Gottlieb Kutschera holte eine sicheres Remis.Die bisherige Saison in der Regionalliga und der Bezirksliga läuft für den Schachklub Landau-Dingolfing alles andere als gut. Mit 1:7 musste die erste Mannschaft beim Nachbarverein SV Deggendorf eine schwere Niederlage hinnehmen. Dieser Verlust war an sich erwartet worden, da die Deggendorfer an den ersten beiden Brettern mit einem bulgarischen Großmeister und einem serbischen Spitzenspieler antraten, dennoch wirkte das Ergebnis ernüchternd. Lediglich Altmeister Kurt Hähnlein und Ersatzspieler Karl-Heinz Krause konnten ihre Partien remis halten. Martin Christlmaier, Hans Theiß, Alexander Hirtreiter, Krystian Ofierzynski, Helmut Kurz und Helmut Fuchsgruber hatten ihren Gegner nichts entgegen zu setzen und kapitulierten mit der Zeit.

Die 5:3-Niederlage der zweiten Mannschaft gegen den SV Aham war dagegen ein leichter Schock, hatte man sich doch zu Saisonbeginn noch Hoffnungen auf den Aufstieg gemacht. Zwar muss gesagt werden, dass die Mannschaft wie schon in der letzten Runde nur mit sieben Mann antreten konnte, da man erneut kurzfristig einen Ersatz für die Regionalliga abzustellen hatte; das Endergebnis fußte aber letztendlich nicht auf dieser numerischen Unterlegenheit, sondern auf individuellen Fehlleistungen.

Am besten machten es noch Gottlieb Kutschera und Helmut Stadler. Den Trompowskyangriff seines Kontrahenten wehrte Kutschera geschickt ab und wickelte in ein Turmendspiel über, in dem Weiß zwar etwas Initiative aber keine Gewinnmöglichkeiten aufweisen konnte. Im 44. Zug einigte man sich auf Remis.  Stadler baute im Orthodoxen Damengambit langsam Druck auf und im Mittelspiel trieb er den Ahamer in einen Fehler. Als dieser den Verlust seiner Dame kommen sah, strich er die Segel.

 

Foto: Karl-Heinz Krause erstritt einen vollen Punkt.Dass an manchen Tagen alles schief laufen kann, das mussten die beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Wochenende erfahren. Geradezu reihenweise fiel Stammpersonal aus. Dabei spielten sowohl berufliche als auch private Gründe und Krankheiten eine Rolle. Die Lage war so ernst, dass die zweite Mannschaft am Samstag sogar nur mit sieben Mann gegen die Schachgruppe der JVA Straubing antreten musste. Dabei entschieden sich die Vereinsspieler, das Spitzenbrett frei zu lassen und somit diesen Punkt kampflos aufzugeben.

Diesen anfänglichen Rückstand konnte, der wie gewohnt zuverlässige, Krystian Ofierzynski schnell ausgleichen. Nach seiner recht passiven Tschigorin-Verteidigung lenkte er in ein kompliziertes Mittelspiel und eroberte durch eine schöne Kombination das Läuferpaar für einen Turm. Als dann auch noch der letzte gegnerische Freibauer erobert wurde, war der erste Sieg des Klubs perfekt.

Manuel Albrecht agierte im Paulsen-Kann-Sizilianer anfangs auf Grund eines überhasteten Springertausches recht unglücklich, erzwang dann aber recht geschickt ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, das für seinen Kontrahenten nicht mehr zu gewinnen war und man einigte sich daher auf ein gerechtes Remis. Dann jedoch gerieten die Schachfreunde aus dem Landkreis wieder in Rückstand, als Albert Schmol - ebenfalls im Sizilianer - am Damenflügel zu heftig attackierte und im 25. Zug eine Figur und wenig später die Partie verlor. Ganz ähnlich erging es Helmut Stadler im Damengambit. Ein simpler Rechenfehler ruinierte sein gesamtes Spiel.

