Mit 4,5:3,5-Sieg gegen SK Landshut die obere Tabellenhälfte erreicht

Die bittere Niederlage gegen den TSV Geiselhöring vor drei Wochen steckte den Schachfreunden aus Dingolfing-Landau noch in den Knochen, als sie am letzten Sonntag in der Niederbayernliga auswärts gegen die zweite Mannschaft des SK Landshut antraten. Da mit Martin Christlmaier ein wichtiger Akteur studienbedingt ausfiel, entschloss man sich, vor allem an den vorderen Brettern vorsichtig vorzugehen und stattdessen die Entscheidung auf den hinteren Rängen zu suchen. Diese Strategie ging auch tatsächlich auf: bereits nach elf Zügen nahmen die Landshuter an Brett eins und zwei die Remisangebote von Hans Theiß und Dr. Christoph Schultes an. Die Polnische Eröffnung und die Sizilianische Verteidigung hatten zu ausgeglichenen Mittelspielstellungen geführt, die für keine Seite leicht zu gewinnen gewesen wäre.

Alexander Hirtreiter baute im Orthodoxen Damengambit eine leichte Initiative am Königsflügel auf, die sein Kontrahent aber souverän neutralisierte. Dennoch lehnte der Dingolfinger zunächst die angebotene Punkteteilung ab. Sein Brettnachbar Kurt Hähnlein entschied sich, wie gewohnt, für eine ruhige Gangart. Sein Gegner ließ sich auch prompt zu einem wilden Angriff auf Hähnleins Königsflügel verleiten, den der niederbayerische Seniorenmeister aber geschickt widerlegte, was ihm eine Leichtfigur und kurz darauf den vollen Punktgewinn einbrachte. Daraufhin willigte nun auch Alexander Hirtreiter ins Remis ein. Dietmar Weidlich tauschte an Brett sieben alle Figuren ab, lediglich ein Läuferpaar und sämtliche (!) Bauern blieben in einer völlig verschachtelten Stellung stehen, in der kein Durchkommen war. Folglich einigte man sich auch hier auf ein Unentschieden.

Unnötige Niederlage gegen Geiselhöring - "Zweite" siegt

Manuel Albrecht holte einen ganzen Punkt.

Nach einer unnötigen 4,5:3,5-Niederlage gegen den TSV Geiselhöring befindet sich der Schachklub Landau-Dingolfing in der Niederbayernliga im Abstiegskampf. Dass es ein hartes Heimspiel werden würde, war vorher allem im Verein klar. Die Art und Weise, wie es verlief, löste aber dann doch Kopfschütteln aus. Martin Christlmaier bekam an Brett zwei den spielstärksten Geiselhöringer vorgesetzt. Im Steinitz-Franzosen steuerten beide bald auf vertauschte Rochaden zu und Christlmaier entfesselte einen wilden


Dann aber ging es nur noch abwärts. Dr. Christoph Schultes hatte sich im Wolga-Gambit eine vorteilhafte Stellung aufgebaut. In Zeitnot übersah er einen Bauernvorstoß im Mittelspiel und warf die gesamt Partie praktisch mit einem Zug weg. Helmut Kurz war im Turmendspiel bereits zwei ganze Bauern vorn, schaffte es aber einfach nicht, das Dauerschach seines Gegenübers abzuschütteln und musste sich mit Remis zufrieden geben.

Zweite Mannschaft mit Sensationssieg beim SC Simbach

Bisher ungeschlagen und ein Erfolgsgarant des Schachklubs: Helmut KurzAllzu viel Hoffnung hatten die Mannen des Schachklubs Landau-Dingolfing zwar nicht, als sie letzten Sonntag in der Niederbayernliga auswärts gegen den SC Straubing I und damit gegen einen der Titelaspiranten antreten mussten.  Die Straubinger entpuppten sich dann auch bald als die erwarteten schweren Gegner, zumal sie, um zwei Ausfälle kompensieren zu können, ihre beiden Spitzenspieler aus der zweiten Mannschaft an den hinteren Brettern aufboten.  Dennoch leisteten die Dingolfinger heftigen Widerstand. Alexander Hirtreiter und sein Kontrahent einigten sich ziemlich schnell auf ein Remis, ansonsten wurde in allen Partien intensiv gekämpft.

Kurt Hähnlein wählte die Skandinavische Verteidigung und hielt seine Stellung gut zusammen. Nachdem die Schwerfiguren abgetauscht waren und der Straubinger kein Durchkommen mehr sah, einigten sich die beiden auf die Punkteteilung. Martin Christlmaier konnte im Spanier den Eröffnungsvorteil seines ca. 200 DWZ-Punkte stärkeren Gegners durch einen schönen Zentrumsvorstoß egalisieren. Zwar  versuchte sein Kontrahent noch die Initiative am Königsflügel an sich zu reißen, bot aber nach dem Scheitern dieses Unterfangens selbst remis, was Christlmaier sofort annahm. Für Hans Theiß und Rudi Senff lief es dagegen in der Tschigorin-Verteidigung bzw. im Königsindischen Angriff nicht sonderlich gut. Theiß übersah einen taktischen Einschlag im Zentrum, der prompt eine Qualität kostete, während Senff im Mittelspiel nach einer leichten Ungenauigkeit Material einbüßte. Am Ende gingen beide Partien verloren. Helmut Fuchsgruber, Gottlieb Kutschera und Dr. Christoph Schultes bekamen es mit dem Benoni-System und der Französischen Eröffnung zu tun, konnten aber keine gewinnbringende Züge finden. Dr. Schultes erspielte sich gegen den stärksten Straubinger, Fidemeister Scheipl, eine aussichtsreiche Stellung.  Am Ende sprang bei ihm, wie bei den beiden anderen, aber nur ein Unentschieden heraus. So hieß es am Ende leider nur drei zu fünf zu Gunsten der Gastgeber.

