Dr. Christoph Schultes steuerte einen halben Punkt bei.Mit einer Riesenüberraschung endete am Sonntag die neunte und letzte Runde in der Niederbayernliga: der bisherige Tabellenführer, der SC Rottal II, patzte in Grafenau, so dass dem Schachklub Landau-Dingolfing im Auswärtsspiel gegen den FC Ergolding ein 4,5:3,5-Erfolg reichte, um zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die niederbayerische Mannschaftsmeisterschaft zu erringen! Dabei hatte es zu Saisonbeginn noch eher so ausgesehen, also ob sich der Klub um den Abstieg sorgen machen müsste. Zwei herbe Niederlagen gegen die Schachfreunde aus Schaibing und Aidenbach erzeugten zunächst Stirnrunzeln bei den Schachspielern des Landkreises. In der zweiten Saisonhälfte wendete sich dann das Blatt. Der Schachverein eilte von Sieg zu Sieg. Gründe hierfür gab es mehrere. Zum einen gelang es dieses Mal, dass fünf der acht Stammspieler in der Lage waren, alle neun Runden zu absolvieren. Dies verschaffte der heimischen Truppe eine ganz erhebliche Konstanz und einen großen Pluspunkt gegenüber den Konkurrenten. Hinzu kamen etliche gute Einzelleistungen und, auch das sei gesagt: eine gute Portion Glück. Einige gegnerische Mannschaften halfen bei den Erfolgen des Schachklubs kräftig mit, so im Übrigen auch der FC Ergolding in der letzten Runde. Da ein Spieler am Spieltag völlig überraschend absagen musste, waren die Mannen um Mannschaftsführer Hans Theiß bloß zu siebt angereist. Sonderlich verärgert war deshalb jedoch keiner, denn, so glaubten alle, „es geht ja sowieso um nichts mehr“.

Am Ende hat es doch nicht ganz sollen sein, mussten sich die Spieler des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Sonntag schließlich eingestehen.  Im Topspiel der Saison gegen den Tabellenführer SC Rottal II erkämpfte sich der Klub ein sehr achtbares 4:4. Damit bleiben die Schachfreunde aus dem Landkreis auf Rang zwei der Niederbayernliga. Nur mit einem Sieg gegen die Rottaler wäre der Aufstieg in die Regionalliga möglich gewesen. Die Vorzeichen standen gar nicht schlecht: zum ersten Mal überhaupt in diesem Jahr war es Mannschaftführer Hans Theiß gelungen, alle acht Stammspieler an die Bretter zu bekommen. An Motivation und Kampfgeist mangelte es ebenfalls nicht. Allerding wussten auch die Gäste aus Eggenfelden und Pfarrkirchen genau, wie wichtig dieses Spiel werden würde und traten ebenfalls mit ihren österreichischen Gastspielern und damit fast in Bestbesetzung an.

Es entwickelte sich sofort ein heißes Gefecht, nur an Brett drei zeigte sich Dr. Christoph Schultes von seiner friedfertigen Seite und nahm ein frühes Remisgebot an.  Sein beschleunigter Drache hatte ihm zwar Ausgleich, aber keinen Vorteil eingebracht. Martin Christlmaier und Alexander Hirtreiter  kämpften da schon deutlich härter. In der Skandinavischen Verteidigung und in der Englischen Eröffnung mussten sie einige Schwierigkeiten meistern, ehe sie ruhige Mittelspiele erreichten. Diese gaben dann jedoch auch nicht mehr als zwei Unentschieden her.

In Topform präsentierte sich dagegen Kurt Hähnlein. Der amtierende niederbayerische Seniorenmeister hat derzeit einen beachtlichen Lauf. Das abgelehnte Blumenfeld-Gambit stellte ihn nur Anfangs vor gewisse Probleme.

