Felix Durmaier spielte eine gute PartieNach den beiden guten Ergebnissen in der ersten Runde der Niederbayernliga und der Bezirksliga West erlebten die beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Sonntag zwei herbe Dämpfer. Die erste Garnitur empfing zu Hause den SK Landshut. Zwar war den Gastgebern durchaus klar, dass die Landshuter als Regionalligaabteiger deutlich stärkere Spielstärke aufzuweisen hatten; die Gesamtniederlage von 3,5:4,5 war aber unterm Strich dann doch enttäuschend, da die Dingolfinger ziemlich hoffnungsfroh begannen. Insbesondere die letzten vier Bretter legten furios los. Dietmar Weidlich und Manuel Albrecht erkämpften in zweischneidigen Stellungen tapfer zwei ansehnliche Remisen. Felix Durmaier bekam zu seinem Erstaunen das extravagante Schwedische Gambit vorgesetzt. Nach einigen Unsicherheiten umschiffte er aber sämtliche Fallen und war schließlich sogar in der Lage, einen entscheidenden gewinnbringenden Gegenschlag zu setzen. Messerscharf war wieder einmal auch die Spielweise von Rudi Senff. In einem drachenähnlichen Aufbau schuf er sich zwei verbundene Randbauern und schickte sie auf die Reise Richtung gegnerische Grundreihe. Sein Kontrahent konnte diese Bauern zwar erobern. Er musste dazu jedoch seinen Königsflügel so entblößen, dass Senffs Schwerfiguren eindrangen und die feindliche Majestät mattsetzten.

An den vorderen vier Brettern konnten die Spieler des Schachklubs an diese tollen Leistungen jedoch nicht anknüpfen. Dr. Christoph Schultes kam im Londoner System überhaupt nicht zu Recht, misshandelte seine Eröffnung und ging ohne Gegenspiel unter. Hans Theiß unterschätzte im Schwerfigurenendspiel die Beweglichkeit des feindlichen Turmes und musste ebenfalls bald die Segel streichen. Alexander Hirtreiter spielte einen wunderschönen Angriff auf den gegnerischen König. Sein Landshuter Opponent wehrte sich jedoch trotz Zeitnot heldenhaft und konnte Hirtreiters Attacke mit Qualitätsgewinn abwehren, so dass auch diese Partie verloren ging. Lediglich der Senior im Team, Kurt Hähnlein, lieferte gegen einen starken Kontrahenten eine tadellose Leistung ab und fuhr ein Remis ein, das die Gesamtniederlage jedoch nicht mehr verhinderte.

Ein richtiges Waterloo erlebte die zweite Mannschaft gegen den relativ schwach angetretenen SC Straubing. Zwar steuert Krystian Ofierzynski einen schnellen Partiegewinn bei, Karl-Heinz Krause und Giacomo Barone überzogen ihre Stellungen aber etwas und mussten schließlich kapitulieren. Lukas Stöttner, Gottlieb Kutschera und Albert Schmol lieferten immerhin halbe Punkte ab. Florian Huber und Niklas Rohne versuchten an den Spitzenbrettern entschlossen, die Niederlage abzuwenden. Jedoch nur Rohne war in der Lage, nach einem riskanten Springeropfer das Ruder herumzureißen und einen Sieg heimzufahren. Hubers Endspiel mit Minusbauer war dagegen nicht mehr zu gewinnen, so dass auch dieser Mannschaftskampf mit 3,5:4,5 ausging.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger, 16.11.2017


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