Die Vereinsmeister Martin Christlmaier und Dr. Christoph Schultes mit dem Vorsitzenden Josef Reidl. (v.l.n.r.)   Es waren insgesamt vierzehn Mitglieder, die Vereinsvorsitzender Josef Reidl am Freitag bei der Jahreshauptversammlung des Schachklubs Landau-Dingolfing begrüßen konnte. In seinem Rechenschaftsbericht hob Reidl vor allem die vergangene schwierige Spielsaison hervor. Der Klub hatte das einzigartige Abenteuer „Aufstieg in die Regionalliga Süd-Ost“ gewagt und war dabei wie erwartet auf überlegene Gegner getroffen, gegen die man im Ergebnis keine Chance hatte.  Der Abstieg aus der Regionalliga wäre abzuwenden gewesen, wenn man, wie viele andere Schachvereine, spielstärkere ausländische Spieler „angeworben“ hätte. Josef Reidl betonte, der Klub habe sich von Anfang an gegen diese Möglichkeit entschieden und die Entscheidung sei richtig gewesen.  Das eine Jahr in der Regionalliga sei  außerdem eine sehr interessante Erfahrung gewesen und nun müsse man eben sein Glück wieder in der Niederbayernliga versuchen.

Der Kapitän der zweiten Mannschaft, Florian Huber, konnte dagegen immerhin mitteilen, dass seine Truppe in der Bezirksliga West den zweiten Tabellenplatz erreichte. Nur einige unglücklich gelaufene Kämpfe verhinderten letztlich den Aufstieg in die Niederbayernliga.

Kassenwart Alexander Hirtreiter berichtete über die Finanzlage des Klubs, die weiterhin als sehr stabil bezeichnet werden darf. Die Versammlung sah deshalb auch von einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ab. Nach der Entlastung der Vorstandschaft diskutierte Übungsleiter Gottlieb Kutschera mit den Anwesenden noch über die zurückliegende Jugendarbeit des Vereins. Diese werde zunehmend schwieriger, da sich immer weniger junge Menschen für ein Engagement in einem Verein begeistern könnten.

Schließlich schritt man zur Ehrung der diesjährigen Vereinsmeister. Die Titel Blitz- und Schnellschachmeister  hatte Martin Christlmaier auf sich vereinen können. Dagegen war Dr. Christoph Schultes in der Lage gewesen, erneut die offizielle Vereinsmeisterschaft im Langschach zu gewinnen.

Nachdem schließlich noch die Brettreihenfolge der beiden Mannschaften festgelegt worden war, schloss Josef Reidl die Versammlung und wünschte allen eine erfolgreiche und glückliche Saison 2014/2015.

Helmut Fuchsgruber punktete an Brett 6.Auch in der letzten Runde der Regionalliga Süd-Ost gab es für den Schachklub Landau-Dingolfing keinen Blumentopf zu gewinnen. Mit 5,5:2,5 unterlagen die heimischen Schachfreunde gegen den SF Starnberger See. Wirkliche Chancen auf den Tagessieg hatte man nie, auch wenn es durchaus recht erfreuliche Einzelleistungen gab. So ergatterte beispielsweise Mannschaftsführer Hans Theiß gegen einen starken Kontrahenten im Leningrader-Holländer ein beachtliches Remis. Gleich in der Eröffnung opferte er eine Qualität, um so einen Angriff auf den feindlichen Königsflügel zu ermöglichen. Die Rechnung ging fast auf. Der Starnberger musste seine ganze Kunst aufbieten, um die Attacke abzuwehren. In ziemlicher Zeitnot übersah Theiß den entscheidenden Siegeszug und willigte in die Punkteteilung ein.

Martin Christlmaier und Alexander Hirtreiter lieferten sich mit ihren nach DWZ-Zahl überlegenen Gegnern ebenfalls wilde Gefechte in der Tartakower-Variante des abgelehnten Damengambits und im Läuferspiel. Christlmaier erreichte ein nicht mehr zu gewinnendes Damenendspiel, während Hirtreiters Opponent sich nach einem missglücken Figurenopfer ins Dauerschach flüchtete. Beide Partien endeten remis.

Am erfolgreichsten war dieses Mal Helmut Fuchsgruber, für den die ganze Saison bis zu diesem Zeitpunkt alles andere als gut gelaufen war. Das Doppelfianchetto im Königinder beherrschte er ausgezeichnet und nachdem sein Turm auf die vorletzte feindliche Linie vorgedrungen war, brach die Abwehr des Starnbergers zusammen.