 

 

Manuel Albrecht konzentriert beim Spiel.Mit einer deutlichen 5,5:2,5-Niederlage beim SK Bruckmühl musste der Schachklub Landau-Dingolfing die Heimreise antreten. Es war die erste Begegnung dieser Art in der Regionalliga Süd-Ost, in die der Klub diese Saison aufgestiegen war. Da alle bereits im Vorfeld wussten, dass die Mannschaften auf gesamtbayerische Ebene eine ganze Klasse stärker sind, als der heimische Verein, tat die Niederlage auch nicht sonderlich weh. In diesem Jahr gilt für die erste Mannschaft das Motto „Dabei sein ist alles“.
Es kamen bei dieser Begegnung  jedoch  einige gute Ergebnisse zu Stande. So konnten Dr. Christoph Schultes, Alexander Hirtreiter, Kurt Hähnlein, Rudi Senff und Helmut Kurz ihre Partien unentschieden halten und das gegen Kontrahenten, die im Schnitt 150 DWZ-Punkte mehr auf dem Konto hatten. Martin Christlmaier, Dietmar Weidlich und Helmut Fuchsgruber mussten sich leider der Übermacht ihrer Gegner beugen.
 
Dagegen legte die zweite Mannschaft in der Bezirksliga West gegen den SC Simbach einen furiosen Start hin. Im Auswärtsspiel triumphierte sie mit 7,5 zu 0,5 Zählern! An Brett eins griff Gottlieb Kutschera in der Eröffnung zwar etwas daneben, was ihm eine ziemlich schwierige Stellung im Mittelspiel einbrachte;  danach aber stand ihm aber das Glück zur Seite und sein Gegenüber stellte schlichtweg eine Figur ein, so dass  das Spiel des Dingolfingers doch noch von Erfolg gekrönt war.

Dr. Christoph Schultes steuerte einen halben Punkt bei.Mit einer Riesenüberraschung endete am Sonntag die neunte und letzte Runde in der Niederbayernliga: der bisherige Tabellenführer, der SC Rottal II, patzte in Grafenau, so dass dem Schachklub Landau-Dingolfing im Auswärtsspiel gegen den FC Ergolding ein 4,5:3,5-Erfolg reichte, um zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die niederbayerische Mannschaftsmeisterschaft zu erringen! Dabei hatte es zu Saisonbeginn noch eher so ausgesehen, also ob sich der Klub um den Abstieg sorgen machen müsste. Zwei herbe Niederlagen gegen die Schachfreunde aus Schaibing und Aidenbach erzeugten zunächst Stirnrunzeln bei den Schachspielern des Landkreises. In der zweiten Saisonhälfte wendete sich dann das Blatt. Der Schachverein eilte von Sieg zu Sieg. Gründe hierfür gab es mehrere. Zum einen gelang es dieses Mal, dass fünf der acht Stammspieler in der Lage waren, alle neun Runden zu absolvieren. Dies verschaffte der heimischen Truppe eine ganz erhebliche Konstanz und einen großen Pluspunkt gegenüber den Konkurrenten. Hinzu kamen etliche gute Einzelleistungen und, auch das sei gesagt: eine gute Portion Glück. Einige gegnerische Mannschaften halfen bei den Erfolgen des Schachklubs kräftig mit, so im Übrigen auch der FC Ergolding in der letzten Runde. Da ein Spieler am Spieltag völlig überraschend absagen musste, waren die Mannen um Mannschaftsführer Hans Theiß bloß zu siebt angereist. Sonderlich verärgert war deshalb jedoch keiner, denn, so glaubten alle, „es geht ja sowieso um nichts mehr“.

Am Ende hat es doch nicht ganz sollen sein, mussten sich die Spieler des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Sonntag schließlich eingestehen.  Im Topspiel der Saison gegen den Tabellenführer SC Rottal II erkämpfte sich der Klub ein sehr achtbares 4:4. Damit bleiben die Schachfreunde aus dem Landkreis auf Rang zwei der Niederbayernliga. Nur mit einem Sieg gegen die Rottaler wäre der Aufstieg in die Regionalliga möglich gewesen. Die Vorzeichen standen gar nicht schlecht: zum ersten Mal überhaupt in diesem Jahr war es Mannschaftführer Hans Theiß gelungen, alle acht Stammspieler an die Bretter zu bekommen. An Motivation und Kampfgeist mangelte es ebenfalls nicht. Allerding wussten auch die Gäste aus Eggenfelden und Pfarrkirchen genau, wie wichtig dieses Spiel werden würde und traten ebenfalls mit ihren österreichischen Gastspielern und damit fast in Bestbesetzung an.

Es entwickelte sich sofort ein heißes Gefecht, nur an Brett drei zeigte sich Dr. Christoph Schultes von seiner friedfertigen Seite und nahm ein frühes Remisgebot an.  Sein beschleunigter Drache hatte ihm zwar Ausgleich, aber keinen Vorteil eingebracht. Martin Christlmaier und Alexander Hirtreiter  kämpften da schon deutlich härter. In der Skandinavischen Verteidigung und in der Englischen Eröffnung mussten sie einige Schwierigkeiten meistern, ehe sie ruhige Mittelspiele erreichten. Diese gaben dann jedoch auch nicht mehr als zwei Unentschieden her.