"Erste" siegt 4,5:3,5 - Reserve mit Remis

Kurt Hähnlein hatte dieses Mal gut Lachen.Wenn das Glück ein Schachspieler wäre, dann muss es letzten Sonntag ein Mitglied des Schachklubs Landau-Dingolfing gewesen sein. Anders lässt sich nämlich der 4,5:3,5-Erfolg im Auswärtsspiel gegen die Spielgemeinschaft Regen-Viechtach nicht erklären. Im Vorfeld kam es bereits zu einem  ersten Rückschlag, da Helmut Kurz, ein zuverlässiger Stammspieler, krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel. Dankenswerterweise sprang Reservist Dietmar Weidlich ein und so machte man sich bei Eiseskälte auf den Weg in den Bayerischen Wald. Im Spiellokal zeigte sich bald, dass die Regener eigentlich die etwas stärkere Mannschaft waren. Lediglich Dr. Christoph Schultes und sein Kontrahent einigten sich bereits nach sieben Zügen auf ein Remis; an den anderen Brettern sah die Lage dagegen meist alles andere als rosig aus. Kurt Hähnleins Gegner erspielte sich aus der Königindischen Verteidigung heraus einen wunderschönen Angriff auf die Königsstellung des amtierenden niederbayerischen Seniorenmeisters. Martin Christlmaier lehnte ein Eröffnungsgambit noch korrekt ab,  musste dann aber einen ungewollten Bauernverlust hinnehmen, der ihm im Gegenzug nur eine sehr bescheidene Initiative einbrachte. Dietmar Weidlich opferte seinen Läufer etwas optimistisch in die feindliche Königsstellung.

Mannschaftsführer Florian Huber war mit der Gesamtleistung zufriedenIn der Niederbayernliga scheint der Klassenerhalt fast perfekt zu sein und in der Bezirksliga West bestehen weiter Aufstiegschancen. Solautete das positive Fazit des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Sonntag.  Wieder einmal waren beide Mannschaften im Kolpinghaus Dingolfing zum Doppelheimspiel angetreten und zwar gegen den SC Straubing I und den SV Aham.

Da bekannt war, dass die Straubinger auswärts manchmal an den hinteren Brettern etwas schwächeln, hatte sich der Klub durchaus gewisse Hoffnungen gemacht. Die Devise lautete deshalb: vorne wird versucht, Remis zu halten, die zweite Mannschaftshälfte spielt auf Sieg! Diese Taktik ging auch tatsächlich auf. Helmut Fuchsgruber überrannte seinen Gegner an Brett sechs mit der Colle-Zukertort-Eröffnung förmlich und meldete bereits nach knapp zwei Stunden den Partiegewinn. Fast zeitgleich konnte  Martin Christlmaier am Spitzenbrett ein Remis einheimsen.

Im Vierspringerspiel war er mit den schwarzen Steinen in der Lage, den weißen Anfangsvorteil zu neutralisieren und drohte bereits einen Bauern zu gewinnen, so dass sein Gegenüber trotz deutlicher DWZ-Überlegenheit recht zufrieden mit der Punkteteilung sein durfte. Alles in allem: eine hervorragende Leistung von Christlmaier! Mirsad Adrovic und Alexander Hirtreiter taten es ihm an den Brettern drei und vier nach. Beide erhielten in der Spanischen Partie erstaunlich früh Remisangebote, die sie auch annahmen.

Rudi Senff gehörte ebenfalls zu den Siegern        Es war schließlich doch der erhoffte Sieg, den der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag gegen den SC Rottal 3 feiern konnte. Dieses Ergebnis war umso wichtiger, als der Klub sich nach wie vor gefährlich nahe an der Abstiegszone der Niederbayernliga befindet. Allerdings fiel der Triumpf mit 6,5 zu 1,5 Punkten doch etwas zu hoch aus, das Glück war den Dingolfingern im Auswärtskampf dieses Mal doch recht hold gewesen.  Zwei Stunden lang leisteten die Rottaler erbitterten Widerstand, dann aber neigte sich die Waagschale langsam aber sicher zu Gunsten der Gäste. Als erste meldeten Kurt Hähnlein (Brett fünf) und Helmut Kurz (Brett acht) volle Punktgewinne. Hähnleins Gegner hatte das angenommene Damengambit etwas unglücklich behandelt, so dass ihm der amtierende niederbayerische Seniorenmeister die Rochade zerstören und anschließend eine Leichtfigur erobern konnte.  Helmut Kurz dagegen setzte im Staunton-Holländer alles auf eine Karte, verspeiste einen ziemlich vergifteten Bauern und starte anschließend einen verzweifelten Verteidigungskampf.

