Michael Gahr gewann eine spannende Partie.

Vier Siege in den ersten vier Runden der Niederbayernliga: das hat es in der Geschichte des Schachklubs Landau-Dingolfing noch nicht gegeben. Doch am letzten Sonntag war es soweit. Gegen den SC Grafenau fuhr der Klub einen statten 6 : 2 – Erfolg ein. Abstiegssorgen müssen sich die Dingolfinger nicht mehr machen, auch wenn in der Liga noch einige harten Brocken auf sie warten.

Das Endresultat gegen die Grafenauer fiel, realistisch betrachtet, etwas zu hoch aus, denn dem Schachverein war Fortuna dieses Mal durchaus hold. An den Brettern eins, fünf und sechs profitierten die Schachfreunde von etwas ungenauem Spiel der Gastgeber und konnten einzelne kleinere individuelle Fehler zu vollen Punktgewinnen ausnutzen. Die Garanten des steilen Aufstiegs des Schachvereins waren jedoch wieder einmal drei Spieler.

Zum einen Kurt Hähnlein. Ruhig, souverän und erfolgreich: das sind derzeit die Markenzeichen des Dingolfinger Seniors. Im Doppelfianchetto mischte er am Königsflügel und im Zentrum mit den weißen Steinen eine betonharte Stellung zusammen und konzentrierte sämtlichen Druck auf der Damenseite des Bretts. Sein Opponent versuchte alles, um die Attacke zurückzuweisen, aber Hähnlein schickte mutig seine Kavallerie weit nach vorne, die die feindlichen Verteidigungsbemühungen empfindlich störte. Ein heftiger Springereinschlag führte schließlich zum Qualitäts- und Partiegewinn. Damit kann der Dingolfinger 3,5 Punkte aus vier Runden vorweisen.

Genauso gut machte es Hans Theiß, der seinen vierten Sieg in Folge vermeldete. Im Slawen stellte er seine Dame etwas unorthodox nach b3, um seinen Gegner zu verwirren. Der routinierte Grafenauer konterte aber geschickt und eroberte im Mittelspiel einen Bauern. Als ob ihn dass gar nicht interessieren würde, spielte Theiß weiter nach vorne und baute eine Dame-Turm-Batterie in der Brettmitte auf. Ein Fehlgriff seines Gegenübers ermöglichte ihm schließlich, reihenweise Bauern zu verspeisen, was zum Sieg tatsächlich ausreichte.  

Die wildeste Partie lieferte der bislang ungeschlagene Michael Gahr ab. Zeitnotphasen, Bauern- und Leichtfigurenverluste, abgelehnte Remisangebote und ein völlig verzwicktes Endspiel -  dieses Duell bot für die Zuschauer im Raum Nervenkitzel bis zum Schluss. Am Ende war das Glück des Tüchtigen aber auf der Seite von Michael Gahr. Die weit vorgerückten gegnerischen Bauerntruppen konnte sein Turm schließlich aufhalten. Damit war auch dieser Triumpf perfekt.

Nicht gut läuft es dagegen für die zweite Mannschaft des Klubs. Die Aufsteiger aus der Bezirksliga West mussten mal wieder Lehrgeld zahlen und gingen beim SK Landshut mit 6,5 zu 1,5 unter. Lichtblicke waren nur die Unentschieden der Brüder Moritz und Lukas Stöttner gegen zwei deutlich stärkere Kontrahenten.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 11.12.2019


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