In Topform präsentierte sich dagegen Kurt Hähnlein. Der amtierende niederbayerische Seniorenmeister hat derzeit einen beachtlichen Lauf. Das abgelehnte Blumenfeld-Gambit stellte ihn nur Anfangs vor gewisse Probleme.

"Erste" siegt 4,5:3,5 - Reserve mit Remis

Kurt Hähnlein hatte dieses Mal gut Lachen.Wenn das Glück ein Schachspieler wäre, dann muss es letzten Sonntag ein Mitglied des Schachklubs Landau-Dingolfing gewesen sein. Anders lässt sich nämlich der 4,5:3,5-Erfolg im Auswärtsspiel gegen die Spielgemeinschaft Regen-Viechtach nicht erklären. Im Vorfeld kam es bereits zu einem  ersten Rückschlag, da Helmut Kurz, ein zuverlässiger Stammspieler, krankheitsbedingt kurzfristig ausfiel. Dankenswerterweise sprang Reservist Dietmar Weidlich ein und so machte man sich bei Eiseskälte auf den Weg in den Bayerischen Wald. Im Spiellokal zeigte sich bald, dass die Regener eigentlich die etwas stärkere Mannschaft waren. Lediglich Dr. Christoph Schultes und sein Kontrahent einigten sich bereits nach sieben Zügen auf ein Remis; an den anderen Brettern sah die Lage dagegen meist alles andere als rosig aus. Kurt Hähnleins Gegner erspielte sich aus der Königindischen Verteidigung heraus einen wunderschönen Angriff auf die Königsstellung des amtierenden niederbayerischen Seniorenmeisters. Martin Christlmaier lehnte ein Eröffnungsgambit noch korrekt ab,  musste dann aber einen ungewollten Bauernverlust hinnehmen, der ihm im Gegenzug nur eine sehr bescheidene Initiative einbrachte. Dietmar Weidlich opferte seinen Läufer etwas optimistisch in die feindliche Königsstellung.

Mannschaftsführer Florian Huber war mit der Gesamtleistung zufriedenIn der Niederbayernliga scheint der Klassenerhalt fast perfekt zu sein und in der Bezirksliga West bestehen weiter Aufstiegschancen. Solautete das positive Fazit des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Sonntag.  Wieder einmal waren beide Mannschaften im Kolpinghaus Dingolfing zum Doppelheimspiel angetreten und zwar gegen den SC Straubing I und den SV Aham.

Da bekannt war, dass die Straubinger auswärts manchmal an den hinteren Brettern etwas schwächeln, hatte sich der Klub durchaus gewisse Hoffnungen gemacht. Die Devise lautete deshalb: vorne wird versucht, Remis zu halten, die zweite Mannschaftshälfte spielt auf Sieg! Diese Taktik ging auch tatsächlich auf. Helmut Fuchsgruber überrannte seinen Gegner an Brett sechs mit der Colle-Zukertort-Eröffnung förmlich und meldete bereits nach knapp zwei Stunden den Partiegewinn. Fast zeitgleich konnte  Martin Christlmaier am Spitzenbrett ein Remis einheimsen.

Im Vierspringerspiel war er mit den schwarzen Steinen in der Lage, den weißen Anfangsvorteil zu neutralisieren und drohte bereits einen Bauern zu gewinnen, so dass sein Gegenüber trotz deutlicher DWZ-Überlegenheit recht zufrieden mit der Punkteteilung sein durfte. Alles in allem: eine hervorragende Leistung von Christlmaier! Mirsad Adrovic und Alexander Hirtreiter taten es ihm an den Brettern drei und vier nach. Beide erhielten in der Spanischen Partie erstaunlich früh Remisangebote, die sie auch annahmen.

