Helmut Fuchsgruber gewann an Brett fünf.

Am letzten Sonntag durfte der SK Landau-Dingolfing in der Niederbayernliga den SV Deggendorf zum Heimspiel empfangen. Beide Mannschaften hatten den Klassenerhalt in der vorhergehenden Runde bereits gesichert, dennoch wurde mit einem spannenden Spiel gerechnet. Die Dingolfinger mussten wegen krankheitsbedingter Ausfälle zwei Stammspieler einsetzen. Da die zweite Mannschaft des Klubs ihre Spiele in der Bezirksliga West bereits absolviert hatte, konnte der Klub jedoch genügend starke Ersatzspieler aufbieten.
Zur freudigen Überraschung des Schachklubs traten auch die Gäste nicht ganz in Bestaufstellung an, so dass an allen acht Brettern Spieler mit einer ausgeglichenen Spielstärke aufeinander trafen. Das Auffällige an dem Schlagabtausch war, dass sich die Kontrahenten an den Brettern zwei bis acht zwar heftige, aber auch recht kurze Duelle lieferten. Schon nach knapp drei Stunden stand es 3,5:3,5.
Dr. Christoph Schultes, der es mit der Halbslawischen Verteidigung zu tun bekam, war als erster fertig. Nachdem sein Minoritätsangriff nicht wirklich erfolgsversprechend aussah, nahm er ein Remisangebot seines Gegners an. Rudi Senff tat es ihm gleich. Das Sämischsystem im Königsinder bereitete ihm zwar keine allzu großen Kopfzerbrechen, richtige Siegchancen konnte aber auch er nicht erkennen.
Alexander Hirtreiter wählte im Spanier eine etwas passive Verteidigung, seine Stellung stabilisierte sich nach dem Abtausch der Schwerfiguren jedoch mehr und mehr und schließlich segelte auch er beruhigt in den Remishafen, in dem bald darauf auch Gottlieb Kutschera eintraf. Dessen Schottische Partie mündete in ein Springer-Läufer-Endspiel, dass keiner der Opponenten zu Ende spielen wollte.
In Topform präsentierte sich dagegen wieder einmal Helmut Fuchsgruber, dieses Mal in der Holländischen Stonewall-Verteidigung. Schritt für Schritt baute er seine Position aus und schaffte im Mittelspiel schließlich den entscheidenden Durchbruch. Sein Sieg wurde durch die unglückliche Niederlage von Florian Huber etwas getrübt, der seinen Raumvorteil aus der Colle-Zukertort-Eröffnung nicht konsequent ausnutze und gegen Partieende in leichter Zeitnot danebengriff.
Kurt Hähnlein mühte sich im Fianchetto-Königsinder zwar redlich ab, als sein Gegenüber in der Lage war, in Turmendspiel abzuwickeln, musste er sich aber mit der Punkteteilung zufrieden geben. Die Entscheidung musste also am Spitzenbrett fallen. Hans Theiß hatte sich dort gegen den Königsindischen Angriff mit einem Caro-Kann-Aufbau zur Wehr gesetzt und sich langsam aus der feindlichen Umklammerung befreit und sogar einen Bauern erobert. Nun zog sich die Partie über mehr als fünf Stunden hin. Immer weiter baute Theiß seinen Vorteil gegen den hartnäckigen gegnerischen Widerstand aus, aber erst, als ihm im Endspiel der Tausch der noch verbliebenen Türme glückte, war das Spiel zu seinen Gunsten entschieden. Nach diesem erfreulichen 4,5:3,5-Erfolg reiht sich der SK-Landau-Dingolfing derzeit im Tabellenmittelfeld ein.
 
Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 05.04.2017


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