Martin Christlmaier spielte am Brett drei Remis.

Mit zwei Auswärtssiegen am Sonntag  gegen den SV Deggendorf und den FC Ergolding haben sich die beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing in der Niederbayernliga und der Bezirksliga West in gute Ausgangspositionen manövriert. Dabei fiel der Triumpf über die Aufsteiger aus Deggendorfer mit 4,5:3,5 Punkten ziemlich knapp aus. Dr. Christoph Schultes musste mit seinem beschleunigten Drachen gegen die Maróczy-Fessel ankämpfen. Nach einer etwas voreiligen Rochade seines Gegners konnte er die Stellung ausgleichen, mehr war jedoch nicht drin. Ganz ähnlich ging es Martin Christlmaier und Rudi Senff in der Spanischen Partie und in der Modernen Verteidigung. Im beginnenden Endspiel waren keine Vorteil auszumachen. An den drei Brettern wurde ein Remis vereinbart.

Endlich gelang Mannschaftsführer Hans Theiß der erste Befreiungsschlag. Die Moderne Benoniverteidigung seines Kontrahenten  beeindruckte ihn wenig. Mit Wucht attackierte er das feindliche Zentrum und scheute auch ein Bauernopfer an seinem eigenen Königsflügel nicht. In einer komplizierten Mittelspielstellung übersah der Deggendorfer eine Drohung des Dingolfingers. Mit einem Turmopfer aus heiterem Himmel beendete Theiß die Partie zu seinen Gunsten.

Florian Huber war mit der Mannschaftsleistung zufrieden.

In der zweiten Runde der Niederbayernliga setzte es am letzten Sonntag für den Schachklub Landau-Dingolfing eine deftige 2,5:5,5-Niederlage gegen den TV Geiselhöring. Dabei hätte dieses Ergebnis noch höher ausfallen können, denn die Schachfreunde aus Dingolfing hatten beinahe allesamt einen rabenschwarzen Tag erwischt. Dr. Christoph Schultes behandelte an Brett zwei die Holländische Verteidigung falsch und stellte im Mittelspiel auch noch einen Bauern ein. Dann jedoch sah sein Gegner für einen Moment lang den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, verpasste den Siegeszug und bot stattdessen Remis, was Schultes sofort annahm. Mannschaftsführer Hans Theiß wählte am Spitzenbrett ebenfalls den Holländer als Eröffnung und baute sich stabil, aber etwas passiv auf. Mehr als ein Unentschieden war ebenfalls nicht drin.

Helmut Fuchsgruber siegte an Brett sechs.
4:4 lauteten die Ergebnisse der beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing zum Saisonauftakt am letzten Sonntag. Vor allem in der Niederbayernliga sorgte dies bei den Kämpfern des Klubs für sehr zufriedene Mienen, denn die Gastgeber vom SC Rottal waren parktisch in Bestaufstellung mit ihren österreichischen Spielern anmarschiert und an jedem Brett fast 100 DWZ-Punkte überlegen. Dennoch schlug man sich äußerst wacker.
 
Das erste Ergebnis vermeldete Martin Christlmaier an Brett 3. Bereits nach wenigen Zügen im Alapin-Sizilianer erhielt er ein verlockendes Remisangebot, dem er nicht widerstehen konnte. Damit war ein halber Punkt gesichert. Die nächste Punkteteilung  erfolgte nun am Spitzenbrett und sorgte bei allen Dingolfingern für Erleichterung: Mannschaftsführer Hans Theiß hatte sich mit den weißen Steinen in einer seltenen Variante des angenommenen Wolgagambits heillos vergaloppiert und stand bereits mit dem Rücken zur der Wand. Irgendwie schätzte dann jedoch der Rottaler seine eigene Stellung viel zu pessimistisch ein und schlug ein Remis vor. Diese Offerte nahm Theiß ohne zu zögern an.
Nun drehte der Klub richtig auf. Helmut Kurz hatte es sich am siebten Brett in seiner Lieblingseröffnung, dem Londoner System, gemütlich eingerichtet und baute langsam aber stetig Druck auf die feindliche Position auf. Seinem Kontrahenten unterlief schließlich ein ärgerlicher Fehler, den Kurz sofort zum Durchbruch nutzte. Es war der erste Sieg des Schachvereins in dieser Saison. Allerdings währte die Freude nicht lange. Gottlieb Kutschera behandelte am letzten Brett die Reti-Stellung nicht richtig und ließ einen starken Angriff auf seinen Königflügel zu. Diese Initiative nutze der Rottaler zum Partiegewinn.  Ganz ähnlich erging es Alexander Hirtreiter an Brett vier.  Im Wolgagambit mit vertauschten Farben verspeiste er einen Bauern zu viel und war anschließend nicht mehr in der Lage sich aus der tödlichen Umklammerung durch die feindlichen Figuren zu lösen.

