Zweiter Vorstand Dr. Christoph Schultes gratuliert dem alten und neuen Blitzschachmeister Martin Christlmaier (links)Trotz einiger berufsbedingter Ausfälle war das traditionelle Weihnachtsturnier des Schachklubs Landau-Dingolfing am Freitag mit zwölf Teilnehmern ausgesprochen gut besucht. Gespielt wurde im 5-Minuten-Takt. Dieser sogenannte „Blitzmodus“ sorgte für eine Vielzahl spannender Partien und endete mit einem klaren Favoritensieg: mit 10,5 Punkten aus elf Partien triumphierte der DWZ-stärkste Spieler des Vereins, Martin Christlmaier. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Hans Theiß und Dr. Christoph Schultes.

Am Sonntag darauf fand die zweite Mannschaft des Klubs in der Bezirksliga West wieder in die Erfolgsspur zurück. Mit 7:1 schlugen sie die Vertreter des FC Ergolding II und das, obwohl ein Spieler krankheitsbedingt ausgefallen war. Den übrigen sieben Kämpfern um Mannschaftsführer Florian Huber war dagegen das Glück etwas hold. Zwar kamen Gottlieb Kutschera, Manuel Albrecht und Felix Durmaier hervorragend aus dem Grand-Prix-Angriff, dem Spanier und der Caro-Kann-Verteidigung heraus; jedoch nur Kutschera war in der Lage, im Mittelspiel mit einer schönen Läuferfesselung die Partie sofort zu gewinnen. Albrecht und Durmaier verschenkten ihre Vorteile bald wieder, Durmaier sogar durch einen Figureneinsteller. Da ihre Kontrahenten jedoch die Gewinnmöglichkeiten nicht sahen, ja sogar ganze Mattkombinationen ausließen, konnten die beiden Dingolfinger im Endspiel dann doch noch das Ruder herumreißen und volle Punktgewinne vermelden.

In der Basman-Sale-Variante fand sich Florian Huber bestens zu Recht. Er entwickelte seine Figuren deutlich zügiger als sein Gegner und baute eine Reihe von Drohungen auf, die zum Gewinn eines Zentrumsbauern führten. Diesen Vorsprung verteidigte Huber bis zum Schluss und entschied so auch die Partie für sich. Ersatzspieler Fabian Reidl überspielte seinen Opponenten im Sizilianer. Ein Damenschach auf a5 zerstörte die Rochade des Ergoldingers, der im elften Zug entscheidend daneben griff und eine Figur einstellte. Im 34. Zug erfolgte dann die Aufgabe.

Hermann Stadlers unorthodoxe g3-Eröffnung gewann im Laufe des Kampfes erstaunlich an Kraft. Sein Fianchetto übte ständig Druck auf die feindliche Stellung aus und nach einem Fehler des Ergoldingers befand sich Stadler bereits auf der Siegesstraße. Ihm gleich tat es Karl-Heinz Krause. Sein passiver Aufbau erwies sich als ziemlich stabil. Ein überstürzter Königsflügelangriff seines Gegenübers beantwortete er mit einer sehenswerten Gegenattacke. Zwei weit vorgeschobene Flügelbauern brachten auch ihm schließlich den Sieg ein.

Die erste Mannschaft muss in der Regionalliga Süd-Ost weiterhin Lehrgeld zahlen. Mit 5,5:2,5 wurden die Dingolfinger in Ebersberg nach Hause geschickt. Lediglich Hans Theiß konnte einen DWZ-stärkeren Kontrahenten bezwingen. Dr. Christoph Schultes, Helmut Fuchsgruber und Rudi Senff spielten remis.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 17.12.2013, S.17


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