Dr. Schultes gewann als Einziger in Straubing.

Die beiden Mannschaften des Schachklubs Landau-Dingolfing sind mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage in die neue Saison der Niederbayernliga und der Bezirksliga West gestartet.  Für die erste Mannschaft setzt es nach einem deutlichen Heimerfolg gegen den SV Röhrnbach nun eine deutliche 5:3 – Auswärtsklatsche am letzten Sonntag gegen den SC Straubing. Beide Vereine traten in Bestaufstellung an, aber ziemlich bald zeigte sich, dass die Straubinger fast an allen Brettern in besserer Tagesform waren als die Dingolfinger. Martin Christlmaiers frühes Remis am Spitzenbrett gegen einen starken Kontrahenten passte noch ganz gut ins Konzept des Klubs. Bald darauf rauchten aber auch Helmut Fuchsgruber und Mirsad Adrovic an den Brettern vier und sieben die  Friedenspfeifen mit ihren Gegnern. Aus einer Damenindischen und einer Sizilianischen Verteidigung waren sehr ausgeglichene Positionen entstanden, die die Gäste nicht ausspielen wollten.
Felix Durmaier entschied sich an Brett acht für einen etwas exotischen Fianchetto-Slawen, den sein routinierter Opponent jedoch mit ruhigem und präzisem Positionsspiel konterte. Früh schon musste die Dingolfinger Nachwuchshoffnung sein Läuferpaar abgeben und mühte sich stundenlang in gedrückter Stellung ab, bis ihm im Mittelspiel ein Fehler unterlief und er einen Bauern verlor. Einer massiven Dame-Läufer-Batterie seines Gegners hatte Durmaier schließlich nichts mehr entgegenzusetzen, so dass ihm nur noch die Kapitulation übrig blieb.

Vorstandvorsitzender Josef Reidl und Vereinsmeister Martin Christlmaier.Bei der diesjährigen Hauptversammlung des Schachklubs Landau-Dingolfing mussten keine Vorstandswahlen durchgeführt werden, so dass die Ereignisse der letzten und der Ausblick auf die kommende Saison im Vordergrund standen. Vorstandsvorsitzender Josef Reidl hob in seinem Rechenschaftsbericht insbesondere die vorbildliche Jugendarbeit des Übungsleiters Gottlieb Kutschera hervor, für dessen Einsatz und Engagement  er sich im Namen des gesamten Schachklubs ausdrücklich bedankte.

Der Abstieg der zweiten Mannschaft aus der Niederbayernliga in die Bezirksliga West wurde von allen Teilnehmern sehr bedauert; es war immerhin das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass der Klub in dieser Liga gleich mit zwei Mannschaften vertreten war. Immerhin hatte man es aber geschafft, in der letzten Runde den Klassenerhalt der ersten Mannschaft zu sichern. In der Bezirksliga sollen in der anstehenden Saison jetzt auch verstärkt Jugendspieler eingesetzt werden.

Kurt Hähnlein siegte souverän.Mit einem überraschend klaren 5:3-Erfolg gegen den FC Ergolding endete am Sonntag die neunte und letzte Runde der Niederbayernliga für die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing. Die beiden Vereine waren nicht ganz in Bestbesetzung aufmarschiert und zunächst verlief das Aufeinandertreffen recht friedlich. An den beiden ersten Brettern schlossen Martin Christlmaier und Dr. Christoph Schultes mit ihren Gegnern früh Frieden und nahmen jeweils halbe Punkte mit. Im Abtauschspanier und im Modernen Benoni waren schwierige Stellungen entstanden, die offenbar keiner spielen wollte.

Dann wurden die Kämpfe heftiger. Helmut Kurz und Dietmar Weidlich mussten an den Brettern sechs und sieben gegen zwei Ergoldinger Jugendspieler antreten, die ihren ganzen Ehrgeiz in die Partie warfen. Kurz wickelte im Londoner System bald in ein Läuferendspiel ab und gewann kurzeitig sogar einen Bauern. Diesen holte sich sein Opponent jedoch wieder zurück und nun verfügten beide Seiten über zwei verbundene Freibauern. Damit war die Position praktisch tot und die Streithähne mussten sich auf ein Remis verständigen. Dietmar Weidlich griff wieder einmal auf seinen wilden Angriffsstil zurück, der regelmäßig sowohl seine Kontrahenten als auch seine Mannschaftskollegen in Angst und Schrecken versetzt. Selbst ständig kurz vor dem Matt stehend, warf er eine Figur nach der anderen ins Feld und lockte den feindlichen König immer mehr in die Brettmitte und damit urplötzlich in ein undurchdringbares Mattnetz. Mit dieser hervorragenden Leistung sicherte Weidlich den ersten Partiegewinn für die Dingolfinger.

