Helmut Fuchgruber punktete an Brett 6.

Die neue Saison begann für den Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag so, wie die letztjährige: eher mau. Bereits im Vorfeld waren in der ersten Mannschaft mit Mirsad Adrovic, Rudi Senff und Dietmar Weidlich drei wichtige Stammspieler aus unterschiedlichen Gründen ausgefallen. Sie mussten durch Spieler aus der zweiten Mannschaft ersetzt werden, die nun ihrerseits entsprechend geschwächt an den Start ging. Gespielt wurde erstmals im Dingolfinger Kolpinghaus in der Oberen Stadt, dem neuen Spiellokal.

Gegen die Mannen des Schachvereins Schaibing, die beinahe in Bestbesetzung antraten, setzte es eine kräftige 5-zu-3 -Klatsche. Alexander Hirtreiter ließ sich im Königsgambit zu einem scharfen Figurenopfer hinreißen. Dadurch gewann er zwar deutlichen Entwicklungsvorsprung, sein Kontrahent verteidigte sich aber anschließend geschickt und konnte seinen König in Sicherheit bringen. Am Ende musste Hirtreiter mit einer Minusfigur die Segel streichen. Ganz ähnlich erging es Ersatzspieler Manuel Albrecht. In der Spanischen Abtauschvariante überschätzte er seine Möglichkeiten deutlich, wurde schon in der Eröffnung überspielt und kapitulierte bald darauf. Gottlieb Kutschera wählte die Sizilianische Verteidigung. Sein Gegner wich jedoch allen Finten aus und strebte ein ruhiges Mittelspiel an, das Kutschera schließlich Remis gab. Kurt Hähnlein tat es ihm wenig später gleich: Aus einer ruhigen Eröffnung heraus war ein völlig ausgeglichenes Endspiel geworden, das keine Seite mehr gewinnen konnte. Besser machte es dagegen Helmut Fuchsgruber. Der Dingolfinger, der keine sehr gute letzte Saison gespielt hatte, war dieses Mal in Topform: Im Colle-System ließ er dem Schaibinger keine Chance und klaute im Mittelspiel gleich mehrere Bauern. Das Läuferendspiel war klar schließlich gewonnen.

 

Vorstand Josef Reidl und die  Vereinsmeister  Dr. Christoph Schultes und  Martin Christlmaier (v.L.n.R)   Wie jedes Jahr fand die Hauptversammlung des Schachklubs Landau-Dingolfing in der Dreifachsporthalle Landau statt. Vereinsvorstand Josef Reidl begrüßte die anwesenden Mitglieder und berichtete anschließend über die vergangene Saison. Besonderen Raum nahmen dabei das Abschneiden der beiden Mannschaften in den niederbayerischen Ligen und der geplante Umzug des Spiellokals in das Kolpinghaus Dingolfing ein. Schatzmeister Alexander Hirtreiter stellte die Finanzen des Klubs dar, die sich auch in diesem Jahr erfreulich positiv entwickelt hatten.

 

Verbleib in der Niederbayernliga ist gewährleistet

 

Mannschaftsführer Hans Theiß war mit der Saisonleistung zufrieden.Es ist geschafft! Am Ende einer unglaublich engen und spannenden Saison konnte der Schachklub Landau-Dingolfing am letzten Sonntag in seinem Heimspiel gegen den SK Passau 2 durch ein 4:4 -Unentschieden den Verbleib in der Niederbayernliga perfekt machen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Schachfreunde aus dem Landkreis acht Zähler auf dem Konto stehen und es war nicht sicher, ob das ausreichen würde, zumal bis zum Schluss unklar blieb, wie viele Mannschaften aus der Regionalliga in die Niederbayernliga absteigen werden und wie viele Vereine deshalb die Niederbayernliga verlassen müssen. Die Mannen um Mannschaftsführer Hans Theiß hatten eine sehr wechselhafte Saison hinter sich: Großartige Siege gegen favorisierte Mannschaften wie den SV Schaibing und den FC Ergolding standen unglückliche, aber auch selbstverschuldete Niederlagen gegen etwas schwächere Vereine, wie den SC Bayerwald, gegenüber.

Am letzten Spieltag war nur soviel klar: Ein Unentschieden würde den Klassenerhalt aus eigener Kraft sichern, bei einem vollen Punktverlust hätte man nur noch auf „passende“ Ergebnisse aus der Regionalliga hoffen können. Besonders bitter war der Umstand, dass ausgerechnet am letzten Spieltag Mannschaftsführer Hans Theiß, sowie Alexander Hirtreiter und Gottlieb Kutschera aus beruflichen bzw. familiären Gründen aussetzten mussten und man - zum ersten Mal in der Saison - ernsthaft ersatzgeschwächt aufmarschierte. Was nun folgte, war eine beeindruckende kämpferische Leistung.

