Florian Huber konnte mit seiner Leistung zufrieden sein. Beim Schachklub Landau-Dingolfing läuft es in der Niederbayernliga zur Zeit gar nicht rund. Zwar war die knappe 3,5:4,5 Niederlage der ersten Mannschaft gegen den SK Passau durchaus einkalkuliert worden. Der Spielverlauf am Sonntag hätte mit etwas Glück aber auch ein anderes Ende nehmen können. Grund dafür waren die hervorragenden Leistungen an den beiden Spitzenbrettern. Martin Christlmaier servierte seinem deutlich stärkeren Gegner einen Alapin-Sizilianer und nahm dabei auch zwei feindliche Freibauern an den Randlinien des Bretts in Kauf. Diese vermeintlichen Vorteile konnte der Passauer aber zu keiner Zeit wirklich ummünzen und im Endspiel war dann Christlmaiers Figurenaufstellung deutlich überlegen und sein Sieg nicht mehr aufzuhalten. Mannschaftsführer Hans Theiß musste sich mit der gleichen Eröffnung auseinandersetzen und wählte eine etwas passivere Position, die er so lange und so geschickt verteidigte, bis seinem Gegenüber einige leichte Fehler unterliefen und Theiß zum Gegenangriff übergehen konnte, der dann auch durchschlug. 

Helmut Fuchsgruber gewann an Brett sechs.Am letzten Sonntag stand für die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing das Heimspiel gegen den SV Deggendorf an. Die Ausgangsposition war nicht schlecht. Mit Martin Christlmaier, Hans Theiß, Dr. Christoph Schultes, Alexander Hirtreiter, Kurt Hähnlein, Helmut Fuchsgruber, Helmut Kurz und Dietmar Weidlich trat man beinahe in Bestaufstellung an. Aber auch die Deggendorfer hatten ihre besten Kämpfer aufgeboten und waren dementsprechend motiviert.

Das Duell begann gar nicht gut. Kurt Hähnlein übersah in der Spanischen Partie eine Eröffnungsfalle und büßte gleich am Anfang die Qualität ein. Sein Gegner nutze diesen Vorsprung  konsequent bis ins Endspiel und entschied die Partie für sich.

Alexander Hirtreiter und Helmut Kurz unternahmen im Skandinavier und im Stonewall-Holländer geschickte taktische Ausbrüche, um die Deggendorfer zu überraschen. Diese Versuche brachten zwar einerseits etwas Materialvorteil ein, führten jedoch andererseits zu gedrückten Stellungen der Dingolfinger. Schließlich mussten beide in ein Remis einwilligen.

Foto: Helmut Kurz spielte Remis am siebten Brett.In der letzten Runde vor Weihnachten musste die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing in Landshut eine heftige 2,5:5,5-Niederlage gegen den Nachbarverein einstecken.  Wirkliche Gewinnchancen hatten die Dingolfinger zu keiner Zeit des Aufeinandertreffens. Die Gastgeber erwiesen sich einfach als überlegen.

Dietmar Weidlich und Helmut Kurz mühten sich auf den beiden letzten Brettern im Londoner System tapfer aber letztendlich erfolglos ab. Ihre Gegner wehrten sich energisch und erreichten im Mittelspiel schließlich ausgeglichene Stellungen, beide Partien endeten daher mit einem Remis.

Wesentlich schärfer ging es dagegen bei Dr. Christoph Schultes an Brett drei zur Sache. Die eigentlich ruhige Katalanische Eröffnung entwickelte sich ungewohnt scharf und es entstand eine äußerst komplizierte Figurenposition. Die Kontrahenten verbrauchten viel zu viel Bedenkzeit und so kam es zu einem wilden und schnellem Schlusskampf, der dann aber doch in ein unentschiedenes Läufer-Springer-Endspiel mündete.

Krystian Ofierzynski hatte einen gelungenen Einstand.Das erste Heimspiel in dieser Saison endete mit einer unglücklichen 3,5:4,5-Niederlage des Schachklubs Landau-Dingolfing gegen den SC Bayerwald/Regen. Zwar gehören die Bayerwälder zu den Titelfavoriten in der Niederbayernliga, dennoch hatten sich die Dingolfinger schon etwas mehr ausgerechnet.