Am vergangenen Sonntag mussten die beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing in der Niederbayernliga und in der Bezirksliga West zu Auswärtsspielen antreten. Ein besonderes Wechselbad der Gefühle durchlebte dabei die 2. Mannschaft des Schachvereins beim TSV Ergoldsbach.
Nach einer kurzen Vorstellung der Aufstellung der Kontrahenten ging es auch gleich los mit den Partien.
Allerdings lag der Klub gleich zu Beginn einen Punkt zurück, da Helmut Stadler kurz vor Spielbeginn den Kampf aus privaten Gründen noch absagen musste und die Partie somit kampflos an die Ergoldsbacher ging.
Es dauerte jedoch nicht lange, bis Karl-Heinz Krause auf Brett 5 durch eine geschickte Gabelung einen Turm und somit kurze Zeit später auch den ersten Sieg für den Schachklub holte. Seine Italienische Partie war lange Zeit ziemlich ausgeglichen gewesen.
Mannschaftsführer Florian Huber fühlte sich im Alapin-Sizilianer alles andere als wohl und manöverierte sich in eine schwierige Stellung. Allerdings stand ihm im Schwerfigurenendspiel das Glück zur Seite: sein Opponent stellte schlichtweg einen Bauern ein und so war Huber doch noch in der Lage, den Remishafen zu erreichen.

Siegfried Neudecker und Vereinsvorsitzender Josef Reidl.Den diesjährigen Saisonauftakt in der Niederbayernliga und der Bezirksliga West läutete der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Samstag wieder mit seinem traditionellen Vereinsfest ein. Dieses Mal fand die Veranstaltung erstmals im Saal des Kolpinghauses statt. Hausherr und Gastgeber Siegfried Neudecker begrüßte die 15 erschienen Schachfreunde und wünschte allen ein fröhliches Fest und viel Erfolg in den beiden Schachligen. Zugleich gaben Neudecker und die Vereinsvorstandschaft bekannt, dass der Schachklub die Heimspiele der kommenden Saison erneut im Kolpinghaus abhalten werde. Diese Mitteilung wurde von allen Anwesenden mit Freude zur Kenntnis genommen. Bereits in den letzten Jahren durfte man die Gastfreundschaft der Kolpingfamilie genießen und die Räumlichkeiten im Kolpinghaus eignen sich für größere Turnierkämpfe ganz ausgezeichnet.

Zum Vereinsfest des Schachklubs gehörte in der Vergangenheit nicht nur gemütliches Beisammensein, sondern stets auch ein Schnellschachtunier. Das durfte auch dieses Jahr nicht fehlen. Anders als sonst setzten sich jedoch nicht die gewohnten Favoriten von Anfang an ab, sondern es kam zu engen Kämpfen. Gespielt wurden sieben Runden mit je 15 Minuten Bedenkzeit pro Partie und Spieler. Erst in der letzten Runde stand Alexander Hirtreiter mit sechs Punkten schließlich als Gesamtbester fest. Platz zwei belegte der frühere Seriensieger Martin Christlmaier. Hirtreiter und Christlmaier waren in der fünften Runde aufeinander getroffen.  Bis dahin hatten sie  nur je einen halbe Punkt abgegeben. Konzentriertes und genaues Spiel auf beiden Seiten führte dann auch im direkten Aufeinandertreffen zur Punkteteilung. In der nächsten Runde geriet Christlmaier gegen den Seniorenmeister Gottlieb Kutschera jedoch etwas in Straucheln und erreichte bloß ein Unentschieden. Diese Chance nutzte Hirtreiter souverän. Nach seinen Erfolgen in den zwei noch ausstehenden Runden stand sein Titelgewinn fest. Den dritten Platz heimste Dr. Christoph Schultes ein. Nach einer unnötigen Auftaktniederlage im ersten Durchgang rollte er das Feld von hinten auf und erreichte mit 4,5 den Zieleinlauf.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 10.09.14

 

 

Die Vereinsmeister Martin Christlmaier und Dr. Christoph Schultes mit dem Vorsitzenden Josef Reidl. (v.l.n.r.)   Es waren insgesamt vierzehn Mitglieder, die Vereinsvorsitzender Josef Reidl am Freitag bei der Jahreshauptversammlung des Schachklubs Landau-Dingolfing begrüßen konnte. In seinem Rechenschaftsbericht hob Reidl vor allem die vergangene schwierige Spielsaison hervor. Der Klub hatte das einzigartige Abenteuer „Aufstieg in die Regionalliga Süd-Ost“ gewagt und war dabei wie erwartet auf überlegene Gegner getroffen, gegen die man im Ergebnis keine Chance hatte.  Der Abstieg aus der Regionalliga wäre abzuwenden gewesen, wenn man, wie viele andere Schachvereine, spielstärkere ausländische Spieler „angeworben“ hätte. Josef Reidl betonte, der Klub habe sich von Anfang an gegen diese Möglichkeit entschieden und die Entscheidung sei richtig gewesen.  Das eine Jahr in der Regionalliga sei  außerdem eine sehr interessante Erfahrung gewesen und nun müsse man eben sein Glück wieder in der Niederbayernliga versuchen.