Christoph Schultes 4,5: 3,5 zu Gunsten des SV Röhrnbach, so lautete das zwar erwartete, bei genauer Betrachtung dann aber doch enttäuschende Endergebnis, das der Schachklub Landau-Dingolfing im Auswärtsspiel der Niederbayernliga einfuhr. Hans Theiß, Martin Christlmaier, Dr. Christoph Schultes, Helmut Fuchsgruber, Alexander Hirtreiter, Kurt Hähnlein, Rudi Senff und Gottlieb Kutschera hatten sich im Vorfeld wenig Hoffnungen gemacht. Der SV Röhrnbach war als Tabellenführer mit Aufstiegsambitionen doch klarer Favorit.

Zur Überraschung aller konnten die Dingolfinger aber durchaus mithalten. Mannschaftsführer Theiß bekam das tschechische Jugendtalent Jan Havlik vorgesetzt. Letzter spielt seit dieser Saison beim SV Röhrnbach und zählt mit seinen 2350 DWZ-Punkten zu den stärksten Spielern der Liga. Diesen Umstand ignorierend, ging Theiß mit den weißen Steinen aggressiv zu Werke und baute sich Schritt für Schritt die deutlich bessere Bauernstruktur auf.  So eingeengt, blieb dem Röhrnbacher nichts anderes übrig, als die Qualität für das Läuferpaar herzugeben, um sich zumindest etwas Luft zu verschaffen. Dennoch war nach ca. zwei Stunden die kleine Sensation perfekt: Theiß vermeldete einen vollen Punktgewinn.  Die Antwort ließ allerdings nicht lange auf sich warten: An Brett zwei widerlegte der neue Niederbayerische Meister Roland Knechtel gekonnt Christlmaiers Tarrasch-Verteidigung. Es gelang ihm, den Landauer an der Rochade zu hindern und dessen König in der Brettmitte festzuhalten. Den wuchtigen Angriffen seines Kontrahenten konnte Christlmaier nichts mehr entgegen setzen und kapitulierte schließlich.

In der 6. Runde der Jugend Niederbayernliga trafen Florian Huber, Manuel Albrecht, Felix Durmaier, Manfred Pöschl auf die Jugendlichen des TSV Geiselhöring. Mit 2,5:1,5 gingen die Landauer als Sieger aus der vorletzten Begegnung hervor.


Auf Brett 1 entwickelte sich aus der Colle-Zuckertort Eröffnung ein ruhiges Spiel. Im 13. Zug konnte Huber allerdings durch einen Läufereinschlag in den gegnerischen Königsflügel einen Bauern gewinnen. Der Angriff verflachte jedoch und man einigte sich auf ein Remis.
Albrecht wurde mit einem ruhigen Engländer in der Symmetrie-Variante konfrontiert. Auch nachdem jeder Spieler im 33. Zug in einer ausgeglichenen Stellung nur noch 5 Bauern besaß, kämpften die Spieler weiter. Der Landauer verrechnete sich einige Züge später dann jedoch unglücklich und ermöglichte seinem Gegner den gewinnbringende Bauerndurchbruch.
An Brett drei entwickelte sich in der Italienische Partie eine wilde Stellung, in der es Pöschl gelang, seiner Gegnerin einen Dreifachbauern zu verpassen und damit ihre Bauernstruktur für das kommende Endspiel entscheidend zu schwächen.
Durmaier spielte als Weißer im Königsinder solide. Seine Gegnerin schlug im 19. Zug einen vergifteten Bauern und der Landauer konnte schließlich in einer sechszügigen Kombination auf der Grundreihe mattsetzen.

Siebte Runde der Niederbayernliga und Bezirksliga West

Florian Huber konnte mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden sein.Am vergangenen Sonntag spielten die Schachfreunde des SK Landau-Dingolfing im Gasthof Bubenhofer die siebte Runde der Niederbayernliga und der Bezirksliga-West. Für die zweite Mannschaft war es zugleich der letzte “Waffengang”. Unter acht Mannschaften erreichten sie trotz einer unnötigen 3,5:4,5 Niederlage gegen den TSV Ergoldbach einen respektablen vierten Platz.

Gespielt wurde wie immer mit acht Mann pro Mannschaft. Pro Partie und Spieler waren für die ersten 40 Züge zwei Stunden Bedenkzeit vorgesehen und bei Erreichen dieser Zugzahl eine weitere Stunde für den Rest der Partie.