Manuel Albrecht gehört zu den erfolgreichen Jugendlichen des KlubsDie diesjährige Saison scheint für den Schachklub Landau-Dingolfing ein stetiges Auf und Ab in der Niederbayernliga zu werden. Nachdem man vor zwei Wochen noch recht unglücklich gegen den TSV Aidenbach verloren hatte, gelang am letzten Sonntag ein 5:3-Erfolg gegen die Gäste aus Grafenau. Dabei hätten Schachtheoretiker eine wahre Freude an dieser Begegnung gehabt: An den ersten vier Brettern kam es ausschließlich zu Sizilianischen Partien, aber in den unterschiedlichsten Variationen. Und in allen vier Spielen scheiterte diese Verteidigungsstrategie an den weißen Angriffen. Am ersten Brett versuchte Mannschaftsführer Hans Theiß im beschleunigten Sizilianischen Drachen seinen Gegner mit einem frühen Springerausflug zu überrumpeln. Der Grafenauer war jedoch gut vorbereitet, parierte den Ausfall mit leichter Hand und eroberte im Zuge eines heftigen Königsangriffs die Qualität für zwei Leichtfiguren. Diesen Vorteil setzte er im Endspiel auch sicher um. Am zweiten Brett konterte Martin Christlmaier den ihm vorgesetzten Sizilianer mit der Alapin-Eröffnung. Aus einem ruhigen Mittelspiel entstand ein Damenendspiel, wobei der Landauer am Damenflügel über die Bauernmajorität verfügte. Dieses kleine Plus setzte Christlmaier schnell genug um, noch bevor sein Kontrahent seine Zentrumsbauern in Bewegung setzen konnte. Diese Partie endete zu Gunsten des Klubs. Dr. Christoph Schultes optierte ebenfalls für den beschleunigten Sizilianischen Drachen. Zwei ungenaue Züge ließen den Jugoslawischen Gegenangriff des Grafenauers aber immer stärker werden und schließlich war Dr. Schultes nicht mehr in der Lage, die weiße Bauernumwandlung am Damenflügel zu verhindern. Alexander Hirtreiter packte an Brett vier den Sizilianischen Stier mit Hilfe der komplizierten Grand-Prix-Attacke bei den Hörnern. Nach einem schönen Bauerngewinn leitete er in ein gewonnenes Turmendspiel über.

Verkehrte Welt beim Schachklub Landau-Dingolfing: Während die vermeintlich stärkere erste Mannschaft schwächelt, brennt die zweite Mannschaft ein kleines Erfolgsfeuerwerk ab.

Mit Dietmar Weidlich, Gottlieb Kutschera, Florian Huber, Manuel Albrecht, Niklas Rohne, Felix Durmaier, Karl-Heinz Krause und Krystian Ofierzynski traten letztere fast in Bestaufstellung gegen den SC Straubing an. Zudem startete der Klub schon mit einem kleinen Vorteil: Die Straubinger kamen mit einem Mann weniger – ob dieser noch nachkommen würde, war ungewiss. In einem solchen Fall greift dann die Karenzzeit; während die FIDE – der Dachverband des deutschen Schachbundes – den sofortigen Verlust der Partie vorschreibt, darf ein Spieler sich in Niederbayern eine Stunde verspäten. Letztlich gewann Huber aber doch kampflos. Etwas später fiel auch auf den Brettern sieben und acht die Entscheidung: Krause nahm in einer geschlossenen Stellung ein Remisangebot seines Gegners an und Ofierzynski konnte – zum dritten Mal in dieser Saison – einen schnellen Sieg verzeichnen. Der Neuzugang bleibt damit der erfolgreichste Spieler der Saison. Rohne gab auch Remis – etwas enttäuschend, hätte er doch seinen Gegner in einigen Zügen Matt setzen können. Zwischenzeitlich gerieten die Siegesambitionen der Landauer ins Stocken:

Nach dem sehr mäßigem Start in die Saison vor drei Wochen mussten sich die Mannen des Schachklubs Landau-Dingolfing an diesem Wochenende zwei weiteren Angstgegnern stellen. Die erste Mannschaft trat beim TV Geiselhöring an, die die zweite Mannschaft war zu Gast bei der JVA Straubing. Gegen beide Kontrahenten hatte man im letzten Jahr noch böse Niederlagen einstecken müssen. Zur großen Freude aller sollte es dieses Mal aber anders kommen.

Hans Theiß war mit sich und seiner Mannschaft zufrieden.