 

Alexander Hirtreiter ließ an Brett fünf nichts anbrennen.

Erste Mannschaft trat in Ergolding an - Zweite verliert in Straubing

Am Wochenende hieß es für den Schachklub Landau-Dingolfing wieder antreten zum Kampf in der Niederbayern- und Bezirksliga. Besonders gespannt war man in der ersten Mannschaft nach Ergolding gereist. Gegen diesen Verein hatte der Klub im letzten Jahr noch eine knappe Niederlage hinnehmen müssen. Am ersten Brett rauchten Mannschaftsführer Hans Theiß und der Ergoldinger Spitzenspieler bereits nach wenigen Zügen im Damengambit die Friedenspfeife. Helmut Fuchsgruber dagegen wird derzeit vom Pech verfolgt. Wie schon in den letzten beiden Runden behandelte er die Eröffnung, das Damenbauernspiel, ungenau und büßte bald einen Bauern ohne jede Kompensation ein. Sein Kontrahent nutze diesen Vorteil konsequent aus und zwang Fuchsgruber im Endspiel zur Aufgabe. Diesen Rückstand konnte aber Kurt Hähnlein ziemlich schnell ausgleichen. Der zweifache niederbayerische Seniorenmeister spielte gewohnt ruhig auf und drängte seinen Gegenüber Schritt für Schritt zurück. Diesen Druck hielt der Ergoldinger nicht aus, nach einem größeren Fehlgriff musste er dann auch das Handtuch werfen.

 

Spannendes Spiel gegen den SC Grafenau

Kurt Hähnlein sicherte dem Klub einen vollen Punkt.

„Glück und Pech gleichen sich im Laufe einer Saison immer aus“. Diese alte Sportlerweisheit bewahrheitete sich am letzten Sonntag eindrucksvoll. An diesem Tag traten die Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing zu Hause im Gasthof Bubenhofer gegen den SC Grafenau und den SC Rottal an. Insbesondere die erste Mannschaft stand bereits etwas mit dem Rücken zur Wand, hatte man doch drei Wochen zuvor in der ersten Runde gegen die Schachfreunde aus Regen höchst unglücklich verloren. Ein Sieg musste also her. Aber es fing gar nicht so gut an. Helmut Fuchsgruber kam an Brett vier mit der trickreichen Eröffnung seines Gegners nicht zurecht, spielte im Mittelspiel zu aggressiv auf Raumgewinn und musste nach dem Eindringen der feindlichen Schwerfiguren auf der vorletzten Reihe bald die Segel streichen. Dr. Christoph Schultes lieferte sich am dritten Brett mit seinem Kontrahenten in der beschleunigten Drachen-Variante einen messerscharfen Kampf.

Beide Mannschaften erlebten Pleiten

Manfred Pöschl erkämpfte für den Klub ein Remis.

So hatten sich die Schacherer aus dem Landkreis den Saisonauftakt nun wirklich nicht vorgestellt: sowohl für die erste als auch für die zweite Mannschaft setzte es in der Niederbayernliga bzw. in der Bezirksliga West je eine ärgerliche 3,5 zu 4,5- Pleite. Das Pech begann jedoch schon im Vorfeld: Mit Martin Christlmaier, Mirko Adrovic, Dietmar Weidlich und Felix Durmaier fielen aus beruflichen oder schulischen Gründen gleich vier Leistungsträger aus. Dennoch wären die beiden Mannschaften ihren Gegner aus Regen und Straubing durchaus gewachsen gewesen, wenn das Unglück nicht auch während des Kampfes mehrfach zugeschlagen hätte. 

Johannes Theiß

Mannschaftsführer Hans Theiß gelang eine Meisterleistung


Seit Sonntag steht fest: die Spielgemeinschacht der Schachklubs Landau-Dingolfing und Adlkofen ist niederbayerischer Vizemeister.  Damit liegt die im letzten Jahr geschmiedete Allianz der beiden Klubs deutlich über dem anfangs angepeilten Mittelfeldplatz. Möglich geworden war dieser Erfolg durch die Siege in den letzten beiden Runden der Niederbayernliga.
Am spannendsten ging es dabei am 20. März zu, als man den bis dahin noch Tabellenzweiten, den SC Röhrnbach, zu Hause im Gasthof Bubenhofer empfing. Die Gäste, durchaus noch mit Aufstiegsambitionen versehen, boten mit Peter Schmidt und Roland Knechtel einen Internationalen Meister und einen FIDE-Meister auf und auch an den Brettern drei und vier waren die Röhrnbacher Spieler mit einer DWZ von jeweils gut 2000 Punkten den Gastgebern überlegen. An den hinteren Brettern dagegen erwiesen sich die Dingolfinger und Adlkofener etwas besser aufgestellt.

Es war eine schwere Entscheidung, die die Mannschaftsführer der Schachvereine Landau-Dingolfing und Adlkofen am Wochenende treffen mussten. Am Sonntag standen die Mannschaftskämpfe in der Niederbayernliga gegen den Tabellenzweiten SC Schaibing  und in der Bezirksliga West gegen den SC Ergoldsbach an.  Aber bereits am Freitag zeichnete sich ab, dass in beiden Mannschaften etliche Stammspieler krankheits- und berufsbedingt ausfallen würden. Man entschloss sich, die besten Spieler in der 1. Mannschaft zusammen zu fassen und in der Bezirksliga West lediglich mit einer Rumpfmannschaft anzutreten.

 

Schach in Landau

Am 26. Juli und am 2. August findet urlaubs- und ferienbedingt kein Spielabend in Landau statt.

Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.