Das Schachopen des SC Ortenburg gehört inzwischen zu den traditionsreichen niederbayerischen Schachturnieren. Es fand auch dieses Jahr am ersten Septemberwochenende trotz Corona statt – wenngleich auch unter strengen Sicherheits- und Hygienevorschriften. Der Schachklub Landau-Dingolfing wurde von den Brüdern Moritz und Lukas Stöttner vertreten, die in der B-Gruppe auf Grund ihrer DWZ-Zahl von Anfang an zu den Favoriten zählten.

Moritz Stöttner war der strahlende Sieger im B-Turnier. Die erste von insgesamt fünf Runden hatte es gleich in sich: Moritz bekam es mit einem jungen Ergoldinger zu tun, der sich schon in der Eröffnung etwas verhaspelte und zahlreiche Felderschwächen zuließ, die er später nicht mehr in Griff bekam. Nach drei Bauernverlusten kapitulierte der Jungendspieler. Lukas Stöttner legte dagegen leider einen unglücklichen Fehlstart hin. Sein eigentlich schwächerer Gegner agierte in der Grünfeldindischen Verteidigung sehr geschickt und brachte Lukas immer mehr in Zeitnot. Hier übersah er einen taktischen Trick und musste entnervt die weiße Fahne hissen.

Der Vereinsabend findet ab 31. Juli wieder statt.

Für einen sicheren Betrieb ist die Einhaltung des Hygenie-Konzepts erforderlich.

Dieses kann hier eingesehen werden: Hygienekonzept.pdf

Moritz Stöttner siegte für den SchachklubDie Bäume wachsen halt doch nicht in den Himmel. Dies musste am letzten Sonntag auch der Schachklub Landau-Dingolfing erfahren. Nach einer Siegesserie in der ersten Saisonhälfte der Niederbayernliga setzte es gegen den SC Ortenburg eine klare 6:2-Niederlage. Zwar waren die Ortenburger bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls verlustpunktfrei und damit gemeinsam mit den Dingolfingern an der Tabellenspitze; die Mannen um Mannschaftsführer Hans Theiß konnten aber leider nur eine gewisse Zeit Widerstand gegen das Desaster leisten. Nahezu an allen Brettern mussten sie bald mit positionellen oder taktischen Schwierigkeiten kämpfen.

Als erste strichen Rudi Senff und Helmut Fuchsgruber die Segel. Der Leningrader und die Slawische Abtauschvariante brachten ihnen im Mittelspiel kein Glück. Bald darauf kapitulierte Dr. Christoph Schultes am Spitzenbrett. Im Rossolimo-Sizilianer hatte er sich zwar einen schönen Königsflügelangriff erspielt, in Zeitnot übersah er aber die gewinnbringenden Züge. Trotz Qualitätsgewinn war er nicht mehr in der Lage, eine Gegenattacke mit Dame und Springer auf seine schwarze Majestät abzuwehren.

Michael Gahr (Mitte) gewann zum zweiten Mal in Folge das Weihnachtsblitzschachturnier Bester Jugendlicher wurde Moritz Stöttner.

    1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Punkte Platz
1 Christlmaier  X 0 1 0.5 1 0.5 1 0 1 1 1 1 0.5 8.5 3
2 Schultes  1  X 0 0.5 1 1 0 0 1 1 1 1 0 7.5 6
3 Huber 0 1  X 0 0.5 0.5 1 1 1 0 1 0.5 1 7.5 5
4 Durmaier  0.5 0.5 1  X 1 1 0 0 0.5 1 1 1 1 8.5 2
5 Krause 0 0 0.5 0  X 0 0 0 1 1 1 0.5 0 4 9
6 Kutschera  0.5 0 0.5 0 1  X 0.5 0 1 0.5 1 1 0.5 6.5 8
7 Albrecht 0 1 0 1 1 0.5  X 0 0.5 1 1 1 0 7 7
8 Gahr 1 1 0 1 1 1 1 X 1 1 1 1 1 11 1
9 Schmol 0 0 0 0.5 0 0 0.5 0  X 1 0.5 1 0 3.5 10
10 Niedens 0 0 1 0 0 0.5 0 0 0  X 0.5 0 0 2 12
11 Häring 0 0 0 0 0 0 0 0 0.5 0.5  X 0 0 1 13
12 Stöttner L. 0 0 0.5 0 0.5 0 0 0 0 1 1  X 0 3 11
13 Stöttner M. 0.5 1 0 0 1 0.5 1 0 1 1 1 1  X 8 4

Michael Gahr gewann eine spannende Partie.

Vier Siege in den ersten vier Runden der Niederbayernliga: das hat es in der Geschichte des Schachklubs Landau-Dingolfing noch nicht gegeben. Doch am letzten Sonntag war es soweit. Gegen den SC Grafenau fuhr der Klub einen statten 6 : 2 – Erfolg ein. Abstiegssorgen müssen sich die Dingolfinger nicht mehr machen, auch wenn in der Liga noch einige harten Brocken auf sie warten.