Rudi Senff gehörte ebenfalls zu den Siegern        Es war schließlich doch der erhoffte Sieg, den der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag gegen den SC Rottal 3 feiern konnte. Dieses Ergebnis war umso wichtiger, als der Klub sich nach wie vor gefährlich nahe an der Abstiegszone der Niederbayernliga befindet. Allerdings fiel der Triumpf mit 6,5 zu 1,5 Punkten doch etwas zu hoch aus, das Glück war den Dingolfingern im Auswärtskampf dieses Mal doch recht hold gewesen.  Zwei Stunden lang leisteten die Rottaler erbitterten Widerstand, dann aber neigte sich die Waagschale langsam aber sicher zu Gunsten der Gäste. Als erste meldeten Kurt Hähnlein (Brett fünf) und Helmut Kurz (Brett acht) volle Punktgewinne. Hähnleins Gegner hatte das angenommene Damengambit etwas unglücklich behandelt, so dass ihm der amtierende niederbayerische Seniorenmeister die Rochade zerstören und anschließend eine Leichtfigur erobern konnte.  Helmut Kurz dagegen setzte im Staunton-Holländer alles auf eine Karte, verspeiste einen ziemlich vergifteten Bauern und starte anschließend einen verzweifelten Verteidigungskampf.

Manuel Albrecht gehört zu den erfolgreichen Jugendlichen des KlubsDie diesjährige Saison scheint für den Schachklub Landau-Dingolfing ein stetiges Auf und Ab in der Niederbayernliga zu werden. Nachdem man vor zwei Wochen noch recht unglücklich gegen den TSV Aidenbach verloren hatte, gelang am letzten Sonntag ein 5:3-Erfolg gegen die Gäste aus Grafenau. Dabei hätten Schachtheoretiker eine wahre Freude an dieser Begegnung gehabt: An den ersten vier Brettern kam es ausschließlich zu Sizilianischen Partien, aber in den unterschiedlichsten Variationen. Und in allen vier Spielen scheiterte diese Verteidigungsstrategie an den weißen Angriffen. Am ersten Brett versuchte Mannschaftsführer Hans Theiß im beschleunigten Sizilianischen Drachen seinen Gegner mit einem frühen Springerausflug zu überrumpeln. Der Grafenauer war jedoch gut vorbereitet, parierte den Ausfall mit leichter Hand und eroberte im Zuge eines heftigen Königsangriffs die Qualität für zwei Leichtfiguren. Diesen Vorteil setzte er im Endspiel auch sicher um. Am zweiten Brett konterte Martin Christlmaier den ihm vorgesetzten Sizilianer mit der Alapin-Eröffnung. Aus einem ruhigen Mittelspiel entstand ein Damenendspiel, wobei der Landauer am Damenflügel über die Bauernmajorität verfügte. Dieses kleine Plus setzte Christlmaier schnell genug um, noch bevor sein Kontrahent seine Zentrumsbauern in Bewegung setzen konnte. Diese Partie endete zu Gunsten des Klubs. Dr. Christoph Schultes optierte ebenfalls für den beschleunigten Sizilianischen Drachen. Zwei ungenaue Züge ließen den Jugoslawischen Gegenangriff des Grafenauers aber immer stärker werden und schließlich war Dr. Schultes nicht mehr in der Lage, die weiße Bauernumwandlung am Damenflügel zu verhindern. Alexander Hirtreiter packte an Brett vier den Sizilianischen Stier mit Hilfe der komplizierten Grand-Prix-Attacke bei den Hörnern. Nach einem schönen Bauerngewinn leitete er in ein gewonnenes Turmendspiel über.

Verkehrte Welt beim Schachklub Landau-Dingolfing: Während die vermeintlich stärkere erste Mannschaft schwächelt, brennt die zweite Mannschaft ein kleines Erfolgsfeuerwerk ab.

Mit Dietmar Weidlich, Gottlieb Kutschera, Florian Huber, Manuel Albrecht, Niklas Rohne, Felix Durmaier, Karl-Heinz Krause und Krystian Ofierzynski traten letztere fast in Bestaufstellung gegen den SC Straubing an. Zudem startete der Klub schon mit einem kleinen Vorteil: Die Straubinger kamen mit einem Mann weniger – ob dieser noch nachkommen würde, war ungewiss. In einem solchen Fall greift dann die Karenzzeit; während die FIDE – der Dachverband des deutschen Schachbundes – den sofortigen Verlust der Partie vorschreibt, darf ein Spieler sich in Niederbayern eine Stunde verspäten. Letztlich gewann Huber aber doch kampflos. Etwas später fiel auch auf den Brettern sieben und acht die Entscheidung: Krause nahm in einer geschlossenen Stellung ein Remisangebot seines Gegners an und Ofierzynski konnte – zum dritten Mal in dieser Saison – einen schnellen Sieg verzeichnen. Der Neuzugang bleibt damit der erfolgreichste Spieler der Saison. Rohne gab auch Remis – etwas enttäuschend, hätte er doch seinen Gegner in einigen Zügen Matt setzen können. Zwischenzeitlich gerieten die Siegesambitionen der Landauer ins Stocken:

Nach dem sehr mäßigem Start in die Saison vor drei Wochen mussten sich die Mannen des Schachklubs Landau-Dingolfing an diesem Wochenende zwei weiteren Angstgegnern stellen. Die erste Mannschaft trat beim TV Geiselhöring an, die die zweite Mannschaft war zu Gast bei der JVA Straubing. Gegen beide Kontrahenten hatte man im letzten Jahr noch böse Niederlagen einstecken müssen. Zur großen Freude aller sollte es dieses Mal aber anders kommen.

Hans Theiß war mit sich und seiner Mannschaft zufrieden.


Im Vereinslokal des TV Geiselhöring kam es zu zum Teil heftigen Gefechten an den Brettern. Lediglich an Brett zwei zeigten sich Martin Christlmaier und sein Gegenüber recht friedfertig. Nachdem sich in der Englischen Partie bald ein Damentausch abzeichnete, einigten sich die zwei auf ein Unentschieden. Helmut Fuchsgruber erspielte sich an Brett sechs mit Hilfe der Tarrasch-Verteidigung einen schönen Eröffnungsvorteil, überspannte dann aber den Bogen und verspeiste im Mittelspiel zu viele ungesunde Bauern, was den Verlust eines Springers nach sich zog. Wenig später kapitulierte der Dingolfinger. Diesen Nachteil glich anschließend aber der amtierende niederbayerische Seniorenmeister Kurt Hähnlein wieder aus. Im Orthodoxen Damengambit postierte er seine Schwerfiguren so druckvoll, dass schon ein kleiner Fehler des Geiselhöringers dem Dingolfinger zum Erfolg verhalf. Rudi Senff war dagegen am vorletzten Brett mit seinem Königsindischen Angriff nicht so erfolgreich. Sein Gegner wehrte alle Ausbrüche ab. Als alle Leichtfiguren getauscht waren, musste Senff in das Remis einwilligen; das entstandene Turmendspiel war nicht mehr zu gewinnen. Nun erfolgte am Spitzenbrett ein Paukenschlag:

Helmut Fuchgruber punktete an Brett 6.

Die neue Saison begann für den Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag so, wie die letztjährige: eher mau. Bereits im Vorfeld waren in der ersten Mannschaft mit Mirsad Adrovic, Rudi Senff und Dietmar Weidlich drei wichtige Stammspieler aus unterschiedlichen Gründen ausgefallen. Sie mussten durch Spieler aus der zweiten Mannschaft ersetzt werden, die nun ihrerseits entsprechend geschwächt an den Start ging. Gespielt wurde erstmals im Dingolfinger Kolpinghaus in der Oberen Stadt, dem neuen Spiellokal.

Gegen die Mannen des Schachvereins Schaibing, die beinahe in Bestbesetzung antraten, setzte es eine kräftige 5-zu-3 -Klatsche. Alexander Hirtreiter ließ sich im Königsgambit zu einem scharfen Figurenopfer hinreißen. Dadurch gewann er zwar deutlichen Entwicklungsvorsprung, sein Kontrahent verteidigte sich aber anschließend geschickt und konnte seinen König in Sicherheit bringen. Am Ende musste Hirtreiter mit einer Minusfigur die Segel streichen. Ganz ähnlich erging es Ersatzspieler Manuel Albrecht. In der Spanischen Abtauschvariante überschätzte er seine Möglichkeiten deutlich, wurde schon in der Eröffnung überspielt und kapitulierte bald darauf. Gottlieb Kutschera wählte die Sizilianische Verteidigung. Sein Gegner wich jedoch allen Finten aus und strebte ein ruhiges Mittelspiel an, das Kutschera schließlich Remis gab. Kurt Hähnlein tat es ihm wenig später gleich: Aus einer ruhigen Eröffnung heraus war ein völlig ausgeglichenes Endspiel geworden, das keine Seite mehr gewinnen konnte. Besser machte es dagegen Helmut Fuchsgruber. Der Dingolfinger, der keine sehr gute letzte Saison gespielt hatte, war dieses Mal in Topform: Im Colle-System ließ er dem Schaibinger keine Chance und klaute im Mittelspiel gleich mehrere Bauern. Das Läuferendspiel war klar schließlich gewonnen.

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