Nach einem schnellen Friedensschluss von Dr. Christoph Schultes an Brett 3 folgte jedoch eine bittere Niederlage von Gottlieb Kutschera am siebten Brett. Kutscheras Vorgehen auf der c-Linie im Londoner System scheiterte und kosteten ihm eine ganze Qualität. Sein Kontrahent kompensierte diesen Vorteil bis zum Ende der Partie und vermeldete schließlich den vollen Punktgewinn. An Platz sechs entschied sich Helmut Kurz ebenfalls für dieses Eröffnungssystem, ging aber deutlich bedächtiger vor. Es entstand eine völlig verschachtelte Bauernstellung, in der für beide Seiten kein Durchkommen war, was schließlich zum Remis führte.

Hans Theiß zeigte eine hervorragende Leistung.

Für die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing stand am letzten Sonntag in der Niederbayernliga das Auswärtsspiel gegen den SV Röhrnbach auf dem Programm. Dagegen musste die zweite Mannschaft beim SK Passau antreten. Schon im Vorfeld kam es zu erheblichen Problemen. Krankheitsbedingt und aus privaten Gründen waren fünf Spieler ausgefallen und so musste der Klub ersatzgeschwächt die Fahrt in den Bayerischen Wald antreten. Die Röhrnbacher boten dagegen beinahe ihre Bestbesetzung auf und ihre Überlegenheit zeigte sich schon recht bald.
Bereits nach zwei Stunden stand es 3:1 für die Gastgeber. Niklas Rohne machte in der Englischen Eröffnung kaum Fortschritte. Sein erfahrener Gegner opferte kurzfristig die Qualität für eine deutliche Initiative. Rohnes Stellung war diesem Druck bald nicht mehr gewachsen. Ganz ähnlich erging es Kurt Hähnlein. Er vernachlässigte mit den weißen Steinen die Entwicklung zu sehr, was sein Kontrahent ziemlich schnell bestrafte. Nach unvermeidlichem Materialverlust erfolgte die Kapitulation des Dingolfingers.
Helmut Kurz konnte von Glück reden, dass er gerade noch so den Remishafen erreichte. Sein Skandinavier funktionierte alles andere als gut.Der Röhrnbacher attackierte dann aber etwas zu forsch und die Partie endete im Dauerschach. Lediglich Dr. Christoph Schultes zeigte mit seiner Katalanischen Eröffnung eine halbwegs solide Leistung. Nach beiderseitiger Bauernverdoppelung im Zentrum war allerdings nicht mehr viel zu holen. Auch dieses Brett endete Unentschieden.

Die Aufsteiger (von links): Albert Schmol, Niklas Rohne, Gottlieb Kutschera, Florian Huber, Manuel Albrecht, Hermann Stadler, Karl-Heinz Krause und (vorne sitzend) Felix Durmaier. Im fünften Anlauf hat es dann doch geklappt: die zweite Mannschaft des Schachklubs Landau- Dingolfing eroberte in dieser Saison den Tabellenspitzenplatz in der Bezirksliga West und damit das Aufstiegsrecht in die Niederbayernliga.  Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte werden zwei Mannschaften in Niederbayerns bester Liga vertreten sein.
Die Saison begann etwas holprig.  Auf Grund einiger Ausfälle musste man beim TSV Ergoldsbach ersatzgeschwächt antreten und erreichte mit viel Glück immerhin noch ein 4:4-Unentschieden. Die nicht ganz so stark eingestuften Kämpfer vom SC Straubing und vom FC Ergolding konnten die Dingolfinger dann wie erwartet relativ deutlich bezwingen. Es zeigte sich aber schon hier das latente Problem der Truppe: die Personalnot. Da die erste Vereinsmannschaft krankheits- und berufsbedingt fast nie in der Lage war, ihre Stammspieler vollständig aufzustellen, mussten Schachfreunde aus der zweiten Mannschaft aushelfen, die dann natürlich nicht zugleich in der Bezirksliga West spielen durften.