Das Endresultat gegen die Grafenauer fiel, realistisch betrachtet, etwas zu hoch aus, denn dem Schachverein war Fortuna dieses Mal durchaus hold. An den Brettern eins, fünf und sechs profitierten die Schachfreunde von etwas ungenauem Spiel der Gastgeber und konnten einzelne kleinere individuelle Fehler zu vollen Punktgewinnen ausnutzen. Die Garanten des steilen Aufstiegs des Schachvereins waren jedoch wieder einmal drei Spieler.

Zum einen Kurt Hähnlein. Ruhig, souverän und erfolgreich: das sind derzeit die Markenzeichen des Dingolfinger Seniors. Im Doppelfianchetto mischte er am Königsflügel und im Zentrum mit den weißen Steinen eine betonharte Stellung zusammen und konzentrierte sämtlichen Druck auf der Damenseite des Bretts. Sein Opponent versuchte alles, um die Attacke zurückzuweisen, aber Hähnlein schickte mutig seine Kavallerie weit nach vorne, die die feindlichen Verteidigungsbemühungen empfindlich störte. Ein heftiger Springereinschlag führte schließlich zum Qualitäts- und Partiegewinn. Damit kann der Dingolfinger 3,5 Punkte aus vier Runden vorweisen.

Alexander Hirtreiter gewann an Brett drei. Mit einem klaren 5:3 setzte sich der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag gegen den SK Landshut durch und heimste damit den dritten Sieg in der dritten Runde der Niederbayernliga ein – ein Novum in der Vereinsgeschichte. Man muss aber fairerweise sagen: an diesem Tag war der Klub der klare Favorit. Die Gäste aus Landshut hatten den Ausfall dreier starker Stammspieler zu beklagen und mussten an den hinteren beiden Brettern auf etwas schwächere Reservisten setzen. Die Dingolfinger traten dagegen in fast absoluter Bestbesetzung an. Dennoch taten sich die Gastgeber anfangs etwas schwer. Der größte Druck lastete auf Helmut Fuchsgruber und Felix Durmaier an den Brettern sieben und acht. Schließlich erwarteten alle nichts anderes als zwei Siege gegen die Landshuter Aushilfsspieler und das war alles andere als einfach. An beiden Plätzen entwickelte sich ein Damenbauernspiel. Die Dingolfinger konnten zwar einen leichten Druck aufbauen, die Landshuter wehrten sich aber wirklich tapfer und erst im Turmendspiel heimsten Fuchsgruber und Durmaier jeweils einen Mehrbauern ein, der dann auch zum Sieg ausreichte. In Topform präsentierte sich einmal wieder Mannschaftsführer Hans Theiß. Seine Lieblingseröffnung, das Damengambit, spulte er herunter wie ein Uhrwerk, während sein Gegner immer mehr Bedenkzeit verbrauchte. In Zeitnot unterliefen dem Landshuter schließlich ein paar kleinere Ungenauigkeiten, die Theiß aber schnell zu einem tödlichen Angriff ausnutzte. Beim Stand von 3:0 kam der Schachklub dann aber etwas ins Straucheln.

Hans Theiß, Florian Huber und Kurt Hähnlein gewannen in Pfarrkirchen. Die ersten beiden Runden der Niederbayernliga sind für den Schachklub Landau-Dingolfing nach Maß verlaufen. Bereits der Saisonauftakt gegen den SC Straubing, dem Angstgegner der letzten drei Jahre, war von Erfolg gekrönt. Mit 4,5:3,5 Brettpunkten fuhr der Klub einen knappen, aber hart verdienten Sieg ein. Am letzten Sonntag folgte dann der zweite Streich. 5,5:2,5 lautete das Endergebnis gegen den SC Rottal-Inn.

Bemerkenswert an den beiden Triumpfen war der Umstand, dass Mannschaftsführer Hans Theiß jeweils nicht die vollständige Truppe aufbieten konnte. Berufs- und krankheitsbedingte Ausfälle erzwangen in jedem Spiel den Einsatz mehrerer Reservisten. Das schwächte den Verein aber in keiner Weise. Kurt Hähnlein, eigentlich an Brett eins der zweiten Mannschaft gesetzt, holte gegen Straubing einen halben Punkt, indem er gekonnt den angriffslustigen Colle-Zukertort seines Kontrahenten neutralisierte. In Pfarrkirchen machte er es sogar noch besser: Ein paar Ungenauigkeiten ausnutzend, durchbrach er im Mittelspiel die feindliche Stellung und meldete schon nach knapp zwei Stunden einen vollen Punktgewinn.

Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Mannschaften in den niederbayerischen Ligen. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.