Mannschaftsführer Hans Theiß war zufrieden.Mit 5,5:2,5 hat der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag einen weiteren Abstiegskandidaten aus der Niederbayernliga geschlagen. Der TV 1862 Geiselhöring hatte an diesem Tag gegen den heimischen Schachklub gar kein Glück. So konnte Dietmar Weidlich, als sein Gegner einen Figurengewinn nicht erkannte, den Kopf gerade noch aus der Schlinge ziehen und seine Partie ins Remis retten. Im Remishafen waren zu diesem Zeitpunkt auch bereits Mannschaftsführer Hans Theiß und sein Kontrahent angelangt. Die Drachenvariante im Anzug schmecke weder ihm noch dem Geiselhöringer, so dass sich beide früh auf die Punkteteilung einigten.

Helmut Fuchsgruber zeigte dagegen eine fast tadellose Leistung. Geschickt schüttelte er den feindlichen Druck auf seine Stellung ab und strebte in ein kompliziertes Schwerfigurenendspiel an, in dem seine Dame den gesamten rechten Flügel dominierte und schließlich den Sieg erzwang. Dieser Vorsprung veranlasste Helmut Kurz, der das Londoner System anwandte hatte, mit seinem Opponenten im Springer-Läufer-Endspiel ein Remis zu vereinbaren. Rudi Senff tat es ihm gleich.
Nun wurde die Gangart heftiger. Der Senior der Truppe, Kurt Hähnlein, hatte sich ebenfalls für das Londoner System entschieden. Sein Gegenüber startete, aus theoretischer Sicht korrekt, einen Damenausfall,  den Hähnlein etwas waghalsig abwehrte, indem er seine Bauernkette schwächte. Dann setzte der Geiselhöringer aber nicht mehr entschlossen genug nach, so dass Hähnlein seine Stellung stabilisieren und schließlich zum Gegenangriff schreiten konnte, der tatsächlich durchschlug.
Dr. Christoph Schultes behandelte den ihm vorgesetzten Stonewall-Holländer mit einer ganzen Reihe positioneller Springerzüge, die seinen Gegner veranlassten, einen rückständigen Bauern und eine halboffene c-Linie in Kauf zu nehmen. Dr. Schultes drückte nun mit seinen Schwerfiguren derart heftig auf dieser Linie, dass nach dem Damentausch ein Bauerngewinn heraussprang. Dieser Materialvorteil entschied letztendlich die Partie. Da der Gesamtsieg damit fest stand, kämpfte Alexander Hirtreiter sein Duell nicht mehr aus, sondern nahm das angebotene Remis dankend an.
Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 21.02.2017

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