Niklas Rohne spielte unentschiedenEin 4:4-Unentschieden beim Auswärtskampf in Pfarrkirchen reichte der ersten Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing am letzten Sonntag, um den Klassenerhalt in der Niederbayernliga zu schaffen. Diese Punkteteilung beim eigentlich etwas stärkeren Nachbarverein kam auch mit ein wenig Glück zu Stande. Aus irgendeinem Grund hatten die Rottaler an den beiden ersten Brettern einen Heidenrespekt vor den Landauern. Bereits nach wenigen Zügen im Drachen- und Alapin-Sizilianer willigten Sie in die Remisangebote ein. Auch Kurt Hähnlein steuerte im Londoner-System schnell eine ausgeglichene Position an und war mit einem Unentschieden zufrieden.

Felix Durmaier hätte am letzten Platz in der Anfangsphase früh einen Bauern gewinnen können. Da sein Gegner dadurch aber etwas Entwicklungsvorsprung bekommen hätte, wagte er den notwendigen Damenausfall nicht und sicherte sich lieber mit der kurzen Rochade seine Stellung. Dadurch erhielt der Rottaler jedoch genügend Zeit, seine Figuren aktiv aufzustellen, so dass auch Durmaier nach 20 Zügen das Remis akzeptieren musste. An den verbliebenen Brettern ging es dagegen energischer zur Sache.

Helmut Kurz spielte unentschieden.Im Kellerduell der Niederbayernliga mit dem SC Grafenau sprang für die erste Mannschaft des SK Landau-Dingolfing wie schon in den letztjährigen Begegnungen nur ein 4:4-Unentschieden heraus. Dabei hatte der Kampf recht vielversprechend begonnen, da die Gäste aus dem Bayerischen Wald  bloß mit sieben Mann angetreten waren. Helmut Fuchsgruber fiel an Brett sechs damit ein Punkt kampflos zu.

Kurt Hähnlein einigte sich mit seinem Rivalen in einer nicht ganz eindeutigen Stellung am fünften Brett schnell auf ein Remis. Mit dem gleichen Ergebnis wartete Helmut Kurz an Brett sieben auf. Er hatte sich für den Stonewall-Holländer entschieden. Sein Gegner nahm früh Druck aus dem Zentrum, um Raumvorteil am Damenflügel zu erlangen. Kurz entschied sich für einen Abtausch der schwarzfeldrigen Läufer und der Schwerfiguren, als der Grafenauer urplötzlich zu einem mutigen Figurenopfer griff und eine Leichtfigur für zwei Freibauern aufgab. Der Dingolfinger schaffte es gerade noch, die dadurch sehr spannend gewordene Partie im Gleichgewicht zu halten.

Florian Huber konnte mit seiner Leistung zufrieden sein. Beim Schachklub Landau-Dingolfing läuft es in der Niederbayernliga zur Zeit gar nicht rund. Zwar war die knappe 3,5:4,5 Niederlage der ersten Mannschaft gegen den SK Passau durchaus einkalkuliert worden. Der Spielverlauf am Sonntag hätte mit etwas Glück aber auch ein anderes Ende nehmen können. Grund dafür waren die hervorragenden Leistungen an den beiden Spitzenbrettern. Martin Christlmaier servierte seinem deutlich stärkeren Gegner einen Alapin-Sizilianer und nahm dabei auch zwei feindliche Freibauern an den Randlinien des Bretts in Kauf. Diese vermeintlichen Vorteile konnte der Passauer aber zu keiner Zeit wirklich ummünzen und im Endspiel war dann Christlmaiers Figurenaufstellung deutlich überlegen und sein Sieg nicht mehr aufzuhalten. Mannschaftsführer Hans Theiß musste sich mit der gleichen Eröffnung auseinandersetzen und wählte eine etwas passivere Position, die er so lange und so geschickt verteidigte, bis seinem Gegenüber einige leichte Fehler unterliefen und Theiß zum Gegenangriff übergehen konnte, der dann auch durchschlug. 

