Dietmar Weidlich gewann als Einziger.Beim Schachklub Landau-Dingolfing geht es in der Niederbayernliga derzeit abwechselnd auf und ab. Nach einem Auftaktsieg, einer Niederlage und einem weiteren Erfolg gegen die Vereine aus Geiselhöring, Landshut und Deggendorf, setzte es am letzten Sonntag wieder eine 6,5:1,5 – Klatsche gegen die Tabellenersten aus Passau. Dieser Rückschlag war zwar erwartet worden, schließlich waren die favorisierten Donaustädter an allen Brettern zum Teil weit überlegen; er hätte aber nicht so hoch ausfallen müssen.

Die Dingolfinger legten zunächst recht ordentlich los. Dietmar Weidlich packte an Brett acht seinen typischen Spielstil aus: ehrgeizig, angriffslustig und ein wenig riskant. Dieses Mal wurde das Risiko belohnt: nach Flankeneröffnung mit seinem Springer entwickelte er sich schneller als sein Gegner und gabelte im Mittelspiel einen ganzen Springer auf. Wenig später kapitulierte der Passauer. Auch Manuel Albrecht wehrte an Brett sechs im Abtauschfranzosen alle Angriffe ab. Das Zweispingerendspiel wollte beiden Kontrahenten nicht auskämpfen und man rauchte die Friedenspfeife.

Dann aber kippte Partie um Partie. Hans Theiß ließ sich an Brett drei auf einen beschleunigten Drachen ein, der aber nicht recht Feuer speien wollte. Der Passauer erstickte jeden flammenden Angriffsversuch und erdrückte Theiß schließlich mit einem Mehrbauern im Zentrum. Auch Dr. Christoph Schultes fühlte sich am Spitzenbrett im Orthodoxen Damengambit nicht wohl. In gedrückter Stellung geriet er immer mehr in Zeitnot. Zwei Rechenfehler kosteten ihm schließlich die Partie.

Kurt Hähnlein und Helmut Fuchsgruber kamen zunächst aus der Katalanischen Eröffnung und dem Colle-Koltanowski recht gut heraus. Gegen Partieende mussten jedoch auch sie sich an den Brettern vier und fünf der Überlegenheit der Passauer beugen. Felix Durmaier verteidigte sich an Brett sieben im Slawen zunächst vorbildlich, dann aber verirrte sich seine Königin im Damenendspiel immer mehr. Anstatt einen Bauern einsacken zu können, brachte ihn die feindliche Gegenattacke zur Strecke.

Eine anfangs hervorragende Partie spielte Alexander Hirtreiter an Brett drei. Das Läuferspiel brachte ihm zunächst eine ganze Qualität ein. Sein Passauer Opponent wehrte sich jedoch heftig und sehr geschickt. Im Eifer des Gefechts unterlief dem Dingolfinger schließlich ein ärgerlicher Fingerfehler und auch er hisste schließlich die weiße Flagge.

Am Ende des Tages zogen die Schachfreunde ein nüchternes Fazit: Die erwartete Niederlage war eingetreten, nun muss in der nächsten Runde wieder ein Sieg her. Dass es auch anders geht, zeigte die zweite Mannschaft des Schachklubs. In der Bezirksliga West traten sie ebenfalls gegen den Tabellenführer, den TSV Ergoldsbach, an. Nach hartem Kampf sprang ein achtbarer 4,5:3,5 – Gesamtsieg heraus. Volle Punkte steuerten Krystian Ofierzynski, Fabian Reidl und Karl-Heinz Krause bei. Gottlieb Kutschera, Helmut Kurz und Mannschaftsführer Florian Huber remisierten.

Quelle: Dingolinger Anzeiger, 12.12.2017


Schach in Landau

Der Schachabend am nächsten Freitag (28. Juli) entfällt. Am Freitag darauf (3. August) findet der Schachabend auf Grund der Umbaumaßnahmen in der Dreifachsporthalle Landau in Dingolfinger Kolpinghaus (Obere Stadt 72) statt.

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