreiter und Helmut Fuchsgruber an den Brettern drei und fünf nichts mehr. Die zwei Dingolfinger waren im Mittelspiel teilweise in erhebliche Zeitnot geraten, Fuchsgruber lag kurzeitig sogar eine Qualität zurück, aber mit Hilfe eines weit vorgerückten Freibauern war er in der Lage, eine ausgeglichenes Turmendspiel zu erreichen. Als sie nach der Zeitkontrolle die erforderlichen 40 Züge erreichten, boten ihre Gegner aus Ergolding überraschend Remis an, was Hirtreiter und Fuchsgruber natürlich sofort akzeptierten. Damit stand der Mannschaftsieg für den SK Landau-Dingolfing bereits fest. Der halbe Punkte, den Felix Durmaier am letzten Brett schließlich auch noch beisteuerte, war nur noch Kosmetik. Mit neun aus 18 möglichen Punkten belegt die erste Mannschaft des Klubs in der Schlusstabelle einen guten Mittelplatz.

Schlechter sah es für die zweite Garnitur des Schachvereins aus. Wie erwartet erlitten sie gegen den SV Deggendorf eine klare Niederlage. Nur Krystian Ofierzynski konnte seine Partie gewinnen. Damit steht der Abstieg für die zweite Mannschaft jetzt fest, die nächste Saison ihr Glück in der Bezirksliga versuchen darf.

 Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 12.04.2016


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