Martin Christlmaier remisierte am SpitzenbrettWie schon in den letzten Runden musste der Schachklub Landau-Dingolfing auch dieses Mal akzeptieren, dass die Regionalliga Süd-Ost einfach eine Nummer zu groß für den Verein ist. Zwar stand der Abstieg bereits vor dem Kampf gegen den in Bestaufstellung anmarschierten SK Landshut fest, dennoch tat die deutliche 6,5:1,5-Niederlage weh.

Dr. Christoph Schultes und Kurt Hähnlein mussten sich mit der Damenindischen Verteidigung auseiander setzen und hatten beide so ihre Probleme damit. Aber während Hähnlein sich im Mittelspiel wieder befreien und schließlich ein Unentschieden erspielen konnte, geriet Schultes im Endspiel in heftige Zeitnot und verlor unglücklich einen Bauern. Dieser Materialrückstand war nicht mehr zu kompensieren.

Nicht viel besser erging es Helmut Fuchsgruber und Rudi Senff. Im Damenbauernspiel und in der Pirc-Verteidigung griffen beide im Mittelspiel daneben und verloren schnell relativ viel Raum und schließlich auch ihre Partien. Immerhin war Martin Christlmaier am Spitzenbrett in der Lage, den Sizilianer seines Kontrahenten mit Hilfe der Alapin-Variante im Zaum zu halten. Einen scharfen Flügelangriff des Landshuters entschärfte Christlmaier gekonnt, wenn auch unter Aufgabe seines Bauernzentrums. Als schließlich keine Seite mehr einen Vorteil hatte, einigte man sich auf ein Remis.

Kreuz

Wir trauern um unser junges Mitglied

Christoph Schmid
 
Wir verabschieden uns in Dankbarkeit und werden sein Andenken in Ehren bewahren.
 
Dingolfing, 09. März 2014
Schachklub Landau-Dingolfing

Josef Reidl steuerte einen halben Punkt zum Gesamtergebnis beiBei ihren Heimspielen am letzten Sonntag empfingen die beiden Mannschaften des SK Landau-Dingolfing die Gäste aus Tegernsee und Ergoldsbach. Benachteiligt war dabei insbesondere die zweite Garnitur des Klubs: Mannschaftführer Florian Huber musste gleich zwei Kämpfer an die krankheitsgeschwächte erste Mannschaft abgeben, so dass seine Truppe nur mit sieben Spielern antreten konnte. Dennoch schlugen sich die Dingolfinger recht wacker und erstritten sich ein 4:4-Unentschieden.
Josef Reidl und Albert Schmol fuhren im Angenommenen Damengambit und im Offenen Sizilianer zwei schöne Remis ein, während Fabian Reidl souverän und Karl-Heinz Krause mit etwas Glück ihre Partien im Endspiel für sich entschieden. Wieder in der Erfolgsspur ist Felix Durmaier, der in den letzten Runden etwas unglücklich agiert hatte. Das Londoner System machte ihm zwar auch dieses Mal wieder etwas Kopfzerbrechen, im Endspiel glückte ihm jedoch ein sehenswertes Damenopfer zum Sieg. 
 
In der Schlusstabelle der Bezirksliga West belegt der Schachklub damit, wie schon im letzten Jahr, den zweiten Platz.  Abschließend darf man sagen, dass die Saison der zweiten Mannschaft alles andere als von Glück geprägt war. Häufig mussten Spieler in der Regionalliga aushelfen und standen so nicht in der Bezirksliga zur Verfügung. Auch stellten sich die spielerischen Leistungen der einzelnen Akteure als nicht ganz so stabil heraus, wie in der vergangenen Saison. Alles in allem kann man mit dem Endresultat daher zufrieden sein.

Besonders eng her ging es im Kampf der ersten Mannschaft gegen den Verein aus Tegernsee. Mit 3,5:4,5 unterlagen die Dingolfinger denkbar knapp. Besonders die letzten beiden Bretter, die mit den Ersatzspielern Krystian Ofierzynski und Dietmar Weidlich besetzt waren, steuerten zwei volle Punkte zum Gesamtergebnis bei. Letztendlich blieb der Klub ohne Chance, waren die Tegernseer doch mit ihren vier Spitzenspielern angereist, die an den vorderen Brettern im Schnitt 300 DWZ-Punkte mehr aufweisen konnten, als die Vertreter des Schachklubs. Lediglich Dr. Christoph Schultes war am dritten Brett in der Lage, einen dieser Topspieler im Alapin-Sizilianer zu besiegen. Der Abstieg aus der Regionalliga Süd-Ost dürfte nun nicht mehr aufzuhalten sein.