Dabei ging es gleich zu Saisonbeginn mit einem Dämpfer los: Gegen die zweite Mannschaft des SC Straubing verlor man mit einem knappen 3,5:4,5. Doch schon in der nächsten Runde remisierten die Landauer gegen den späteren Erstplatzierten SC Rottal 3. Auch die JVA Straubing ist mit einer Mannschaft in den niederbayerischen Ligen vertreten und versetze den Landauern die einzige eindeutige Niederlage. In den folgenden drei Spielen gingen die Dingolfinger gegen die Schachkollegen aus Simbach, Ergolding und Aham dann aber stets als Sieger hervor. Besonders zu betonen ist die Leistung der Jugend: Niklas Rohne, Manuel Albrecht, Felix Durmaier und Mannschaftsführer Florian Huber trugen mit Siegen und Unentschieden oft zur Sicherung der Mannschaftserfolge bei. Auch die Senioren des Vereins  Gottlieb Kutschera, Albert Jahrstorfer und Hermann Stadler stellten eine wichtige Stütze dar, so dass man nach der sechsten Runde sogar Ambitionen auf den zweiten Platz hatte. Vorrausgesetzt man würde die Zweitplatzierten vom TSV Ergoldsbach schlagen.

Zum dritten Mal in Folge konnte Kurt Hähnlein die begehrte Trophäe des Niederbayerischen Seniorenmeisters mit nach Hause nehmen. Die Meisterschaft fand in der Faschingswoche in Gerzen statt.

Anfangs sah es für den rüstigen Kämpfer vom Schachklub Landau-Dingolfing gar nicht so gut aus. Schon in Runde zwei musste er gegen seinen schärfsten Konkurrenten, Boris Bilyavskyy , antreten. Ein paar unglückliche Züge im Mittelspiel führten überraschenderweise zum Partieverlust. Viele dachten, dass damit bereits vorzeitig alles entschieden sei. Doch sie irrten sich gewaltig.

Hähnlein spielte weiter Partie für Partie auf Angriff, lehnte sämtliche Remisgebote ab und kam schließlich auf sechs Punkte aus sieben Runden! Boris Bilyavskyy dagegen agierte mehrmals zu vorsichtig und musste in der Folge drei Unentschieden akzeptieren. Er landete schließlich mit 5,5 Punkten auf Rang zwei.

Der Schachklub Landau-Dingolfing gratuliert seinem neuen und alten Seniorenmeister ganz herzlich zu seinem erneuten und hochverdienten Erfolg und wünscht ihm weiterhin viel Freude am Schachspiel!

Trotz eisiger Kälte musste die Landauer Schachjugend diesen Sonntag gegen den Landesligaabsteiger DJK-SV Schaibing antreten. Obwohl man in der Bestbesetzung mit Florian Huber, Niklas Rohne, Manuel Albrecht und Felix Durmaier antratt, konnte die Jugendmannschaft gegen ihre Gegner nur ein mageres 1-3 erzielen.

Florian Huber übersah einen fatalen einzügigen Materialgewinn in der Eröffnung der das Spiel zu Gunsten der Landauer gedreht hätte, trotzdessen konnte er die Eröffnung noch recht passabel meistern. Hubers Gegner positionierte seinen Turm etwas später auf der 2. Reihe um damit Druck auf die Bauern ausüben und konnte so die Partie gewinnen.

Nikas Rohne schlug in der Skandinavischen Partie einen vergifteten Bauern und musste somit leider schon im frühen Mittelspiel aufgeben.

Auf Brett 4 holte Felix Durmaier souverän einen Punkt für den SK Landau-Dingolfing.

In der Hoffnung sich noch mit einem Mannschaftsremis aus Schaibing zu verabschieden, spielte Manuel Albrecht in der Modernen Verteidigung noch 2 Stunden weiter.Es entwickelte sich aus einer komplizierten Mittelspielstellung eine Stellung mit einem Freibauer für beide Seiten. Die daraus resultierende Stellung mit einem Freibauern, einer Dame, zwei Türmen und zwei Bauern war allerdings nicht weniger komplex und so kam es, dass Albrecht in der zweiten Zeitphase ein Fehler unterlief, der zum Partieverlust führte.

Schach in Landau

Am Freitag (16.11) findet der Schachabend wegen der Umbaumaßnahmen in der Landauer Dreifachsporthalle im Kolpinghaus in Dingolfing (Obere Stadt 72) statt.

Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.