Kurt Hähnlein spielte unentschieden.Am letzten Sonntag musste die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing in der Niederbayernliga auswärts gegen den SC Grafenau antreten, während die zweite Vereinsmannschaft spielfrei zu Hause bleiben durfte. Die Dingolfinger Schachfreunde gingen dabei recht optimistisch in den Kampf, hatte man die Grafenauer im Vorfeld schließlich als ungefähr gleichstark eingeschätzt. Aber wie schon in den Wochen zuvor traten dann wieder etliche Schwierigkeiten auf.
Hans Theiß wurde am Spitzenbrett, wie schon in der letzten Runde, ein Gambit vorgesetzt. Erneut griff Theiß erfreut zu, verspeiste den angebotenen Bauern und versuchte, seinen Materialvorteil ins Endspiel zu retten. Anders als noch in der besagten letzten Runde ging diese Taktik nun jedoch gewaltig daneben. Sein Grafenauer Gegner, der in der Liga ohnehin den Ruf eines geschickten Angriffsspielers innehat, engte Theiß´ Stellung immer mehr ein und zerstörte sie schließlich mit einer schönen Kombination.
Kurt Hähnlein war im Colle-Zukertort nicht in der Lage, den Abtausch der Schwerfiguren zu verhindern. Seine Partie endete remis, ebenso wie die von Helmut Kurz. Letzterer hatte im Londoner System eine interessante Abwicklung vorgenommen: er eroberte eine Lichtfigur für drei Bauern. Dann aber sah er aber kein Weiterkommen mehr auf dem Brett und willigte ins Unentschieden ein.

Felix Durmaier gewann an Brett 2.In der Bezirksliga West empfing der Schachverein Landau-Dingolfing als Gastgeber den SC Simbach. Stark geschwächt, da es viele Ausfälle gab und einige Stammspieler nicht antreten konnten, ging man mit einem mulmigen Gefühl an die Bretter.

Als alle Simbacher eingetroffen waren, konnte es nach einer kurzen Ansage der Mannschaftsführer auch schon losgehen.

Recht unangenehm sah es bei Gottlieb Kutschera am Spitzenbrett und bei Florian Huber an Brett 3 aus, da die beiden Landauer nicht allzu gut aus der Eröffnung kamen. Auch Karl-Heinz Krause hatte offensichtlich Schwierigkeiten, unbeschadet ins Mittelspiel zu gelangen. Alle anderen Spieler des Schachklubs ließen es hingegen langsamer angehen. Jedoch dauerte es nicht lange, bis Florian Huber die Oberhand gewann. Sein Kontrahent hatte sich nach einem Springerausfall des Landauers verrechnet und verlor ohne jede Kompensation einen Läufer und dann die Partie.

Allerdings geriet stattdessen der sonst so zuverlässige Punktelieferant Gottlieb Kutschera an Brett 1 immer mehr in Probleme. Auf Grund seiner passiven Eröffnung musste er einen Bauern opfern, um wieder etwas mehr Bewegungsfreiheit für seine Figuren zu schaffen. Sein Opponent ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und verwertete den Vorteil bis zum vollen Punktgewinn.

Dr. Christoph Schultes gewann an Brett zwei..Es war eine dramatische Zitterpartie, die die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing in der Niederbayernliga am letzten Sonntag gegen den SC Straubing ablieferte.  Dabei schien die Aufgabe im Heimspiel einfach lösbar zu sein. Da die Straubinger wie so oft an den hinteren Brettern etwas geschwächt antraten, lautete ursprünglich die Devise: vorne wird auf Remis gespielt, an den letzten vier Brettern dagegen auf Gewinn.
Zum Entsetzen der Dingolfinger scheiterte diese Strategie bereits nach gut einer Stunde. Alexander Hirtreiter hatte an Brett vier den Skandinavier zunächst gut behandelt. Dann jedoch lockte er seinen Gegner zu einem Einschlag im Damenflügel, in der Hoffnung, so zu besserem Spiel im Zentrum zu gelangen. Der Straubinger ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen und trieb Hirtreiters König geschickt ins Freie und dann in ein tödliches Mattnetz. Ganz ähnlich erging es Kurt Hähnlein. In der Italienischen Partie konterte er seinen Opponenten am Königsflügel geschickt aus. Anstatt sich einen schönen gedeckten Freibauern zu verschaffen, spielte Hähnlein jedoch etwas zu ehrgeizig auf Gewinn und lies den Straubinger zum Gegenschlag kommen. Nachdem zwei Bauern flöten gegangen waren, gab Hähnlein auf.
Niklas Rohne war im Engländer an Brett acht ebenfalls nicht mit Glück gesegnet. Obwohl er sich einen schönen Angriff erspielte, wehrte sich sein Opponent geschickt. Nachdem Rohne einen möglichen Bauerngewinn im 22. Zug ausließ, verflachte das Spiel zusehends und das erste Remis des Tages stand fest.  Auch Dietmar Weidlich konnte an Brett sieben in einer unregelmäßigen Eröffnung keine Vorteile erzielen. Es entstand ein interessantes Endspiel mit einem Läufer gegen drei Bauern, das aber nicht mehr gewonnen werden konnte.  Es kam letztendlich auch hier zur Punkteteilung.