Quelle: Dingolfinger Anzeiger vom 27.02.2014, S.32

Albert Schmol siegte souveränEin etwas enttäuschendes 4:4-Unentschieden beim SC Straubing II war das einzige greifbare Ergebnis, das die beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing an diesem Sonntag einfahren konnten. In der Regionalliga Süd-Ost gerieten die Mannen um Hans Theiß wie erwartet mit 2:6 beim TSV Trostberg unter die Räder. Für den Ehrentreffer sorgte Alexander Hirtreiter mit einer schönen Kombination am Königsflügel. Die Regionalliga erwies sich wieder einmal als zu stark für den heimischen Klub.
Die zweite Mannschaft machte es nur ein wenig besser. Durch den Gleichstand in Straubing büßte sie die Tabellenführung in der Bezirksliga West ein und muss in der letzten Runde nun auf Schützenhilfe im Fernduell gegen die Truppe der Justizvollzugsanstalt hoffen. Dabei kamen die Kämpfer um Florian Huber durchaus als Favoriten in die Donaustadt. Die Straubinger hatten jedoch eine spielstarke Formation aufgeboten und wehrten sich erfolgreich gegen die drohende Niederlage. Zuerst traf es Felix Durmaier. Seine passive Eröffnung führte zu einer gedrückten Stellung, in der er schließlich einen Bauern hergeben musste. Der Straubinger baute seinen Vorteil weiter aus und zwang den Dingolfinger im Läufer-Springer-Endspiel schließlich in die Knie. Diesen Rückstand holte zum Glück Albert Schmol wieder auf. Der Neuzugang des Klubs wurde im Königsgambit mit sehr ruhigen Verteidigungszügen seines Kontrahenten konfrontiert. Ein schöner Damenausfall brachten Schmol zwei gesunde Mehrbauern ein. Als einer von diesen die siebte Reihe erreichte, kapituliert der Straubinger.

Fabian Reidl siegte an Brett acht.Eine alte Schachweisheit besagt, dass sich Glück und Pech im Laufe einer Saison stets ausgleichen. Genau das durfte die zweite Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Sonntag im Heimspiel gegen den SC Rottal III erfahren. Hatte man in den letzten Runden gegen vermeintlich schwächere Gegner ziemlich ungeschickt agiert, so war Fortuna den Kämpfern um Mannschaftsführer Florian Huber dieses Mal sehr wohl gesonnen und das, obwohl die Rottaler mit Wolfgang Söder, Josef Staller und Wolfgang Waechter  drei ziemlich starken Spitzenspielern aufboten  und auch an den hinteren Brettern waren sie den Dingolfingern zumindest auf dem Papier ebenbürtig.
 
Erstaunlich war, wie schnell bei diesem Treffen gespielt wurde. Es kam an den Brettern  vier bis acht innerhalb kürzester Zeit zu so heftigen Aufeinandertreffen, dass schon gut drei Stunden jeweils eine Entscheidung fiel. Ersatzspieler Fabian Reidl ließ im Abtauschslawen den Abtausch der meisten Figuren zu und steuerte in ein an sich ausgeglichenes Damenendspiel mit zusätzlich je einer Leichtfigur. Zu seiner Freude unterlief seinem Kontrahent ein leichter Flüchtigkeitsfehler, der gleich einen Bauern kostete und eine gewonnene Stellung einbrachte. Damit war diese Partie entscheiden.
 
Karl-Heinz Krause hatte es da im Spanier schon etwas schwerer, da er die Eröffnung nicht ganz korrekt behandelte und in einem schwierigen Mittelspiel landete. Sein Gegenüber setzte aber Gott sei Dank nicht ganz so entschlossen nach, wie nötig gewesen wäre und so konnte er noch den Remishafen erreichen. Noch mehr Glück brauchte und hatte Manuel Albrecht. Der Landauer, der zur Zeit mit der Eröffnungstheorie auf Kriegsfuß steht, kam mit der Caro-Kann-Verteidigung leider wieder nicht zu Recht und musste sein ganzes Talent aufbieten, um die wilden Angriffe seines Gegners abzuwehren. Dann aber übersah der Rottaler völlig die Auswirkungen von Albrechts langer Rochade und verlor schlichtweg die Qualität. Nach diesem Glückstreffer war die erfolgreiche Abwicklung der Partie für den Landauer nur noch reine Formsache.

Schach in Landau

Am Freitag (16.11) findet der Schachabend wegen der Umbaumaßnahmen in der Landauer Dreifachsporthalle im Kolpinghaus in Dingolfing (Obere Stadt 72) statt.

Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.