Der Kapitän der zweiten Mannschaft, Florian Huber, konnte dagegen immerhin mitteilen, dass seine Truppe in der Bezirksliga West den zweiten Tabellenplatz erreichte. Nur einige unglücklich gelaufene Kämpfe verhinderten letztlich den Aufstieg in die Niederbayernliga.

Kassenwart Alexander Hirtreiter berichtete über die Finanzlage des Klubs, die weiterhin als sehr stabil bezeichnet werden darf. Die Versammlung sah deshalb auch von einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ab. Nach der Entlastung der Vorstandschaft diskutierte Übungsleiter Gottlieb Kutschera mit den Anwesenden noch über die zurückliegende Jugendarbeit des Vereins. Diese werde zunehmend schwieriger, da sich immer weniger junge Menschen für ein Engagement in einem Verein begeistern könnten.

Schließlich schritt man zur Ehrung der diesjährigen Vereinsmeister. Die Titel Blitz- und Schnellschachmeister  hatte Martin Christlmaier auf sich vereinen können. Dagegen war Dr. Christoph Schultes in der Lage gewesen, erneut die offizielle Vereinsmeisterschaft im Langschach zu gewinnen.

Nachdem schließlich noch die Brettreihenfolge der beiden Mannschaften festgelegt worden war, schloss Josef Reidl die Versammlung und wünschte allen eine erfolgreiche und glückliche Saison 2014/2015.

Helmut Fuchsgruber punktete an Brett 6.Auch in der letzten Runde der Regionalliga Süd-Ost gab es für den Schachklub Landau-Dingolfing keinen Blumentopf zu gewinnen. Mit 5,5:2,5 unterlagen die heimischen Schachfreunde gegen den SF Starnberger See. Wirkliche Chancen auf den Tagessieg hatte man nie, auch wenn es durchaus recht erfreuliche Einzelleistungen gab. So ergatterte beispielsweise Mannschaftsführer Hans Theiß gegen einen starken Kontrahenten im Leningrader-Holländer ein beachtliches Remis. Gleich in der Eröffnung opferte er eine Qualität, um so einen Angriff auf den feindlichen Königsflügel zu ermöglichen. Die Rechnung ging fast auf. Der Starnberger musste seine ganze Kunst aufbieten, um die Attacke abzuwehren. In ziemlicher Zeitnot übersah Theiß den entscheidenden Siegeszug und willigte in die Punkteteilung ein.

Martin Christlmaier und Alexander Hirtreiter lieferten sich mit ihren nach DWZ-Zahl überlegenen Gegnern ebenfalls wilde Gefechte in der Tartakower-Variante des abgelehnten Damengambits und im Läuferspiel. Christlmaier erreichte ein nicht mehr zu gewinnendes Damenendspiel, während Hirtreiters Opponent sich nach einem missglücken Figurenopfer ins Dauerschach flüchtete. Beide Partien endeten remis.

Am erfolgreichsten war dieses Mal Helmut Fuchsgruber, für den die ganze Saison bis zu diesem Zeitpunkt alles andere als gut gelaufen war. Das Doppelfianchetto im Königinder beherrschte er ausgezeichnet und nachdem sein Turm auf die vorletzte feindliche Linie vorgedrungen war, brach die Abwehr des Starnbergers zusammen.

Martin Christlmaier remisierte am SpitzenbrettWie schon in den letzten Runden musste der Schachklub Landau-Dingolfing auch dieses Mal akzeptieren, dass die Regionalliga Süd-Ost einfach eine Nummer zu groß für den Verein ist. Zwar stand der Abstieg bereits vor dem Kampf gegen den in Bestaufstellung anmarschierten SK Landshut fest, dennoch tat die deutliche 6,5:1,5-Niederlage weh.

Dr. Christoph Schultes und Kurt Hähnlein mussten sich mit der Damenindischen Verteidigung auseiander setzen und hatten beide so ihre Probleme damit. Aber während Hähnlein sich im Mittelspiel wieder befreien und schließlich ein Unentschieden erspielen konnte, geriet Schultes im Endspiel in heftige Zeitnot und verlor unglücklich einen Bauern. Dieser Materialrückstand war nicht mehr zu kompensieren.

Nicht viel besser erging es Helmut Fuchsgruber und Rudi Senff. Im Damenbauernspiel und in der Pirc-Verteidigung griffen beide im Mittelspiel daneben und verloren schnell relativ viel Raum und schließlich auch ihre Partien. Immerhin war Martin Christlmaier am Spitzenbrett in der Lage, den Sizilianer seines Kontrahenten mit Hilfe der Alapin-Variante im Zaum zu halten. Einen scharfen Flügelangriff des Landshuters entschärfte Christlmaier gekonnt, wenn auch unter Aufgabe seines Bauernzentrums. Als schließlich keine Seite mehr einen Vorteil hatte, einigte man sich auf ein Remis.

Schach in Landau

Am Freitag (21.09) findet der Schachabend wegen der Umbaumaßnahmen in der Landauer Dreifachsporthalle wieder im Kolpinghaus in Dingolfing (Obere Stadt 72) statt.

Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.