Karl-Heinz Krause war an Brett acht erfolgreich.Mit einem 4:4 endete letzten Sonntag die Begegnung zwischen der ersten Mannschaft des SK Landau-Dingolfing und dem FC Ergolding in der Niederbayernliga. Mit dem Ergebnis konnten die zwei Vereine zufrieden sein, waren sie doch recht ersatzgeschwächt angetreten. Gleich zu Beginn des Duells sorgte Martin Christlmaier auf Brett drei für einen Paukenschlag: im Alapin-Sizilianer entschied er sich für ein messerscharfes und undurchsichtiges Abspiel, was bei seinen Klubkameraden zu besorgten Minen führte. Christlmaier war der Ansicht, diese Spielweise vor fünf Jahren schon einmal erfolgreich bestritten zu haben. Und tatsächlich, nach einigen wilden Springergabeln und Figurenopfern lag er im Mittelspiel auf einmal um einen gesunden Freibauern vorne. Der Rest war nur noch Formsache und so gingen die Dingolfinger in Führung.
Als nächstes trumpfte Ersatzmann Karl-Heinz Krause an Brett acht auf. Nach einer etwas unregelmäßigen Eröffnung schritt er zu einem wilden Angriff auf die feindliche Königsstellung. Sein Kontrahent ließ sich dadurch aus der Ruhe bringen und startete einen nicht ganz korrekten Gegenschlag am Damenflügel. Krause nutze diese Ungenauigkeiten zum Figuren- und Partiegewinn.

Lorenz Hecht (von links), der Turniersieger Maximilian Laubhan, Benno Häusler, Alexa Steininger und Svenja Egleder.Beide Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing durften am letzten Samstag in der Niederbayernliga und in der Bezirksliga West gegen die Schachspieler der Justizvollzugsanstalt Straubing antreten.  Dieser Auftritt war nicht unproblematisch. Bereits im Vorfeld mussten vier Schachfreunde aus beruflichen Gründen passen und unmittelbar am Spieltag sprang ein weiterer Dingolfinger ab.  So marschierte man stark ersatzgeschwächt auf, die erste Mannschaft sogar mit bloß sieben Mann.
In der Justizvollzugsanstalt lief dann aber alles wie am Schnürchen. Die zweite Mannschaft dominierte ihre Gegner vollständig. Nicht nur die Stammspieler Niklas Rohne, Felix Durmaier, Florian Huber, Manuel Albrecht und Karl-Heinz Krause, sondern auch die Ersatzleute Albert Jahrstorfer, Hermann Stadler und Fabian Reidl gewannen ihre Partien souverän, so dass am Ende das Rekordergebnis von 8:0 zu Buche stand.

Martin Christlmaier spielte am Brett drei Remis.

Mit zwei Auswärtssiegen am Sonntag  gegen den SV Deggendorf und den FC Ergolding haben sich die beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing in der Niederbayernliga und der Bezirksliga West in gute Ausgangspositionen manövriert. Dabei fiel der Triumpf über die Aufsteiger aus Deggendorfer mit 4,5:3,5 Punkten ziemlich knapp aus. Dr. Christoph Schultes musste mit seinem beschleunigten Drachen gegen die Maróczy-Fessel ankämpfen. Nach einer etwas voreiligen Rochade seines Gegners konnte er die Stellung ausgleichen, mehr war jedoch nicht drin. Ganz ähnlich ging es Martin Christlmaier und Rudi Senff in der Spanischen Partie und in der Modernen Verteidigung. Im beginnenden Endspiel waren keine Vorteil auszumachen. An den drei Brettern wurde ein Remis vereinbart.

Endlich gelang Mannschaftsführer Hans Theiß der erste Befreiungsschlag. Die Moderne Benoniverteidigung seines Kontrahenten  beeindruckte ihn wenig. Mit Wucht attackierte er das feindliche Zentrum und scheute auch ein Bauernopfer an seinem eigenen Königsflügel nicht. In einer komplizierten Mittelspielstellung übersah der Deggendorfer eine Drohung des Dingolfingers. Mit einem Turmopfer aus heiterem Himmel beendete Theiß die Partie zu seinen Gunsten.

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