Im Vereinslokal des TV Geiselhöring kam es zu zum Teil heftigen Gefechten an den Brettern. Lediglich an Brett zwei zeigten sich Martin Christlmaier und sein Gegenüber recht friedfertig. Nachdem sich in der Englischen Partie bald ein Damentausch abzeichnete, einigten sich die zwei auf ein Unentschieden. Helmut Fuchsgruber erspielte sich an Brett sechs mit Hilfe der Tarrasch-Verteidigung einen schönen Eröffnungsvorteil, überspannte dann aber den Bogen und verspeiste im Mittelspiel zu viele ungesunde Bauern, was den Verlust eines Springers nach sich zog. Wenig später kapitulierte der Dingolfinger. Diesen Nachteil glich anschließend aber der amtierende niederbayerische Seniorenmeister Kurt Hähnlein wieder aus. Im Orthodoxen Damengambit postierte er seine Schwerfiguren so druckvoll, dass schon ein kleiner Fehler des Geiselhöringers dem Dingolfinger zum Erfolg verhalf. Rudi Senff war dagegen am vorletzten Brett mit seinem Königsindischen Angriff nicht so erfolgreich. Sein Gegner wehrte alle Ausbrüche ab. Als alle Leichtfiguren getauscht waren, musste Senff in das Remis einwilligen; das entstandene Turmendspiel war nicht mehr zu gewinnen. Nun erfolgte am Spitzenbrett ein Paukenschlag:

Helmut Fuchgruber punktete an Brett 6.

Die neue Saison begann für den Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag so, wie die letztjährige: eher mau. Bereits im Vorfeld waren in der ersten Mannschaft mit Mirsad Adrovic, Rudi Senff und Dietmar Weidlich drei wichtige Stammspieler aus unterschiedlichen Gründen ausgefallen. Sie mussten durch Spieler aus der zweiten Mannschaft ersetzt werden, die nun ihrerseits entsprechend geschwächt an den Start ging. Gespielt wurde erstmals im Dingolfinger Kolpinghaus in der Oberen Stadt, dem neuen Spiellokal.

Gegen die Mannen des Schachvereins Schaibing, die beinahe in Bestbesetzung antraten, setzte es eine kräftige 5-zu-3 -Klatsche. Alexander Hirtreiter ließ sich im Königsgambit zu einem scharfen Figurenopfer hinreißen. Dadurch gewann er zwar deutlichen Entwicklungsvorsprung, sein Kontrahent verteidigte sich aber anschließend geschickt und konnte seinen König in Sicherheit bringen. Am Ende musste Hirtreiter mit einer Minusfigur die Segel streichen. Ganz ähnlich erging es Ersatzspieler Manuel Albrecht. In der Spanischen Abtauschvariante überschätzte er seine Möglichkeiten deutlich, wurde schon in der Eröffnung überspielt und kapitulierte bald darauf. Gottlieb Kutschera wählte die Sizilianische Verteidigung. Sein Gegner wich jedoch allen Finten aus und strebte ein ruhiges Mittelspiel an, das Kutschera schließlich Remis gab. Kurt Hähnlein tat es ihm wenig später gleich: Aus einer ruhigen Eröffnung heraus war ein völlig ausgeglichenes Endspiel geworden, das keine Seite mehr gewinnen konnte. Besser machte es dagegen Helmut Fuchsgruber. Der Dingolfinger, der keine sehr gute letzte Saison gespielt hatte, war dieses Mal in Topform: Im Colle-System ließ er dem Schaibinger keine Chance und klaute im Mittelspiel gleich mehrere Bauern. Das Läuferendspiel war klar schließlich gewonnen.

Verbleib in der Niederbayernliga ist gewährleistet

 

Mannschaftsführer Hans Theiß war mit der Saisonleistung zufrieden.Es ist geschafft! Am Ende einer unglaublich engen und spannenden Saison konnte der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag in seinem Heimspiel gegen den SK Passau 2 durch ein 4:4 -Unentschieden den Verbleib in der Niederbayernliga perfekt machen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Schachfreunde aus dem Landkreis acht Zähler auf dem Konto stehen und es war nicht sicher, ob das ausreichen würde, zumal bis zum Schluss unklar blieb, wie viele Mannschaften aus der Regionalliga in die Niederbayernliga absteigen werden und wie viele Vereine deshalb die Niederbayernliga verlassen müssen. Die Mannen um Mannschaftsführer Hans Theiß hatten eine sehr wechselhafte Saison hinter sich: Großartige Siege gegen favorisierte Mannschaften wie den SV Schaibing und den FC Ergolding standen unglückliche, aber auch selbstverschuldete Niederlagen gegen etwas schwächere Vereine, wie den SC Bayerwald, gegenüber.