Helmut Fuchsgruber gewann an Brett sechs.Am letzten Sonntag stand für die erste Mannschaft des Schachklubs Landau-Dingolfing das Heimspiel gegen den SV Deggendorf an. Die Ausgangsposition war nicht schlecht. Mit Martin Christlmaier, Hans Theiß, Dr. Christoph Schultes, Alexander Hirtreiter, Kurt Hähnlein, Helmut Fuchsgruber, Helmut Kurz und Dietmar Weidlich trat man beinahe in Bestaufstellung an. Aber auch die Deggendorfer hatten ihre besten Kämpfer aufgeboten und waren dementsprechend motiviert.

Das Duell begann gar nicht gut. Kurt Hähnlein übersah in der Spanischen Partie eine Eröffnungsfalle und büßte gleich am Anfang die Qualität ein. Sein Gegner nutze diesen Vorsprung  konsequent bis ins Endspiel und entschied die Partie für sich.

Alexander Hirtreiter und Helmut Kurz unternahmen im Skandinavier und im Stonewall-Holländer geschickte taktische Ausbrüche, um die Deggendorfer zu überraschen. Diese Versuche brachten zwar einerseits etwas Materialvorteil ein, führten jedoch andererseits zu gedrückten Stellungen der Dingolfinger. Schließlich mussten beide in ein Remis einwilligen.

Der Sieger Benno Häusler (zweiter v.l.) mit den übrigen jugendlichen Teilnehmern.Die traditionellen Weihnachtsturniere des Schachklubs Landau-Dingolfing erfreuten sich auch dieses Jahr großer Beliebtheit. Bei den Erwachsenen traten am Freitag insgesamt 15 Teilnehmer an.  Da es pro Partie und Spieler wie immer nur fünf Minuten Bedenkzeit gab, konnte im Vollrundensystem gespielt werden. Der besondere Reiz bei dieser knappen Frist liegt darin, dass auch stärkeren Spieler mal Fehlgriffe unterlaufen und schwächere Schachfreunde gute Gewinnchancen haben.

Einem Kämpfer unterlief aber während der gesamten 14 Runden kein einziger Fehler! Blitzschachspezialist Martin Christlmaier leistete sich nur ein einziges Unentschieden und gewann die übrigen 13 Partien ganz souverän. Wie schon in den letzten Jahren durfte er den begehrten Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Mit deutlichem Abstand folgten auf den Plätzen zwei und drei Felix Durmaier und Dr. Christoph Schultes.

Beim Jugendturnier, für das sich dieses Mal sieben Spieler aus dem Landkreis gemeldet hatten, wurde dagegen mit einer Bedenkzeit von zehn Minuten pro Spieler und Partie gekämpft.  Zwischen Svenja Egleder, Alexa Steininger, Benno Häusler, Anton Cygankov, Jonas Neumeier, Lorenz Hecht  und Maximilian Laubhan ging es äußerst eng zu, es kam zu spannenden und heftig umkämpften Duellen. Am Ende konnte Benno Häusler das Turnier für sich entscheiden. Dabei lag er mit 4,5 Zählern punktgleich mit Lorenz Hecht an der Spitze, so dass seine etwas bessere Feinwertung den Ausschlag gab.

Schach in Landau

Am Freitag (16.11) findet der Schachabend wegen der Umbaumaßnahmen in der Landauer Dreifachsporthalle im Kolpinghaus in Dingolfing (Obere Stadt 72) statt.

Mitglieder gesucht

Der Schachklub Landau-Dingolfing sucht Verstärkung für seine Jugend- und Erwachsenenmannschaften in der Niederbayern- und Bezirksliga. Wir bieten zwanglose Trainingseinheiten und Vereinsturniere in angenehmer Atmosphäre und ein auch ansonsten intaktes Vereinsleben. Vorkenntnisse sind von Vorteil aber keine zwingende Voraussetzung. Schauen Sie doch einfach mal bei einem unserer Vereinsabende vorbei! Nähere Informationen finden Sie hier.