Dr. Christoph Schultes gewann an Brett eins.Nach der bitteren knappen Niederlage gegen den SK Landshut vor zwei Wochen musste die Truppe des Schachklubs Landau-Dingolfing am Sonntag auswärts gegen den SV Deggendorf antreten. Die Stimmung war angespannt. Ein gutes Ergebnis musste her, um sich eine gute Position in der Niederbayernliga zu sichern. Der Start war jedoch eher mau. Helmut Fuchsgruber ließ schon sehr früh ein feindliches Läuferopfer zu. Dadurch heimste er zwar eine Mehrfigur ein, sein König blieb jedoch in der Brettmitte hängen und erlag den Attacken des Deggendorfers.

Auch Manuel Albrecht hatte etwas übermotiviert in der Französischen Verteidigung eine Qualität für etwas Initiative hergegeben und stand nun mächtig unter Druck, die richtigen Züge zu finden. Kurt Hähnlein umschiffte geschickt alle Untiefen seiner Stellung, mehr als ein Remis sprang aber auch nicht heraus. Erst Mannschaftsführer Hans Theiß gelang nach einer souveränen Leistung zur Halbzeit der Ausgleich.

 

Zu einem heftigen Duell kam es am Spritzenbrett. Die Spielweisen der Gegner hätten unterschiedlicher nicht sein können. Dr. Christoph Schultes, eher ein Positionsspieler, musste gegen einen taktisch versierten und risikobereiten Angreifer antreten. Der Deggendorfer entschied sich für die komplizierte Moderne Benonieröffnung und startete schließlich eine Attacke am Königsflügel, während Dr. Schultes, schon leicht in Zeitnot, Gegenspiel am Damenflügel suchte. Als alles auf Messers Schneide stand, unterlief dem Deggendorfer ein Rechenfehler: er führte zu schnell einen Springer ins Zentrum und nach einer Abtauschfolge drangen Turm und Dame des Dingolfingers spielentscheidend auf die vorletzte gegnerische Reihe ein.

Jetzt brachen auf einmal alle Dämme: Manuel Albrecht fand tatsächlich den richtigen Weg durch die feindlichen Linien und meldete trotz Materialrückstands den vollen Punktegewinn. Felix Durmaier tat es ihm nach. Im Londoner System scheint der Dingolfinger inzwischen ein Experte zu sein; diese Eröffnung brachte ihm auch dieses Mal wieder Glück. Krystian Ofierzynski war es gelungen, im Mittelspiel drei Bauern für einen Springer zu bekommen. Ehrgeizig lehnte er das Remisangebot seines Gegners ab und schaffte es nach einigen Mühen, ebenfalls den Sieg einzufahren. Da der Mannschaftskampf nun bereits entschieden war, setzt Alexander Hirtreiter alles auf eine Karte und wagte sich ins Bauernendpiel. Diese Einsatzbereitschaft zahlte sich ebenfalls aus und Hirtreiter wurde mit einem vollen Punkt belohnt. Mit insgesamt 6,5 Punkten traten die Dingolfinger schließlich die Heimreise an.

Nicht so gut lief es für die zweite Mannschaft des Klubs. Ersatzgeschwächt kamen sie beim SC Rottal mit 2:6 unter die Räder. Nur Florian Huber siegte, Gottlieb Kutschera und Albert Schmol spielten Unentschieden.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 29.11.2017


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