Am letzten Spieltag war nur soviel klar: Ein Unentschieden würde den Klassenerhalt aus eigener Kraft sichern, bei einem vollen Punktverlust hätte man nur noch auf „passende“ Ergebnisse aus der Regionalliga hoffen können. Besonders bitter war der Umstand, dass ausgerechnet am letzten Spieltag Mannschaftsführer Hans Theiß, sowie Alexander Hirtreiter und Gottlieb Kutschera aus beruflichen bzw. familiären Gründen aussetzten mussten und man - zum ersten Mal in der Saison - ernsthaft ersatzgeschwächt aufmarschierte. Was nun folgte, war eine beeindruckende kämpferische Leistung.

Christoph Schultes 4,5: 3,5 zu Gunsten des SV Röhrnbach, so lautete das zwar erwartete, bei genauer Betrachtung dann aber doch enttäuschende Endergebnis, das der Schachklub Landau-Dingolfing im Auswärtsspiel der Niederbayernliga einfuhr. Hans Theiß, Martin Christlmaier, Dr. Christoph Schultes, Helmut Fuchsgruber, Alexander Hirtreiter, Kurt Hähnlein, Rudi Senff und Gottlieb Kutschera hatten sich im Vorfeld wenig Hoffnungen gemacht. Der SV Röhrnbach war als Tabellenführer mit Aufstiegsambitionen doch klarer Favorit.

Zur Überraschung aller konnten die Dingolfinger aber durchaus mithalten. Mannschaftsführer Theiß bekam das tschechische Jugendtalent Jan Havlik vorgesetzt. Letzter spielt seit dieser Saison beim SV Röhrnbach und zählt mit seinen 2350 DWZ-Punkten zu den stärksten Spielern der Liga. Diesen Umstand ignorierend, ging Theiß mit den weißen Steinen aggressiv zu Werke und baute sich Schritt für Schritt die deutlich bessere Bauernstruktur auf.  So eingeengt, blieb dem Röhrnbacher nichts anderes übrig, als die Qualität für das Läuferpaar herzugeben, um sich zumindest etwas Luft zu verschaffen. Dennoch war nach ca. zwei Stunden die kleine Sensation perfekt: Theiß vermeldete einen vollen Punktgewinn.  Die Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten: An Brett zwei widerlegte der neue Niederbayerische Meister Roland Knechtel gekonnt Christlmaiers Tarrasch-Verteidigung. Es gelang ihm, den Landauer an der Rochade zu hindern und dessen König in der Brettmitte festzuhalten. Den wuchtigen Angriffen seines Kontrahenten konnte Christlmaier nichts mehr entgegen setzen und kapitulierte schließlich.

Siebte Runde der Niederbayernliga und Bezirksliga West

Florian Huber konnte mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein.Am vergangenen Sonntag spielten die Schachfreunde des SK Landau-Dingolfing im Gasthof Bubenhofer die siebte Runde der Niederbayernliga und der Bezirksliga-West. Für die zweite Mannschaft war es zugleich der letzte “Waffengang”. Unter acht Mannschaften erreichten sie trotz einer unnötigen 3,5:4,5 Niederlage gegen den TSV Ergoldbach einen respektablen vierten Platz.

Gespielt wurde wie immer mit acht Mann pro Mannschaft. Pro Partie und Spieler waren für die ersten 40 Züge zwei Stunden Bedenkzeit vorgesehen und bei Erreichen dieser Zugzahl eine weitere Stunde für den Rest der Partie.

Dabei ging es gleich zu Saisonbeginn mit einem Dämpfer los: Gegen die zweite Mannschaft des SC Straubing verlor man mit einem knappen 3,5:4,5. Doch schon in der nächsten Runde remisierten die Landauer gegen den späteren Erstplatzierten SC Rottal 3. Auch die JVA Straubing ist mit einer Mannschaft in den niederbayerischen Ligen vertreten und versetze den Landauern die einzige eindeutige Niederlage. In den folgenden drei Spielen gingen die Dingolfinger gegen die Schachkollegen aus Simbach, Ergolding und Aham dann aber stets als Sieger hervor. Besonders zu betonen ist die Leistung der Jugend: Niklas Rohne, Manuel Albrecht, Felix Durmaier und Mannschaftsführer Florian Huber trugen mit Siegen und Unentschieden oft zur Sicherung der Mannschaftserfolge bei. Auch die Senioren des Vereins  Gottlieb Kutschera, Albert Jahrstorfer und Hermann Stadler stellten eine wichtige Stütze dar, so dass man nach der sechsten Runde sogar Ambitionen auf den zweiten Platz hatte. Vorrausgesetzt man würde die Zweitplatzierten vom TSV Ergoldsbach schlagen.

Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.