Manuel Albrecht siegte an Brett siebenBesser hätte die neue Saison gar nicht beginnen können: Mit zwei Auswärtssiegen gegen den TSV Geiselhöring und den SV Aham legten die beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing einen Traumstart hin. Dabei standen die Vorzeichen zunächst gar nicht so gut. Drei Stammspieler waren im Vorfeld ausgefallen und mussten mit jungen, noch unerfahrenen Kämpfern in der zweiten Mannschaft ersetzt werden.

Gegen Geiselhöring lief erst alles nach Plan. Am Spitzenbrett opferte Dr. Christoph Schultes im Halbslawen früh einen Bauern, um seine Entwicklung zu beschleunigen. Als sein Gegner bald darauf Remis anbot, nahm Dr. Schultes diese Offerte auf Anraten von Mannschaftsführer Hans Theiß an. Auch an den übrigen Brettern erspielten sich die Dingolfinger schnell Raum- und Stellungsvorteile, lediglich an Platz zwei geriet Alexander Hirtreiter in eine kritische Situation, da sein König nicht zur Rochade kam und mitten auf der Grundlinie hängen blieb.

Das erste Ausrufezeichen setzte der spielerisch schon seit geraumer Zeit aufstrebende Manuel Albrecht, der sich im Paulsen-Kan-Sizilianer auf eine heftige taktische Schlägerei einließ, aus der er mit einem starken Zentralspringer als Sieger hervorging. Dadurch war er in der Lage, in ein gewonnenes Turmendspiel mit Mehrbauern abzuwickeln. Auch Kurt Hähnlein ließ an Brett fünf im Fianchetto-Slawen nichts anbrennen. In ausgeglichener Stellung griff sein Kontrahent als letzte Waffe zu einem Läuferopfer, das tatsächlich zum Dauerschach und damit zum Friedensschluss führte.

Dann allerding gerieten die Schachfreunde etwas ins Straucheln. Felix Durmaier hatte die Caro-Kann-Verteidigung zunächst mustergültig behandelt, sah aber dann an mehreren Stellen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und erlaubte es seinem Opponenten in den Remishafen zu segeln. Ganz ähnlich erging es Hans Theiß und Rudi Senff. Sie ließen im Stonewall-Holländer und im Drachen ihre Gegenüber nie zur Entfaltung kommen, fanden jedoch trotz deutlichem Zeitvorsprung keinen Weg durch die feindlichen Linien, so dass auch diese Partien unentschieden ausgingen.

In dieser angespannten Situation brachte der Sieg von Helmut Fuchsgruber den Durchbruch. Aus dem Torre-Angriff war ein Turmendspiel mit verbundenen Bauernpaaren auf beiden Seiten entstanden. Fuchsgruber stürmte mit seinem König nach vorne und hatte etwas Glück, dass sein Gegner ein Scheinturmopfer übersah. So konnte er seine Bauern gewinnbringend der gegenüberliegenden Grundreihe nähern. Als der Vereinskampf schon entschieden war, lieferte völlig unerwartet Alexander Hirtreiter ein weiteres Meisterstück ab. Da sein Kontrahent nicht entschlossen genug attackierte, schafft es der Dingolfinger, mit seiner Dame-Läufer-Batterie ausholen und eine Qualität und schließlich sogar einen vollen Punkt einfahren. Mit einen statten 5,5:2,5-Ergebnis fuhr der Schachklub schließlich nach Hause.

Mit 4,5:3,5 gelang auch der ersatzgeschwächten zweiten Mannschaft ein erfreulicher Sieg gegen den früheren Angstgegner Aham. Dieser Erfolg war vor allem deshalb möglich, da die jungen Reservespieler Giacomo Barone und Mathieu Schanz ihre Spiele unentschieden halten konnten. Florian Huber, Gottlieb Kutschera und Albert Schmol remisierten ebenfalls, Karl-Heinz Krause und Niklas Rohne steuerten zwei Siege zum Endstand bei.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 25.10.2017


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